Wiener Zeitung - RE/MAX Immospiegel Gesamt 2017, Eigentumswohnungsmarkt

Beitrag vom 28.03.2018

Rekord für Eigentumswohnungen
Der teuerste Bezirk war im Vorjahr Wien-Innere Stadt, teuerste Landeshauptstadt war Bregenz.

Der Markt für Eigentums-wohnungen brummt. Im Rekord-jahr 2017 haben 49.584 Wohnungen im Gesamtwert von 10,6 Milliarden Euro den Besitzer gewechselt. Damit wurden um 3,6 Pro-zent mehr Wohnungswechsel auf den Grundbuchsgerichten verbüchert als 2016. Der Gesamtwert stieg verglichen zum bisherigen Rekordjahr 2016 um 9,4 Prozent oder 907 Millionen Euro. Die Quadratmeterpreise stiegen um 6,5 Prozent auf 3.094 Euro.

Pro Wohnung flossen im Durchschnitt 194.208 Euro, teilte der Maklerverbund RE/MAX mit. Das waren um 11.384 Euro oder 6,2 Prozent mehr als 2016.

Im Bundesländervergleich sind die Wohnungspreise in Vorarlberg, Salzburg, Wien und Tirol besonders hoch. Nach Bezirken zahlt man in Wien-Innere Stadt (956.000 Euro), Wien-Wieden (356.000), Kitzbühel (351.000), Wien-Döbling (332.000) und Wien-Alsergrund (352.000) am meisten. Teuerste Landeshaupt-stadt ist Bregenz (254.000) knapp vor Salzburg (252.000) und deutlich vor Innsbruck (220.000).

Relativ sind die Verkaufszahlen mit einem Plus von 25,4 Prozent am stärksten lm Burgenland gestiegen. In Wien aber wechseln real mit Abstand die meisten Wohnungen den Besitzer. Mit einem Gesamtverkaufswert von 3,67 Milliarden Euro sorgt die Bundeshauptstadt für ein gutes Drittel des Wohnungsmarkts. Im Fünfjahresvergleich sind die Prei-se pro Quadratmeter um 43,8 Pro-zent gestiegen.

Höherer Preisanstieg im Billigsegment

Grundsätzlicher Trend der vergangenen Jahre ist, dass der Preis von günstigen Wohnungen deutlicher steigt als die Preise von teureren Wohnungen. Im bundesweiten Fünfjahresvergleich stiegen die Preise um knapp ein Drittel Bei teureren Wohnungen im oberen Preisviertel gab es einen An-stieg von knapp 30 Prozent, bei Wohnungen im unteren Preisviertel jedoch um fast 47 Prozent.

Die Steigerung bei der Anzahl der Wohnungsverkäufe erfolgte vor allem dank Neubauten. Hier gab es ein Plus von 8,5 Prozent,

während die Anzahl der verkauften Gebrauchtwohnungen nur um 1,4 Prozent zugelegte. Der Anteil an neu gebauten oder von Bauträgern sanierten Wohnungen an den Gesamtverkäufen lag 2017 bei 33,1 Prozent und damit um 1,5 Punkte über 2016, so Re/Max.

Im Gegensatz zu 2016 gab es im Vorjahr aber nicht mehr in allen Bundesländern einen Anstieg in der Anzahl und im Wert der gehandelten Wohnungen. Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg liegen jeweils knapp unter den Werten des Rekordjahres 2016.

Wohnungspreise in allen Ländern außer Tirol gestiegen

Auch die Zuwachsraten der sechs anderen Bundesländer flachten ab.

Das heißt, in Summe ist die Anzahl der verkauften Wohnungen weiter gestiegen. Die Preise haben in allen Bundesländern außer Tirol zugelegt, aber insgesamt ist eine deutliche Beruhigung erkennbar, so Re/Max-Geschäfts-führer, Bernhard Reikersdorfer. Und: „In allen Bundesländern finden sich Bezirke, die weniger Wohnungsverkäufe zu verzeichnen hatten als im Jahr zuvor und Bezirke mit geringeren Durchschnittspreisen."

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