Tiroler Tageszeitung online - RE/MAX Immospiegel 2016

Beitrag vom 01.03.2017

Rekord bei Immo-Deals, teuerste Häuser in Kitz

Im Vorjahr gab es erstmals über 120.000 Immobilienverkäufe. Die sechs teuersten Einfamilienhäuser wechselten in Kitzbühel ihre Besitzer.

 

Wien, Innsbruck — Immobilientransaktionen erreichten 2016 ein Rekordhoch, erstmals wurden österreichweit mehr als 120.000 Immobilienverkäufe registriert, teilte der Maklerverbund RE/MAX nach Auswertung von Grundbuchdaten mit. Verkauft wurden 121.436 Immobilien, um 8,3 Prozent mehr als 2015, ein Viertel mehr als 2014 und fast um die Hälfte mehr als 2013. Der Wert der Immo-Verkäufe stieg 2016 gegenüber 2015 um 14,2 Prozent auf 26,9 Mrd. Euro. Enorm stark gewesen seien die Städte.

„Der Immobilienmarkt floriert so gut wie noch nie zuvor", so RE/MAX-Austria-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. 2016 seien mehr Immobilien auf den Markt gekommen. Die Nachfrage sei ungebrochen gut gewesen, das Zinsniveau noch immer historisch niedrig und an sicheren Geldanlagemöglichkeiten herrsche weiterhin Mangel. Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen würden auch heuer für ein gutes Immobilienjahr sprechen, ob das Rekordjahr 2016 nochmals getoppt werden könne, bleibe abzuwarten, erklärte der Maklerverbund.

Wertmäßig wichtigster Immobilienmarkt war laut RE MAX Wien mit 30,6 Prozent aller in Österreich bezahlten Immo-Euro. In der Landeshauptstadt wurden 19.490 Kaufverträge unterzeichnet, im Wert von 8,22 Mrd. Euro. Innsbruck lag 2016 mit 2145 verkauften Objekten im Wert von 577 Mio. Euro an vierter Stelle unter den Landeshauptstädten.

Umsatzstärkster Bezirk außerhalb der Landeshauptstädte war Kitzbühel mit 717 Mio. Euro. Die sechs teuersten verkauften Objekte in Tirol stehen in der Gamsstadt: Die „Einfamilienhäuser" hätten beispielsweise 23,9 Mio. Euro, 23,5 Mio. Euro, 14,5 Mio. Euro, 13,2 Mio. Euro, 10,5 Mio. Euro und 10,0 Mio. Euro gekostet, so RE/MAX

Die Transaktionssumme in Tirol insgesamt belief sich auf 2,9 Mrd. Euro also 14,7 Prozent. Noch nicht in der Statistik angeführt ist das Schlosshotel Lebenberg, das um kolportierte 28 bis 30 Mio. Euro verkauft wurde. Hinter Kitzbühel reihte sich mit insgesamt 596 Millionen umgesetzten Euro bei 2528 Transaktionen Innsbruck-Land an die zweite Stelle der Bezirke außerhalb der österreichischen Landeshauptstädte. Bis auf Reutte fanden in allen Bezirken mehr Immobilientransaktionen statt als im Jahr zuvor. Die Steigerungsraten liegen zwischen 0,1 Prozent in Kufstein und 14,7 Prozent im Bezirk Innsbruck-Land. Einzig Landeck liefert einen Ausreißer mit 63,6 Prozent über dem Vorjahr. Bei der Wertentwicklung liegen alle Tiroler Bezirke zwischen 2,5 Prozent in Landeck und 24 Prozent in Innsbruck-Land und 27,3 Prozent in Schwaz im Plus.

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