salzburg.com - RE/MAX Immospiegel 2016, Einfamilienhäuser

Beitrag vom 11.04.2017

Preise steigen: 575.000 Euro für ein Haus in der Stadt Salzburg

Nachfrage nach Immobilien hat auch die Häuserpreise in die Höhe getrieben. Seit 2011 verteuerten sich Einfamilienhäuser in Österreich um 21 Prozent. 2016 betrug der durchschnittliche Verkaufspreis 208.229 Euro, wie laut Immobilienmakler Remax aus den entsprechenden Eintragungen im Österreichischen Grundbuch hervorgeht.

In Salzburg ist das noch billig. Für ein Haus in Tamsweg zahlt man 205.897 Euro, das sind um 8,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Lungau ist der günstigste Bezirk des Bundeslandes. In Hallein kostet ein Einfamilienhaus 314.068 Euro im Schnitt, in Zell am See 323.322 Euro. Den größten Anstieg gab es indes in St. Johann. Dort stiegen die Preise um 19,7 Prozent auf 357.283 Euro an. Im Flachgau muss man für sein Heim 373.063 Euro bezahlen.

In der Stadt Salzburg sind die Preise am höchsten. 575.089 Euro zahlt der Salzburger durchschnittlich für ein Haus. Wer hier ein Haus besitzen will, könnte sich eine Alternative überlegen: ein Heim im Flachgau und eines im Lungau. Der Preis wäre jedenfalls derselbe.

Glücklich ist, wer bereits eine Immobilie besitzt. Denn der Wertanstieg im Fünf-Jahres-Vergleich liegt bei 25,5 Prozent. Das sei jedoch laut der Studie nur ein bescheidenes Plus: Salzburg liegt damit auf Platz 8 im Ranking. Nur in Niederösterreich war der Zuwachs noch moderater.

2017 sollen die Preise weiter steigen

Auch 2017 ist in Österreich keine Entspannung in Sicht. "Wir rechnen damit, dass die Preise für Einfamilienhäuser um rund 4 Prozent noch ein bisschen anziehen", sagte der Geschäftsführer, Bernhard Reikersdorfer. Es sei zwar ein gutes Angebot vorhanden, aber die Nachfrage sei "wesentlich größer". "Da gibt es in der einen oder anderen Region sicherlich noch Luft nach oben."

Den Plafond eher erreicht sieht er aber "im Westen von Österreich und in Wien", wo die Preise schon "sehr sehr hoch" seien. Darunter versteht er Einfamilienhäuser ab 400.000 Euro.

Am teuersten war ein Haus im abgelaufenen Jahr im Schnitt im Bundesland Wien mit 436.248 Euro. Hier waren auch die Preisausschläge nach oben in den vergangenen Jahren mit einem Plus von 49 Prozent am stärksten. Am teuersten war der Bezirk Döbling mit einem Durchschnittspreis von 1,286.508 für ein Haus - und das obwohl es hier gegenüber dem Jahr davor um 20 Prozent billiger wurde und gegenüber 2011 um 11 Prozent.

Fast so teuer war es österreichweit nur in Kitzbühel mit 1,070.504 Euro - auch hier kam es zu einer Preisberuhigung von rund minus 4 Prozent gegenüber dem Jahr davor, aber zu einer immer noch deutlichen Steigerung von 105 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Die in ganz Österreich billigsten Bleiben waren im Schnitt im niederösterreichischen Waidhofen an der Thaya zu haben - im Schnitt kosteten sie 64.607 Euro, das war zwar um ein Drittel mehr als 2015 und um 11 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.

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