presse-netz.at - RE/MAX Immospiegel 1. Halbjahr 2017

Beitrag vom 16.08.2017 | Autor: Lisa Innerhuber

RE/MAX-ImmoSpiegel 1. Halbjahr 2017: Rekord: Über 60.000 Immobilien-Verkäufe in Österreich

WIEN LEGT SPÜRBAR ZU, VORARLBERG IM SINKFLUG

Amstetten (OTS)
- +1,4% mehr Verbücherungen in den Amtlichen Grundbüchern im ersten Halbjahr 2017
- Deutliche Steigerung bei der Anzahl der Verkäufe in Wien, der Steiermark und im Bundesland Salzburg
- starker Einbruch hingegen in Vorarlberg, ein Minus auch im Burgenland
- Wert der gehandelten Immobilien bis Juni 2017 bei rund 14 Mrd. Euro (+6,2%) - Tirol, Steiermark und Kärnten mit jeweils über +15%
- Niederösterreich Spitzenreiter bei der Anzahl der Verbücherungen, Wien beim Wert der gehandelten Immobilien
-Zinshaus in Wien 1 um 48 Mio. Euro teuerste verkaufte Immobilie

 

Nach den Jahrhundert-Steigerungsraten im Vorjahr hat eigentlich niemand mehr an ein weiteres, großflächiges Wachstum geglaubt. Doch die Käufer und Verkäufer haben - so die Zahlen - anders entschieden und noch einen kleinen Spitz auf das Sahnehäubchen draufgesetzt: Im ersten Halbjahr 2017 wurden um +1,4% mehr Immobilien verbüchert als noch im Jahr zuvor.

Die Grundbuchsgerichte hatten 2017 somit um +60% mehr Anträge abzuarbeiten als noch vor 4 Jahren! Das geringe Wachstum heuer heißt aber auch: Verschnaufpause bei der Anzahl der verkauften Immobilien auf allerhöchstem Niveau.

60.312 Immobilien wurden laut RE/MAX ImmoSpiegel verbüchert, das sind um +860 mehr als im Vorjahr und sogar um +12% mehr als noch im ersten Halbjahr 2015.

„Die Ursache für die weiterhin erfreuliche Immobilienmarkt- Situation mit einem leichten Wachstum kann nicht - wie mehrmals in der Vergangenheit - bei einer Steuerreform oder einer gravierenden gesetzlichen Änderung gesucht werden, denn die gab es nicht", erklärt der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA.

„Bei der Bevölkerung sind Immobilien weiterhin als Investition für den Eigenbedarf und als Anlageform sehr beliebt. Das Angebot ist gut, die Auswahl dementsprechend groß, die Nachfrage weiterhin hoch und das Zinsniveau niedrig - alles wichtige Parameter für einen gut florierenden Immobilienmarkt. Nach den derzeitigen Ergebnissen und den vorliegenden Prognosen für das zweite Halbjahr kann das Jahrhundertergebnis vom Vorjahr erreicht ja möglicherweise sogar noch übertroffen werden", so Reikersdorfer weiter.

Der Wert der im ersten Halbjahr verbücherten Immobilien stieg um +6,2% auf 13,9 Mrd. Euro. Das ist einerseits ein neuer Rekord und andererseits der geringste Zuwachs seit Beginn der Immobilienspiegel-Analyse im Jahr 2009. Einzig im Krisenjahr 2013 war der Zuwachs geringer, nämlich negativ.

Die regionale Entwicklung geht allerdings nicht immer konform mit dem Bundestrend, Mengenmäßig signifikant nach oben. Steiermark (+4,7%) und im Bundesland Salzburg (+4.2%) - nach

Die Bundesländer Tirol (+16,7%), Steiermark (+16,0%) und Kärnten (+15,5%) haben im ersten Halbjahr 2017 ebenso wie die Bundesländer Salzburg, Burgenland und Niederösterreich ein zweistelliges Plus beim Verkaufswert zu verzeichnen. Vorarlberg liegt hingegen -8,7% hinter dem Vorjahr. Eine leichte Veränderung des Trends oder möglicherweise sogar eine leichte Entspannung zeichnet sich taut RE/MAX-Experten in Wien ab: die Umsatzsteigerungen (+2,7%) waren geringer als die Mengensteigerungen. „Kleinere Immobiliengrößen, geringere Preise oder eine Verschiebung innerhalb der Immobilientypen könnten". so Mag. Anton Nenning von RE/MAX Austria, „die Ursache dafür sein."

Parallel dazu ist im ersten Halbjahr 2017 der Wertanteil Wiens am österreichischen Gesamtmarkt von 31,3% auf 30,3% gesunken. Trotzdem fließt auf dem Wiener Immobilienmarkt noch immer annähernd so viel Geld, wie in den 5 Bundesländern Burgenland, Kärnten, Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich gemeinsam im ersten Halbjahr 2017 für Immobilienkäufe.

 

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