NÖN Bauen & Wohnen - Immobilienmarkt 2019

Beitrag vom 04.03.2019

Baugründe: Um Wien wird's eng

Die Immobilien-Experten von RE/MAX rechnen mit steigenden Preisen und einem knappen Angebot.

Baugrundstücke sollen im Jahr 2019 einen Nachfragezuwachs von 6,1 Prozent in Niederösterreich erleben. Das ergibt sich aus der aktuellen Prognose des Immobilienmaklers RE/MAX Austria. Von allen bei  den RE/MAX-Immobilienexperten abgefragten Immobilientypen sei das der höchste Wert gewesen, so das Unternehmen. Bei der Nachfrage liegen wie in den letzten Jahren auch die Einfamilienhäuser vorne (+4,6 Prozent). In Summe deutet die Prognose auf weiterhin leicht steigende Preise für Wohnimmobilien hin, allerdings unter den Vorjahres-Steigerungsraten. Die Nachfrage steigt generell stärker als das Immobilien-Angebot. Der Ausblick für Niederösterreich ist durchwegs positiv: Es soll laut Experten um 3,1 Prozent mehr Nachfrage (Prognose 2018: +3,4 Prozent) geben, um 0,8 Prozent mehr Objekte (2018: +1,6 Prozent) und um 3,2 Prozent höhere Immobilienpreise (2018: +4 Prozent). Dennoch bleiben die erwarteten Daten für 2019 auf einem niedrigeren Niveau als in den vergangenen zwei Jahren.

Baugrundstücke im Speckgürtel sehr beliebt

Für den Speckgürtel rund um Wien prognostizieren die RE/MAX-Experten, dass sich ein erheblicher Preisdruck aufbauen wird. Denn es gibt ein erhebliches Nachfrageplus bei Baugrundstücken, jedoch ein um 3,3 Prozent geringeres Angebot.Vermutet wird vonseiten RE/MAX, dass wertvolle Wiener Eigentumswohnungen von den Besitzern in ein neues noch zu bauendes Einfamilienhaus in Wien-Nähe getauscht werden soll. Zugpferde am Markt sind die Baugrundstücke mit einem Nachfragezuwachs. Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in guten Lagen in Niederösterreich liefern sich um den zweiten Rang ein knappes Rennen: Bei der Nachfrage liegen die Einfamilienhäuser vorne (+4,6 Prozent) und beim Preis die Eigentumswohnungen in Top-Lagen mit +4 Prozent. Die Preisentwicklung für Einfamilienhäuser folgt mit +3,6 Prozent. .Für Eigentumswohnungen in Stadtrand-Lagen prognostizieren die RE/MAX-Experten eine unveränderte Preis-Dynamik. Für land- und forstwirtschaftliche Flächen ist eine kleine  Preisbewegung nach oben.

Einfamilienhäuser sind immer noch beliebt

Bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen in guten Lagen herrscht im Land nach wie vor eine hohe Nachfrage. „Derzeit ist St. Polten Stadt ein hochinteressanter Markt, es herrscht eine rege Bau- und Kauftätigkeit", sagt Bernhard Baumgartner, Geschäftsführer von RE/MAX Plus in St. Polten. Das würde sich auch in den vielen bereits verkauften Eigentumswohnungen widerspiegeln. Wilhelm Fetscher, Geschäftsführer von RE/MAX DCI, sagt vorher, dass sich der Speckgürtel bei guter Verkehrsanbindung immer weiter ausdehnen werde. Das Preisniveau von Wien und den guten Lagen im Speckgürtel sei fast schon ident: „Ist eine entsprechend gute Infrastruktur nicht gegeben, spiegelt sich dies sofort sehr stark bei Nachfrage und Preis." Laut Fetscher gebe es ein Überangebot an Mietwohnungen: „Es wurden in den letzten Jahren sehr viele Neubau-Wohnungen zur Veranlagung gekauft. Die oft zu optimistischen Mietzins-Vorstellungen sind für viele Mietinteressenten einfach nicht leistbar. Sowohl in Wien als auch im  umliegenden Speckgürtel gibt es leider zu wenig leistbaren Wohnraum."

Bundesländervergleich

Die Immobilien-Experten von RE/MAX Austria erwarten in allen Bundesländern Österreichs Preissteigerungen bei den Immobilien. Bundesweit rechnet man mit einer Preisänderung von plus 3,6 Prozent. Niederösterreich liegt im Ländervergleich an vierter Stelle:

Preisänderungen zu 2018 in Prozent:
Burgenland: +3,8
Kärnten: +5,1
Niederösterreich: +3,2
Oberösterreich: +2,6
Salzburg: +3,5
Steiermark: +4,9
Tirol: +2,6
Wien: +3,6

RE/MAX etabliert derzeit das neue „Digitale Angebotsverfahren" (DAVE) Der Kaufantrag kann nun online gestellt werden. Auf diesem Weg soll die Preisgestaltung transparenter werden.

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