Neue Vorarlberger Tageszeitung - RE/MAX Immospiegel, 1. Halbjahr 2018

Beitrag vom 21.08.2018

Immobilienmarkt verbucht Rekordwerte

RE/MAX ImmoSpiegel: Im Ersten Halbjahr 2018 wurden fast 65.000 Immobilien verbüchert. Vorarlberg ist Spitzenreiter beim Wert-Wachstum.

Immobilien als Investition für den Eigenbedarf sind weiterhin sehr begehrt. Aber auch Anleger interessieren sich mangels fehlender alternativer Geldanlagemöglichkeiten sehr dafür. Die nach den Rekordjahren erwartete, leichte Ver- schnaufpause bei den Immobilienverkäufen lässt vorerst weiter auf sich warten", sagt Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von RE/MAX Austria. Um plus Z6 Prozent mehr Verkäufe als im ersten Halbjahr des Vorjahres und um plus 74 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren: Die Ver- kaufszahlen für 2018 liegen somit über den Rekordwerten von 2016 und 2017, und ganz deutlich über jenen von all den Jahren zuvor. Nach Angaben des RE/MAX ImmoSpiegels sind heuer im ersten Halbjahr 64.901 Immobilien verbüchert worden. „Neben dem großen Bedarf an Wohnraum zur Eigennutzung sowie zu Vorsorge- und Anlagezwecken gibt es weitere Ursachen für den Boom am Immomarkt", berichtet Reikersdorfer. So sei beispielsweise eine Binnenwanderung aus weniger gut erschlossenen Alpentälern und aus Randlagen in verschiedenen Bundesländern in die städtischen Ballungszentren beziehungsweise deren Speckgürtel zu beobachten. Dazu komme noch der Zuzug aus Deutschland sowie aus anderen EU-Ländern und, wenngleich in geringem Umfang, auch von außerhalb. „Das Immobilienangebot ist nach wie vor gut, die Nachfrage hoch, das Zinsniveau historisch niedrig und die Grundstimmung in der Wirtschaft und der Bevölkerung positiv", fasst der Experte zusammen. Im Moment würden somit alle Voraussetzungen für einen gut florierenden Immobilien- markt passen.

Anstieg der Verkaufszahlen.
Die regionalen Entwicklungen laufen allerdings durchaus nicht immer parallel zum Bundes- trend. Mengenmäßig signifikant nach oben zeigen die Immobilien-Verkaufszahlen beispielsweise in Vorarlberg (plus 9,2 Prozent) oder in Wien (plus 15 Prozent). Nach unten gehen die Zahlen jedoch im Burgenland (-4,9 Prozent) und Salzburg (-5,4 Prozent). Gemessen an investierten Euros liegt Vorarlberg bei der Wachstumsrate mit einem Plus von 23,9 Prozent klar voran. Die Steiermark folgt mit einem Plus von 20,1 Prozent und Wien mit einem Plus von 18,3 Pro- zent. „Eine grobe Preistendenz über alle Immobilientypen und Preislagen hinweg ergibt der Vergleich der beiden Steige- rungsraten von Immobilienverkaufszahlen und Gesamtwert", erläutert Anton Nenning, Managing Director, bei RE/MAX Austria. Besagte Tendenz liege für Gesamtösterreich und die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg und Steiermark bei rund plus vier Prozent, für Niederösterreich bei sechs Prozent und für Wien bei drei Prozent. Ausreißer in der Preistendenz seien Vorarlberg mit plus 15 Prozent und das Burgenland mit plus 20 Prozent.

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