Die Kleine Zeitung - RE/MAX Austria Pressekonferenz 2017

Beitrag vom 04.01.2017

Immobilien-Party am Höhepunkt

Wer es sich leisten kann, strebt nach Eigentum. So lan-ge die Zinsen niedrig sind, haben Immobilien Hochkonjunktur. Investoren treiben in Graz die Mieten.

 

Die starke Nachfrage nach Immobilien ist ungebrochen. „2017 wird sogar noch mehr Dynamik bringen als 2016", sagt RE/MAX Austria-Geschäftsführer Anton Nenning. 144.000 Immobilien sind derzeit österreichweit auf dem Markt, 75.500 zum Kauf und 68.500 zur Miete. 2016 wechselten mit rund 120.000 so viele Objekte wie noch nie den Besitzer. Der Wert der Käufe: 27 Milliarden Euro, ein Plus von 14 Prozent. Laut RE/MAX wird auch heuer die Nachfrage größer sein als das Angebot - was die Preise in ganz Österreich im Schnitt um 3,9 Prozent treiben dürfte.

 

In der Steiermark erwartet RE/ MAX sogar einen durchschnittlichen Preisschub von 5,8 Prozent. Im Ballungsraum Graz sind Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser und Bau-grundstücke hoch im Kurs, weiß Margot Clement, Chefin des Grazer Unternehmens RE/ MAX for all. Weil die Renditen etwas höher seien als in anderen Großstädten, werde Graz gerade von Investoren aus anderen Bundesländern entdeckt, erklärt Alois Marchel von RE/MAX Classic. Inzwischen sind Clement zufolge in Graz 2000 leere Mietwohnungen auf dem Markt, woraus sie schließt: „Vermieter können nicht mehr jeden Preis verlangen." Allerdings ist der Zuzug groß. Jährlich übersiedeln etwa 6000 Menschen nach Graz. Insgesamt soll die Nachfrage in der Steiermark um 5,4 Prozent steigen, das Angebot um 3,8 Pro-zent, woraus sich der erwartete Preisanstieg von 5,4 Prozent er-gibt. Häuser und Wohnungen in Toplagen könnten sogar um 7,2 Prozent teurer werden, Eigentumswohnungen am Stadtrand noch um vier Prozent, Bau-grundstücke um 6,7 Prozent. Im Speckgürtel von Graz seien Objekte rar. In entfernteren Landgemeinden stagniert die Nach-frage. Teilweise ist aber auch am Land die Nachfrage größer als das Angebot. Das treffe etwa auf einige Orte im Ennstal zu. Generell problematisch sei die Vermittlung von Gewerbeobjekten und Eigentumswohnungen in Randgemeinden. Eine Überhitzung des Marktes sieht RE/MAX-Austria-Chef Bernhard Reikersdorfer nicht. Zwar sei die „Kauflust auf einem historischen Höchst-stand". Bei steigenden Zinsen erwartet er aber starke Markt-veränderungen. RE/MAX Austria setzte mit 44 Millionen Euro zehn Prozent mehr um als 2015 und schloss fast 10.000 Transaktionen ab.

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