Rekordjahr 2017: Rund 50.000 Wohnungsverkäufe mit einem Gegenwert von 10,6 Mrd. Euro

Beitrag vom 27.03.2018 | Autor: Anton E. Nenning

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RE/MAX präsentiert wieder den fundierten Gesamtüberblick über Eigentumswohnungsmarkt 2017

Österreichs Grundbücher melden neuen Rekord bei Wohnungsverkäufen

Auch 2017 wurden in Österreichs Grundbüchern wieder Rekorde verzeichnet, berichtet RE/MAX Austria: 49.584 Wohnungen wurden auf den Grundbuchsgerichten verbüchert, dies entspricht einem Plus von 1.738 Wohneinheiten oder +3,6% mehr als im bisherigen Rekordjahr 2016.

Der Wert der gehandelten Wohnungen stieg dabei auf 10,57 Mrd. Euro, das sind um +907 Mio. Euro (+9,4%) mehr als im Jahr 2016. Somit ist der Markt zwar wieder gewachsen, allerdings auch wieder prozentuell geringer als im Jahr zuvor.

Dies geht aus dem RE/MAX ImmoSpiegel für Eigentumswohnungen für das Jahr 2017 hervor, den Österreichs führendes Maklernetzwerk heute veröffentlicht hat. Mehr dazu unter: www.remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise.

Die Basisdaten dazu enthalten alle in ganz Österreich tatsächlich verkauften und verbücherten Wohnungen. Sie kommen via Kaufvertragssammlung von IMMOunited – den Experten für Immobiliendaten – und werden von RE/MAX Austria Research lückenlos für ganz Österreich analysiert und im RE/MAX ImmoSpiegel veröffentlicht. „Perfekte Transaktionsdatensätze generieren wir nicht nur mit der Erfassung der Immobilienkaufverträge aus dem Grundbuch. Wir ergänzen diese Informationen zum Beispiel mit historisch erfassten Nutzwertgutachten, mit Hardfacts aus vorangegangenen Immobilieninseraten, mit Flächen- und Gebäudeinformationen aus dem österreichischen Grundstücksverzeichnis, mit Flächenwidmungen aus Flächenwidmungsplänen der österreichischen Bundesländer und verifizieren letztendlich die Ergebnisse mit wertvollen Informationen unserer Makler-Partnerunternehmen. Nur so können wir die beste Qualität unserer angebotenen Immobilien-Transaktionsdatensätze für unsere Kunden sicherstellen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.

Mehr zur unterschiedlichen Qualität der Datenquellen und der Berechnungsmodelle auf www.remax.at/presse/immospiegel/datenqualitaet.

Die Steigerung bei der Anzahl der Wohnungsverkäufe geht vor allem auf das Konto von Neubauten. Diese sind um +8,5% gestiegen, während die Anzahl der verkauften Gebrauchtwohnungen nur um +1,4% zugelegt hat. Der Anteil an neu gebauten oder von Bauträgern sanierten Wohnungen an den Gesamtverkäufen lag 2017 bei 33,1% und damit um +1,5% über 2016.

Gedämpftes Wachstum auf höchstem Niveau

Im Gegensatz zu 2016 berichten für 2017 die RE/MAX-Experten nicht mehr für alle Bundesländer einen Anstieg bei der Anzahl und beim Wert der gehandelten Wohnungen. Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg liegen jeweils knapp unter den Werten des Rekordjahres 2016, aber über 2015.

Auch die Zuwachsraten der sechs anderen Bundesländer flachten ab. „Das heißt, in Summe ist die Anzahl der verkauften Wohnungen weiter gestiegen. Die Preise haben in allen Bundesländern außer Tirol zugelegt, aber insgesamt ist eine deutliche Beruhigung erkennbar“, erläutert der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA, und „in allen Bundesländern finden sich Bezirke, die weniger Wohnungsverkäufe zu verzeichnen hatten als im Jahr zuvor und Bezirke mit geringeren Durchschnittspreisen.“

In Summe zählten die RE/MAX Analysten 59 Bezirke (inklusive der darin liegenden Statutarstädte) mit mehr Wohnungsverkäufen, 45 Bezirke mit weniger, 2 Bezirke liegen auf Vorjahresniveau und Wien-Umgebung ist ja bekanntlich auf die Nachbarbezirke aufgeteilt worden.

Jede zweite Wohnung kostet unter 117.000 oder über 260.000 Euro

Die Grundbuchsdaten der 2017er-Verbücherungen zeigen, dass ein Viertel aller gehandelten Wohnungen in Österreich mindestens 261.668 Euro und ein weiteres Viertel weniger als 117.230 Euro kostete.
Die Preise an der Grenze zum unteren Viertel sind demzufolge um +9,6%, also doppelt so stark wie im Jahr zuvor (+4,9%) gestiegen.
Die Preissteigerung an der Grenze zum oberen Preisviertel ist annähernd konstant geblieben und hat von +4,2% auf +4,7% zugelegt.
Im Bereich der Neubauten/Sanierung liegen 50% der Wohnungspreise zwischen 169.622 und 310.000 Euro (jeweils ein Viertel darüber und ein Viertel darunter). Die Preise, die ausschließlich für Gebraucht-Wohnungen bezahlt wurden, bewegten sich analog (1. Viertel, 4. Viertel) zwischen 99.000 und 230.000 Euro.

Typischerweise kostete 2017 in Österreich eine Wohnung 194.208 Euro und damit um 11.384 Euro oder +6,2% mehr als 2016.

„Unsere jährliche RREFIX-Expertenbefragung im Dezember 2016 hat +5,6% Preisanstieg für 2017 für Eigentumswohnungen in zentralen Lagen, also dort, wo sich am meisten bewegt, prognostiziert. Im März 2018 sehen wir, dass diese Prognose ziemlich genau eingetroffen ist: Um +6,5% ist der Quadratmeterpreis für eine verkaufte Eigentumswohnung von 2016 auf 2017 nach oben gegangen“, freut sich Reikersdorfer über die Treffsicherheit von RE/MAX Austria Research.

Deutliches Preisplus in Nieder- und Oberösterreich, Wien nur auf Rang 4

Während 2016 vor allem der Westen (Tirol und Vorarlberg) den Preistrend nach oben befeuerte, waren es 2017 Nieder- und Oberösterreich. Das Burgenland schlägt trotz höchster Wert-Steigerungsrate aufgrund der geringen Menge in der Gesamtstatistik wenig durch.

5-Jahres-Vergleiche signalisieren Entspannung

Im bundesweiten 5-Jahres-Vergleich haben die typischen Preise für Eigentumswohnungen um +32,2% angezogen. Das sind damit nur exakt +0,4% Prozentpunkte mehr als im 5-Jahres-Vergleich noch vor einem Jahr.

Die Mindestpreisuntergrenze zu den teureren Wohnungen im oberen Preisviertel ist von 2012 auf 2017 um +29,3% gestiegen, die Maximalpreisobergrenze der günstigeren Wohnungen im unteren Preisviertel um +46,5%. „Wie in den meisten Jahren zuvor ist der langjährige Preisanstieg im Bereich der kleineren und günstigeren Wohnungen stärker als im Bereich der teureren und größeren“, sagt Bernhard Reikersdorfer.

Besonders an Preis und Wert gewonnen haben seit 2012 die Wohnungen in Burgenland (+53,7%) und in Niederösterreich (+48,0%). Wien liegt mit +37,9% erst auf Rang 3.

Die Wohnungsgrößen waren im Jahr 2017 leicht rückläufig und lagen im Schnitt bei 66,9 m² (-1,5% im Jahresvergleich).

W I E N:

2 von 3 Immobilienverkäufen sind Wohnungen

Während im Bundesgebiet nur 4 von 10 Immobilienkaufverträgen Eigentumswohnungen betreffen, sind es in Wien rund 7 von 10, exakt 68,7%. Der Wertanteil der Eigentumswohnungen am Wiener Gesamtimmobilienmarkt lag 2017 bei 41,9% der gesamten Wiener Verbücherungssumme. Vor allem auch Mehrfamilienhäuser, Zinshäuser und gemischt genutzte Gebäude beeinflussen in Wien die Wert-Statistik.

14.681 Eigentumswohnungen um insgesamt 3,67 Mrd. Euro wechselten 2017 in Wien die Besitzer. Das waren um +883 Wohneinheiten (+6,0%) und um 428 Mio. Euro (+13,2) mehr als 2016. Der Anteil der Neubauten lag mit 34,7% knapp beim Bundesschnitt von 33,1%.

Damit ist der Wohnungsmarkt in Wien mengenmäßig mit 29,6% und wertmäßig mit 34,7% mindestens drei Mal so wichtig wie in jedem anderen Bundesland. Und der Wiener Anteil ist 2017 noch weiter gewachsen: um +0,7 Prozentpunkte bei der Anzahl der Wohnungsverkäufe und um +1,2 Prozentpunkte beim Wert.

Vorarlberg und Salzburg: teurer als Wien

Die Preise für Eigentumswohnungen lagen 2017 in Wien typischerweise bei 224.861 Euro. Eine Wohnung in Wien ist damit weiter billiger als in Vorarlberg und Salzburg, aber anders als im Vorjahr teurer als in Tirol.
Im Vergleich zu 2016 ist der typische Wiener Wohnungspreis nach einer Verschnaufpause von +1,7% im Jahr 2016 um +8,1% gestiegen.

Gebraucht-Wohnungsmarkt befeuert Wohnungs-Preis stärker als Neubau

Während die Neubaupreise in Wien statistisch tendenziell gesunken sind, haben die Preise für gebrauchte Wohnungen um +10,9% zugelegt. Somit beträgt der Preisaufschlag für Neubau- bzw. Erstbezugswohnungen auf den Gebrauchtwohnungspreis in Wien im Schnitt nur +28%, während er in fast allen anderen Bundesländern bei 50% und mehr liegt.

Günstige Klein-Wohnungen mit erheblichen Wertzuwächsen

Ein Viertel der Wiener Wohnungen kostete weniger als 141.110 Euro und damit um +17,6% mehr als 2016. In 3 von 4 Fällen kosteten Erstbezugswohnungen in Wien mehr als 182.775 Euro, gebrauchte Wohnungen dagegen mehr als 121.575 Euro. „Wien hat im untersten Wohnungspreis-Segment den geringsten Preisabstand zwischen Neubau und gebrauchten Wohnungen unter allen Bundesländern. Das ist wohl der statistische Beweis für den enormen Bedarf an kleinen, günstigen Wohnflächen“, sagt Mag. Anton Nenning, Managing Director von RE/MAX Austria.

Immerhin hat der Maximalpreis für das billigste Viertel aller Wiener Eigentumswohnungen in den letzten 5 Jahren insgesamt um exakt +69,9% zugelegt, während der Minimalpreis für das obere Preisviertel um „nur“ +31,1% angezogen hat.
Am oberen Ende der Preisskala kostete ein Viertel aller Wohnungen mindestens 295.000 Euro, also um +3,9% mehr als noch 2016.

Statistisch ist eine 2017 verkaufte Wiener Wohnung lt. RE/MAX Research 63,1 m² groß und damit um 2,5 m² kleiner als im Jahr zuvor.

Quadratmeterpreise nach 3 ruhigeren Jahren wieder aktiv

Auf den Quadratmeter umgerechnet kostete 2017 eine Wohnung in Wien 3.746 Euro. Gesplittet bedeutet das 4.017 Euro für Erstbezug und 3.413 Euro für gebrauchte Wohnungen. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise sind damit um +304 Euro (+8,8%) höher als 2016. Die Quadratmeterpreise sind nach 3 beinahe stabilen Jahren demnach wieder erheblich angestiegen.

Im Bundesländervergleich ist dies die vierthöchste Steigerungsrate. Im 5-Jahres-Vergleich ergibt das eine Steigerung des Quadratmeterpreises von +43,8%, ähnlich wie in der Steiermark oder in Vorarlberg.

Billige Quadratmeterpreise: waren einmal billig!

So erfreulich die sozialpolitische gute Nachricht für 2016 war, dass die Quadratmeterpreise im unteren Preissegment nachgeben, so unerfreulich ist der Befund, dass ebendort 2017 ein erheblicher Preissprung stattgefunden hat. Ein Plus von 17,7 % katapultierte die Quadratmeterpreise der billigeren 25% aller verkauften Wiener Wohnungen nach oben, von 2.531 Euro auf 2.979 Euro. „Damit ist Wohnen im Eigentum im unteren Preissegment auf den Quadratmeter bezogen in Wien so teuer wie in keinem anderen Bundesland, konstatiert Reikersdorfer.

Am anderen, oberen Ende als Einstiegspreis in die Oberklasse (Top 25%) gab es dagegen nur eine Preissteigerung von +4,6% auf 4.482 Euro. Der relative Abstand vom unteren Preisviertel zum oberen ist nirgends kleiner als in Wien: Während in Tirol der Abstand plus 86% und in Niederösterreich plus 68% beträgt, genügen in Wien plus 50%, eben weil die billigen Quadratmeter bereits so teuer sind.

Der Bezirk macht den Quadratmeter-Preis!

Das zweite Mal nach 2013 sind die typischen Quadratmeterpreise in Wien Innere Stadt wieder fünfstellig. Ohnehin stark schwankend aufgrund der geringen Anzahl an verkauften Wohnungen schlug das statistische Preispendel 2017 im Ersten wieder massiv nach oben aus und endete bei 10.162 Euro – im Schnitt wohlgemerkt. Schwacher Trost: Jede vierte Wohnung im Ersten kostete pro Quadratmeter höchstens 7.539 Euro. Andererseits schlug aber auch ein weiteres Viertel aller 1010-Wohnungadressen mit mindestens 12.723 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Das waren um +26% mehr als 2016, aber auch um -11% weniger als 2013.

Wieden wieder Zweiter beim typischen Quadratmeterpreis

Auch 2017 verschoben sich die Platzierungen der teuersten Wiener Wohnbezirke wieder erheblich: Hinter Innere Stadt auf Platz 2 Wieden mit 5.777 Euro/m², gefolgt von Josefstadt mit 4.912 Euro/m² am dritten Platz. Knapp beisammen die Ränge 4 bis 6: Alsergrund, 2016 noch Nr. 8 (4.872 Euro/m²), Mariahilf (4.730 Euro/m²) und Neubau (4.706 Euro/m²). Döbling belegt den 7. Platz (2016: Nr. 3) mit 4.540 Euro/m², Währing folgt mit 4.331 Euro/m², dahinter Hietzing mit 4.172 Euro/m², knapp vor dem Dritten (Landstraße) mit 4.161 Euro/m². Die Leopoldstadt mit 4.069 Euro/m² beendet die Liste der 11 Bezirke mit typischen Quadratmeterpreisen von mehr als 4.000 Euro.

Simmering löst Rudolfsheim-Fünfhaus als günstigsten Bezirk ab

Die niedrigsten Quadratmeterpreise im Schnitt verzeichnete RE/MAX in Simmering mit 3.064 Euro. Darüber lagen alle anderen Bezirke, beginnend mit Rudolfsheim-Fünfhaus (3.225 Euro), Brigittenau (3.291 Euro) und Floridsdorf (3.311 Euro). Ein Ottakringer Quadratmeter schlug mit 3.316 Euro zu Buche, ein Favoritner mit 3.324 Euro. In Penzing, im Westen, kostete ein Wohnungsquadratmeter 3.542 Euro, in Meidling 3.606 Euro, in Liesing 3.648 Euro, in Hernals 3.676 Euro, in Margareten 3.794 Euro und in der Donaustadt, dem nächsten Anwärter für den Sprung über die 4.000er Grenze, 3.797 Euro.

Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen in Wien veröffentlicht RE/MAX Research kostenlos unter www.remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#wien.

Nur 2 von 23 Bezirken mit Preisrückgängen

In zwei Wiener Bezirken sind die typischen Quadratmeterpreise nach unten gegangen, nämlich im 16. (Ottakring) und im 19. (Döbling). Überall sonst haben die Quadratmeterpreise angezogen, am stärksten in den Bezirken 1., 22., 15., 6., 4. und 9., nämlich mit Werten von rund 20% und mehr.

Wohnungspreise in Wiener-Bezirken zwischen 160.000 Euro und einer Million

Die günstigsten Wohnungen gab es 2017 nach den Auswertungen von RE/MAX Austria in Rudolfsheim-Fünfhaus um 158.111 Euro.

In der Brigittenau kostete eine Wohnung 2017 im Schnitt 163.902 Euro, in Ottakring 173.378 Euro, in Favoriten 183.491 Euro, in Simmering 187.326 Euro und in Hernals 194.800 Euro. Der Bezirk Meidling lag mit 202.228 Euro als erster Bezirk über der 200.000-Euro-Grenze, knapp vor Floridsdorf mit 204.438 Euro. Es folgen die Bezirke Margareten mit durchschnittlich 208.692 Euro, Penzing mit 210.910 Euro, Donaustadt mit 227.286 Euro, Leopoldstadt mit 233.869 Euro und Landstraße mit 245.133 Euro.

Die Top 3 bei den durchschnittlichen Wohnungspreisen sind die Bezirke Döbling mit 331.614 Euro, Wieden mit 355.737 Euro und Platz eins in der Statistik belegt der 1. Bezirk mit durchschnittlich 955.726 Euro für eine Wohnung. Die Preisbandbreite im Ersten ist aber auch beachtlich: Ein Viertel der verkauften Wohnungen lag unter 469.500 Euro und ein Viertel über 1.366.667 Euro. Im Vergleich zu berücksichtigen sind natürlich die unterschiedlichen durchschnittlichen Wohnungsgrößen in den einzelnen Bezirken. Statistisch sind die verkauften Wohnungen in Wien 1 am größten.

Die Details zu allen Bezirken und weitere Differenzierungen zu Erstbezug, Neusanierung und Gebrauchtwohnungen auf www.remax.at/presse/immospiegel/erstbezug.
 

H I G H L I G H T S aus den B U N D E S L Ä N D E R N

Bregenz vor Salzburg teuerste Landeshauptstadt. Innsbruck auf Rang 3.

Die teuersten Wohn-Bezirke außerhalb von Wien und den Landeshauptstädten liegen in Tirol, Vorarlberg und Salzburg: Im Bezirk Kitzbühel kostete 2017 eine Wohnung im Schnitt 351.478 Euro, ein Viertel zwar weniger als 160.863, aber ein anderes Viertel auch mindestens 483.000 Euro. Der Bezirk Landeck, wo der Wohnungsmarkt 2016 einen erheblichen Preisauftrieb spürte, lag 2017 unter 2016 und erbrachte als typischen Preis 297.720 Euro.

Klagenfurt Land (Wörthersee!) folgt aufgrund von Neubauwohnungen im Luxus-Preissegment auf Rang 3, gefolgt von den Bezirken Feldkirch in Vorarlberg, Bludenz, Flachgau (Salzburg-Land), Pinzgau (Zell am See), Dornbirn, Schwaz in Tirol und erst auf Rang 10 Mödling bei Wien.

 

B U N D E S L Ä N D E R  im  D E T A I L

STEIERMARK weiterhin zweitgrößter Wohnungsmarkt

Dank Graz ist die Steiermark mit 7.348 verbücherten Wohneinheiten 2017 nicht nur der zweitwichtigste Wohnungsmarkt hinter Wien, sondern den anderen Bundesländern auch um rund 1.500 Verkäufen pro Jahr voraus.
Um +420 Wohnungen mehr als 2016 fanden neue Eigentümer, ein Plus von +6,1%.
Der Gegenwert lag bei 1,125 Mrd. Euro, ein Plus von 121 Mio. Euro oder +12,1%.

Im steirischen Landesschnitt kostete 2017 laut RE/MAX ImmoSpiegel eine Wohnung 141.884 Euro, um 5,5% mehr als 2016. In Graz, wo alleine 4.066 Eigentumswohnungs-Verbücherungen stattgefunden haben, lag der Preis bei 165.735 Euro und damit um 6,2% über dem Vorjahr.

Mehr Verkäufe gab es neben Graz (+442) und Graz-Umgebung (+143) auch in Deutschlandsberg (+50) und im Murtal (+36). Die anderen Bezirke lagen mengenmäßig hinter den 2016-er Verkaufszahlen zurück.

Grazer Wohnungen deutlich günstiger als in Wien

Die steirische Landeshauptstadt weist mit ihren Wohnungen eine große Bandbreite an Möglichkeiten auf: Jeder vierte Wohnungskäufer bezahlte höchstens 108.000 Euro (zum Vergleich in Wien 141.110 Euro). Das oberste Preis- und Qualitätsviertel beginnt in Graz bei 213.985 Euro, in Wien bei 295.000 Euro.

Die Quadratmeterpreise lagen in Graz im Schnitt bei 2.727 Euro, wobei das günstigste Viertel unter 2.039 Euro kostete und das teuerste Viertel über 3.340 Euro. Für Erstbezugs-Wohnungen berechneten die RE/MAX-Experten Quadratmeterpreise im Schnitt von 3.167 Euro. Ein Viertel kostete dabei weniger als 2.658 Euro und ein Viertel mehr als 3.710 Euro.

5-Jahres-Vergleich

Im 5-Jahres-Vergleich legten die Grazer Wohnungspreise um +30,2% zu, weniger als der steirische Schnitt mit +32,3%.

Schnäppchen an der Mur

Teuerster Landbezirk pro Eigentumswohnung hinter Graz-Umgebung mit 155.769 Euro
(-3,6%) war 2017 Deutschlandsberg mit 131.993 Euro (+15,8%). Knapp beisammen folgten die Bezirke Liezen (122.344 Euro, +0,7%), Hartberg-Fürstenfeld (121.913 Euro, +21,8%), Weiz (120.644 Euro, -5,0%), Südoststeiermark (120.360 Euro, +7,5%) und Leibnitz (118.120 Euro, -0,6%).

Um fünfstellige Beträge erwarben die neuen Besitzer ihre Wohnungen in den Bezirken Leoben (79.961 Euro, -0,6%), Bruck-Mürzzuschlag (75.162 Euro, -10,8%), Voitsberg (71.832 Euro, -7,3%), Murau (65.728 Euro) und im Bezirk Murtal (58.314 Euro).

Mehr Fakten dazu unter www.remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#steiermark.

NIEDERÖSTERREICH: +6,0% mehr Wohnungsverkäufe

In Niederösterreich, dem Land der Einfamilienhäuser, wurden 2017 5.893 Wohnungen an neue Eigentümer übergeben. Rang 3 hinter Wien und Steiermark. Das waren um 335 (+6,0%) mehr als 2016. Der Gegenwert in Euro betrug 1,02 Mrd., um +18,0% mehr als zuletzt. 375 Mio. Euro entfielen davon auf Neubauprojekte und 649 Mio. Euro auf gebrauchte Wohnungen.

Umgelegt auf den Einzelpreis pro Wohnung bedeutete das laut RE/MAX Austria einen typischen Preis von 163.582 Euro, bei Erstbezug 224.578 Euro, bei gebrauchten Wohnungen 141.305 Euro. Somit haben die Wohnungspreise im Schnitt um +11,8% zugelegt, Neubauten um +16,4% und Gebrauchte um +10,2%.

Niederösterreichs Wohnungen sind rund um Wien

In den Bezirken rund um Wien wurden mehr Wohnungen gehandelt als anderswo: Mödling führt laut dem RE/MAX ImmoSpiegel die Mengenstatistik mit 1.217 Wohnungen an, das sind doppelt so viele wie im ganzen Burgenland.

Mit 693 Wohnungen liegt Baden auf dem zweiten Rang, der dritte Platz geht an Tulln mit 573 Einheiten. Der Bezirk Bruck an der Leitha folgt mit 503, Korneuburg mit 462, Wr. Neustadt (Stadt+Land) mit 421, St. Pölten-Land (!) mit 354 und Gänserndorf mit 254 verkauften Wohnungen. Die verbleibenden 13 Bezirke zusammen registrierten in Summe gleich viele Verkäufe wie der Bezirk Mödling.

Wiener Umland bei Wohnungspreisen vorne

Rund um Wien sind die blau-gelben Wohnungspreise am höchsten:
Mödling 217.227 Euro, Tulln 204.596, Korneuburg 193.079, Baden mit 168.543 und Bruck/Leitha mit 167.254 folgen beinahe ex aequo.
Die Wohnungspreise in Mistelbach lagen 2017 bei 159.530 Euro, in und um Krems (Stadt+Land) bei 158.407, im Bezirk Gänserndorf bei 151.347 Euro und in St. Pölten-Land bei 146.986 Euro.
Für die Stadt und das Land Wr. Neustadt weist der RE/MAX ImmoSpiegel einen Wohnungspreis von 131.549 Euro aus, für Hollabrunn 129.001 Euro, für die Stadt St. Pölten 109.808 und den Bezirk Amstetten samt Statutarstadt Waidhofen an der Ybbs 106.331, für Scheibbs 104.379 und für Zwettl 101.578 Euro.
Fünfstellige Wohnungspreise berichten die Bezirke Melk (81.852 Euro), Waidhofen/Thaya (81.315 Euro), Horn (71.866 Euro), Gmünd (70.936 Euro), Lilienfeld (66.707 Euro) und als Preis-Tipp der Bezirk Neunkirchen mit 59.210 Euro für eine Eigentumswohnung.

5-Jahres-Vergleich

Im 5-Jahres-Vergleich haben die Wohnungspreise in Niederösterreich im Schnitt um +48,0% zugelegt, der zweithöchste Wert nach dem Burgenland.

Mehr Zahlen und Details zu Eigentumswohnungspreisen aus dem RE/MAX ImmoSpiegel im Land Niederösterreich finden Sie unter www.remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#niederoesterreich

TIROL dem Wohnungswert nach nur hinter Wien

Obwohl Tirol in der Mengenstatistik nur knapp neben dem Podest auf Platz 4 steht, können weder die Steiermark noch Niederösterreich wertmäßig mit Tirol mithalten. 1,38 Mrd. verbücherter Wohnungswert im Jahr 2017 sind nach Wien der 2. Platz und eine Steigerung um 59 Mio. Euro oder +4,5%.

Der RE/MAX ImmoSpiegel zählte 2017 in Tirol 5.733 Verbücherungen. Das entspricht einem Plus von 414 Einheiten oder +7,8%. 1.911 Einheiten entfielen auf Bauträger-Objekte und bei 3.822 Einheiten handelte es sich um gebrauchte Wohnungen.

Innsbruck-Land erstmals vor der Stadt

Mit 1.595 verbücherten Wohnungen im Jahr 2017 überholte Innsbruck-Land erstmals seit Start des RE/MAX ImmoSpiegels im Jahr 2009 mengenmäßig die Stadt mit 1.471 Wohnungen.
Innsbruck Land legte gegenüber 2016 um +27,4% zu, in der Stadt gab es allerdings einen Rückgang um -7,9% bei den Wohnungsverkäufen.
Zusammen erfolgten in und um Innsbruck über 3.000 Wohnungsverkäufe, das sind 53,5% des gesamten Bundeslandes.

Neubauwohnungen verzeichnen in Innsbruck Stadt und in Innsbruck Land einen relativ hohen Anteil. Während in Innsbruck Stadt der Verkauf von Bauträger-Wohnungen fast ausschließlich im frei finanzierten Segment stattfindet, werden in Innsbruck Land sowohl frei finanzierte als auch geförderte Wohneinheiten verkauft.

Der Bezirk Innsbruck Land boomt, die Bauträger weichen aufgrund weniger verfügbarer Baugrundstücke und aufgrund der sehr hohen Grundstückspreise in der Stadt vermehrt aus, aber auch die bestehenden Wohnungen erleben vor den Toren der Stadt einen enormen Schub, sagt Reikersdorfer.

Die weitere Mengenstatistik an Wohnungsverkäufen 2017 in den Tiroler Bezirken lautet:
Kufstein 761 Wohnungen (+5,0%), Schwaz 598 (+20,3), Kitzbühel 425 (-20,3%), Imst 313 (+22,7%), Lienz-Osttirol 234 (+6,4%), Landeck 192 (+35,2%) und Reutte 144 (+46,9%).
Mit Ausnahme von Kitzbühel und Stadt Innsbruck konnten also alle Tiroler Bezirke ihr Vorjahres-Ergebnis toppen.

Wohnungspreise in Tirol auf Verschnaufpause

Nach dem Konsolidierungsjahr 2015 und dem Preissprung 2016 landeten die Tiroler Wohnungspreise knapp (-1,7%) unter dem Vorjahr bei 216.416 Euro. Damit ist Tirol vom zweiten Bundesländer-Rang im Jahr 2016 auf den vierten hinter Vorarlberg, Salzburg und Wien zurückgefallen.

Dominierend für den Landesschnitt sind aufgrund der Mengen natürlich Innsbruck Land mit 209.268 Euro (-5,9%) und Innsbruck Stadt mit 219.909 Euro (-6,7% zu 2016). Der geringere Durchschnittspreis ergibt sich aufgrund des hohen Anteils kleinerer Wohnungen.

Darüber liegen laut den RE/MAX-Experten die Bezirke Schwaz mit 220.886 Euro (+11,1%) und Landeck mit 297.720 Euro (-9,3%) und vor allem Kitzbühel mit 351.478 Euro (+7,0%) pro Wohnung.

Unter dem Landesschnitt und unter den Preisen der Landeshauptstadt finden sich die durchschnittlichen Wohnungspreise der Bezirke Imst mit 202.946 (+21,5%), Kufstein mit 198.825 (+8,5%), Reutte mit 165.724 (+4,0%) und Lienz-Osttirol mit 151.295 Euro (+0,8%).

Alle diesbezüglichen Fakten zu Eigentumswohnungspreise in Tirol finden Sie auf www.remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#tirol.

OBERÖSTERREICH: 1 Mrd. für Wohnungskäufe

5.538 Wohnungen wurden in Oberösterreich 2017 verbüchert. Ein Minus von 1,9% gegenüber dem Rekordjahr 2016, aber um 4,9% mehr als 2015 und in jedem anderen Jahr. 5 Jahre zurück waren es vergleichsweise nur 3.250 Einheiten um 482 Mio. Euro.

Der Gegenwert 2017 durchschlug erstmals um 30 Mio. Euro die historische Marke von einer Milliarde, was ein Plus von 6,1% zu 2016 bedeutete. 429 Mio. Euro flossen für Erstbezugs-Wohnungen und 601 Mio. Euro für gebrauchte Wohnungen.

Typischerweise kostete laut RE/MAX ImmoSpiegel eine Wohnung in Oberösterreich 2017 im Schnitt 177.056 Euro, um +9,2% mehr als 2016 und um +35,3% mehr als 2012. Jeweils ein Viertel der oberösterreichischen Wohnungen waren den Käufern weniger als 114.925 Euro wert, ein Viertel aber auch mehr als 235.348. Die verbleibende Hälfte lag preislich dazwischen. Der Preisanstieg war bemerkenswerterweise im oberen und im unteren Viertel gleich hoch.

Der Quadratmeter Wohnungsfläche bei Neubauprojekten und generalsanierten Wohnungen wurde statistisch nach den Berechnungen der RE/MAX-Experten um 2.949 Euro gehandelt, gebrauchte Wohnungen um 2.130 Euro. Der Mischpreis über alle in Oberösterreich verkauften Wohnungen lag bei 2.550 Euro pro Quadratmeter und damit um +5,6% über 2016. Die Oberösterreicher kaufen laut RE/MAX Research übrigens im Schnitt die größten Wohnungen im Bundesländervergleich, nämlich 74,4 Quadratmeter.

Anteil an Linzer Wohnungen schrumpft

2017 wurden in der Landeshauptstadt mit 1.236 Wohneinheiten 22,3% aller oberösterreichischen Wohnungsverkäufe im Grundbuch registriert, ein Minus von 11,8% im Vergleich zu 2016. Diese kosteten im Schnitt 190.070 Euro (+7,0%), was im Preis-Ranking der Bezirke nur Rang 4 bedeutete. Die 858 Wohnungen in Linz-Land waren den Käufern im Schnitt 200.138 Euro wert, ein Preissprung von +15,1% und damit der Spitzenwert im Bundesland. „Der Hauptgrund für die Preissteigerung liegt darin, dass die Neubauleistung um +49,0% höher war als im Jahr 2016. Das schlägt dann entsprechend auf den Durchschnittspreis durch. Die Preise für Gebrauchtwohnungen sind dagegen nur um 10,2% gestiegen“, erläutert Nenning.

Der Bezirk Gmunden schaffte es mit 618 Verkäufen noch auf das Stockerl bei der Anzahl der verkauften Wohnungen und notierte 157.844 Euro (+7,1%) pro Wohnung. Der Bezirk Vöcklabruck brachte es auf 596 Einheiten und 195.971 Euro (-0,3%), somit auf den zweithöchsten typischen Wohnungspreis im Bundesland. Für die 568 Wohnungen in Wels und Wels-Land errechneten die RE/MAX-Experten 166.312 Euro (+7,2%) und für Steyr und Steyr-Land mit ihren 343 Eigentumswohnungen 188.485 Euro (+30,1% zu 2016 und +7,3% zu 2015) nach einem massiven Durchhänger 2016. Um +70,3% mehr verbücherte Neubauwohnungen als 2016 und ein Minus von 13,8% bei den gebrauchten Wohnungen in Steyr ist die Erklärung.

Das Grundbuch in Braunau registrierte 291 Wohnungskäufe um jeweils 142.941 Euro (+7,0%). Für die 208 Wohneinheiten in Urfahr-Umgebung lautete der Preis 184.626 Euro
(-0,3%), für 162 Rieder Wohnungen typischerweise 153.485 Euro (+5,6%), für die 126 Perger Einheiten dagegen 194.398 Euro (+20,8%). Der Bezirk Schärding lag bei 114 verkauften Wohnungen und 169.314 Euro, der Bezirk Kirchdorf bei 114 Einheiten und 127.011 Euro und Grieskirchen bei 105 verkauften Wohnungen um je 122.160 Euro.

Die Käufer im Bezirk Freistadt bezahlten im Schnitt 138.961 Euro für die 79 verkauften Wohnungen, jene in Rohrbach 136.981 Euro (67 Wohnungen) und die Käufer im Bezirk Eferding 163.372 Euro (53 Wohnungen).

Weitere Details und Bezirkszahlen bezüglich Eigentumswohnungsverkäufe finden Sie unter www.remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#oberoesterreich.

SALZBURG: Die Milliarde wieder knapp erreicht!

Auch wenn 2017 der Wohnungsabsatz im Bundesland Salzburg mit 4.116 Einheiten um -8,4% hinter dem von 2016 lag, konnte die Umsatzmilliarde hauchdünn gerettet werden: 1.009 Mio. Euro flossen in Salzburger Wohnungskäufe, um -37 Mio. weniger als 2016.

Im Bundesländervergleich reiht sich Salzburg somit nach Wert und Anzahl der verbücherten Wohnungen auf Rang 6 ein.

So hoch die Konzentration des Wohnungsmarktes auf die Stadt und den Flachgau auch sein mag, sie geht zurück: 57,6% aller Salzburger Wohnungskäufe fanden dort statt. Ein Jahr zuvor waren es noch 60,8%. Auf den Rängen: der Pinzgau mit 19,5%, der Pongau mit 12,9%, der Tennengau mit 7,9% und der Lungau mit 2,1% als Mengenanteil am Salzburger Wohnungsmarkt.

Grund für den Rückgang im Bundesland war der doch massive Einbruch in der Stadt Salzburg: Dort fehlten trotz 1.417 Kaufabschlüssen auf das Vorjahr 327 Wohnungskäufe (-18,8%). Zurückzuführen ist das nicht etwa auf eine geringere Bautätigkeit – Erstbezüge lagen in der Stadt um +12,4% im Plus – sondern auf ein Minus von 30,7% bei der Anzahl der verkauften Gebrauchtwohnungen. Der Bezirk Hallein lag um -3,3%, Salzburg Umgebung um -3,4% und Zell am See um -7,3% hinter den 2016er-Wohnungs-Verbücherungszahlen. Jedoch freuten sich die Bezirke St. Johann im Pongau und Tamsweg über Zuwächse von +28 und +31 Wohnungskaufverträgen.

5 Jahre Höhenflug

Trotz alledem ist der Salzburger Wohnungsmarkt auf einem Top-Niveau: vor 5 Jahren wurden gerade einmal 2.760 Wohnungen um einen Gegenwert von 556 Mio. Euro verkauft.

Preisentwicklung

Die typische Wohnung im Bundesland Salzburg war 2017 beim Verkauf im Schnitt 228.974 Euro wert. Ein Plus von +5,8% pushte das Bundesland Salzburg noch vor Tirol und Wien zum Bundesland mit den zweithöchsten Wohnungspreisen hinter Vorarlberg. An der Spitze im Bundesland lagen natürlich die Preise in der Stadt mit 251.819 Euro (+8,2%). Damit fehlen auf die teuerste Landeshauptstadt – Bregenz – im Schnitt nur mehr 1.815 Euro! Im Bundesland folgen der Flachgau mit 238.932 Euro (+8,5%) und Zell am See mit 235.884 Euro (+2,8%). Auf dem 4. Rang liegt mit 191.453 Euro pro Wohnung der Bezirk Hallein (-0,1%), dahinter St. Johann mit 182.676 Euro (+7,1%) und Tamsweg mit 157.812 Euro (+17,6%).

Im Fünf-Jahres-Vergleich haben lt. RE/MAX ImmoSpiegel die Wohnungspreise im Land Salzburg um +31,3%, in der Stadt Salzburg um +46,7% und in Salzburg Land um +31,9% angezogen.

Für Neubau, Erstbezug und generalsanierte Wohnungen bezahlen 2017 die Käufer im Landesschnitt 291.195 Euro, in der Stadt Salzburg 330.737 Euro und im Bezirk Zell am See 322.778 Euro. Gebrauchte Wohnungen kosteten dagegen rund 202.000 Euro in der Stadt und im Flachgau und 184.996 Euro im Landesschnitt.

Mehr Daten zum Thema Eigentumswohnungspreise im Bundesland Salzburg finden Sie unter www.remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#salzburg.

VORARLBERG: Verschnaufpause am Wohnungsmarkt

Weniger als 2016, aber mehr als sonst jemals zuvor. Das ist die Vorarlberger Kurzform des Wohnungsmarktberichts. 2.822 neu verbücherte Wohnungen bei den Grundbuchsämtern und ein Gesamtkaufvolumen von 722 Mio. Euro bedeuten -5,3% weniger Wohnungseinheiten und -1,3% weniger Wohnungsumsatz als 2016, aber gleichzeitig +25,0% mehr Stück und +59,7% mehr Euro als noch vor 5 Jahren.

Nr. 1 bei Eigentumswohnungspreisen

2016 war Vorarlberg noch das Bundesland mit der steilsten Preisentwicklung, im Jahr 2017 hingegen mit der geringsten im ganzen Bundesgebiet, wenn man von Tirol mit seiner negativen Preistendenz einmal absieht.

Um +4,0% sind die höchsten Bundesländer-Wohnungspreise in Österreich noch nach oben geklettert – für Vorarlberg als Bundessieger hat es trotzdem wieder gereicht. Im Schnitt 245.101 Euro für eine Wohnung sind mehr als in jedem anderen Bundesland, der nächste Verfolger ist jedoch nicht mehr Tirol, sondern Salzburg, aber dennoch rund 16.000 Euro dahinter.

Alle Vorarlberger Bezirkswohnungspreise liegen 2017 ganz leicht im Plus: Bludenz +0,8%, Dornbirn +1,5% und Bregenz +2,6%. Lediglich Feldkirch schlägt mit +9,5% nach oben aus.

Die Preisunterschiede in den 4 Bezirken sind bei weitem nicht so groß wie in anderen Bundesländern: Voran der Bezirk Bregenz mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis für eine Wohnung (Neubau/Gebraucht) von 253.635 Euro, dahinter mit 251.755 Euro Feldkirch und mit 247.693 Euro Bludenz. Der Bezirk Dornbirn immer noch in Reichweite mit 228.303 Euro.

Zwar sind alle Vorarlberger Bezirke bei den Wohnungspreisen im Ranking aller österreichischen Landbezirke unter den Top Ten (Plätze 4., 6., 7., 10.), vergleicht man die Vorarlberger Bezirkspreise aber mit jenen der Wiener Bezirke, dann landen sie dennoch nur im Mittelfeld zwischen den Rängen 10. und 13. „Dass es in Wien allerdings auch günstigere Ausweichmöglichkeiten gibt, die in Vorarlberg nicht vorhanden sind, muss fairerweise aber auch ins Kalkül gezogen werden“, sagt Nenning.

Inwiefern beeinflusst der Neubau die Vorarlberger Preissituation? Während in Bregenz nur jeder vierte Wohnungskauf einen Neubau oder eine Generalsanierung (25,2%) betrifft, sind es in Bludenz 29,0%, in Feldkirch genau ein Drittel (33,2%) und in Dornbirn 37,5%.

„Wenn im Schnitt ein Vorarlberger Wohnungsquadratmeter im Erstbezug 4.119 Euro kostet und bei einer gebrauchten Wohnung 2.992 Euro, dann erklärt sich auch aus den unterschiedlichen Bautätigkeiten einiges beim Durchschnittspreis“, so Nenning weiter.

Mehr Zahlen und Details zu Eigentumswohnungspreisen in Vorarlberg finden Sie unter www.remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#vorarlberg.

KÄRNTEN: Luxuswohnen – kommt Kitz am See?

2.822 verbücherte Wohneinheiten in Kärnten sind im vierten Jahr in Folge ein Rekord, +9,6% mehr als 2016 und fast das Doppelte der schwachen Jahre 2013 und 2011.

Auf 544 Mio. Euro belief sich 2017 der Gesamtwert der neu-verbücherten Kärntner Eigentumswohnungen nach einem satten Plus von +23,7%. Der Mehrumsatz kam zu 60% aus dem Bezirk Klagenfurt-Land und dort ganz stark, aber nicht nur, aus der Verbücherung von Neubauten, und zu je einem Fünftel aus der Landeshauptstadt und aus dem Bezirk Spittal an der Drau.

Jeder zweite Kärntner Wohnungskauf in und um Klagenfurt

38,8% aller Kärntner Wohnungstransaktionen fanden in der Landeshauptstadt statt, nämlich 1.095. Zusammen mit den 307 Wohnungen in Klagenfurt-Land sind das beinahe die Hälfte aller Kärntner Eigentumswohnungskäufe (49,7%). Zum Vergleich: Villach 670 Einheiten, der Bezirk Spittal 384 und Wolfsberg 111 Wohnungsverbücherungen. Es folgen die Bezirke Feldkirchen mit 96, St. Veit an der Glan mit 78, Hermagor mit 41 und Völkermarkt mit 40 verkauften Wohnungen im Jahr 2017.

Mit Gold aufzuwiegen: Luxus-Neubau am Wörthersee

Die Kärntner Wohnungspreise lagen 2017 nach den Berechnungen der RE/MAX-Experten typischerweise bei 166.252 Euro (+7,7%). Durch die Decke gehen die Statistikwerte in Klagenfurt-Land: Dort stehen in der Kaufpreissammlung von IMMOunited 171 Gebrauchtwohnungen um durchschnittlich jeweils 223.679 Euro 136 Neubauten mit einem Schnittpreis von 379.735 Euro gegenüber. Der extrem hohe Neubauanteil von 44,3% aller verkauften Wohnungen in Klagenfurt Land und der ungewöhnlich hohe Einzelpreis prägen das Gesamtbild natürlich erheblich.

Auch der Bezirk Spittal/Drau hat einen für Kärnten überdurchschnittlich hohen Neubauanteil von 36,2% und kommt deswegen und natürlich auch lagebedingt auf Wohnungspreise von 190.178 Euro. Die Landeshauptstadt registriert 161.841 Euro pro Wohnung (205.889 im Erstbezug) und Villach (Stadt+Land) liegt bei 158.873 Euro. Feldkirchen kommt auf 115.668 Euro, Wolfsberg auf 108.108 (!) Euro und St. Veit an der Glan auf 100.853 Euro. Die Werte für Hermagor mit 138.787 Euro und Völkermarkt mit 125.066 Euro sind aufgrund der geringen Anzahl stärker von Einzelobjekten beeinflusst als in großen Märkten.

Die typischen Neubaupreise liegen in Kärnten pro Quadratmeter bei 3.288 Euro, mit einer relevanten Bandbreite (eben dort wo statistisch ausreichend gebaut wurde) von 3.088 Euro in Villach bis 5.212 im Bezirk Klagenfurt-Land. Spannend sind die Quadratmeterpreise der Neubau-Top 25% in Klagenfurt-Land. Die lMMOunited Kaufpreissammlung weist eben dort für jede vierte Neubauwohnung 9.716 Euro pro Quadratmeter als Unter(!)grenze aus.

Im Fünf-Jahres-Vergleich haben sich die Kärntner Quadratmeterpreise im Vergleich zu anderen Bundesländern ganz moderat entwickelt: +26,9%.

Mehr Fakten und Details zu den Eigentumswohnungspreisen in Kärnten finden Sie unter www.remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#kaernten.

BURGENLAND: deutlicher Zuwachs bei Anzahl der verkauften Wohnungen

Der Wohnungsmarkt im Burgenland entspricht mit 631 Einheiten wie im Vorjahr dem eines mittleren Wiener Bezirks: Döbling, Rudolfsheim-Fünfhaus oder Brigittenau sind da zu nennen, und das, obwohl das Burgenland 2017 um ein Viertel (+25,4%) mehr an Wohnungsverbücherungen aufweist als 2016. Die Steigerungsrate ist die mit Abstand höchste unter allen Bundesländern. Das ändert aber nichts daran, dass Eigentumswohnungen im Burgenland absolut unterrepräsentiert sind: Ganze 9,8% aller Immobilientransaktionen im Burgenland betreffen Wohnungen. Der zweitgeringste Anteil findet sich in Niederösterreich mit 23,7%, der Bundesschnitt liegt bei 40,9%.

Voran im Fünf-Jahres-Vergleich

Aber das Burgenland holt kontinuierlich auf. Während im nationalen Vergleich die Wohnungsverkäufe innerhalb der letzten 5 Jahre um +57,8% zugelegt haben, verzeichnete das Burgenland ein Plus von sagenhaften 154,4%!

Der Wert der Verbücherungen 2017 belief sich auf 71 Mio. Euro, das entspricht 0,7% des nationalen Wohnungsmarktes, bedeutet aber beachtliche +56,1% mehr als 2016 und beinahe eine Vervierfachung zu 2012 (+271,7%).

Umgelegt auf die Wiener Bezirke bedeuten die 71 Mio. Euro im Burgenland nicht mehr Rang 23 von 23, sondern Platz 22.

Hauptstadt und Seestadt

Die Bezirke Eisenstadt (Stadt & Umgebung & Rust) mit 234 und Neusiedl mit 190 Verbücherungen bestreiten zusammen mehr als zwei Drittel des pannonischen Wohnungshandels. Es folgen die Bezirke Oberwart mit 73, Mattersburg mit 59, Güssing mit 34, Oberpullendorf mit 24 und Jennersdorf mit 17 verkauften Wohnungen.

Der typische Wohnungspreis im Burgenland ist beinahe ein Schnäppchen, er liegt bei 106.435 Euro. Das Rennen um Platz 1 macht der Bezirk Neusiedl mit 123.682 Euro (+30,5%), gefolgt von Eisenstadt (Stadt+Land+Rust) mit 115.404 Euro (+19,8%) – dort kommen auch mehr Wohnungsneubauten auf den Markt als in den meisten anderen Bezirken. Das spürt auch der Durchschnittspreis. Er liegt in allen anderen Bezirken unter dem Landesschnitt: beginnend bei Mattersburg mit 91.008 Euro (+24,1%) und Oberwart mit 83.128 (+30,1%). Bei den anderen Bezirken sind aufgrund der geringen Fallzahl die Werte stark von Einzelobjektpreisen beeinflusst: Güssing mit 75.662 Euro, Oberpullendorf mit 94.159 Euro und vor allem Jennersdorf mit 83.225 Euro.

Alle anderen Fakten zu den Eigentumswohnungspreisen im Burgenland finden Sie unter www.remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#burgenland.

Sicherheit aus dem Grundbuch

Die Grundlagen für die verlässlichsten verfügbaren Immobilienmarkt-Daten in Österreich liefert das Grundbuch mit seinen öffentlich zugänglichen Kaufverträgen, die von IMMOunited, den Experten für Immobiliendaten, in der Kaufvertrags-Sammlung komplett erfasst und von RE/MAX Austria ausgewertet, analysiert und im RE/MAX ImmoSpiegel veröffentlicht werden.


Fotos: © RE/MAX, Abdruck honorarfrei
 

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