RE/MAX: Eigentumswohnungsmarkt 2019 auf Basis aller Grundbuchseintragungen und Studie „Corona und der Immobilienmarkt“

Beitrag vom 08.04.2020 | Autor: Anton E. Nenning
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Amstetten, am 8. April 2020 – Nach fünf Rekordjahren blieb der Wohnungsmarkt in Österreich 2019 erstmals knapp hinter der Vorjahresmenge zurück.

 

Im Amtlichen Grundbuch wurden lt. RE/MAX ImmoSpiegel 49.832 Wohnungen verbüchert. Das sind um -0,8 % weniger als im bisherigen Rekordjahr 2018. Der Verkaufswert der gehandelten Wohnungen stieg dabei um +711 Mio. Euro, das ist das Doppelte der Vorjahressteigerung und entspricht im Jahresvergleich einem Zuwachs von +6,5 %.

 

Anzahl der Verkäufe 2019 stabil auf hohem Niveau, Wert steigt auf beinahe 12 Mrd. Euro

  • Zweithöchste Verkaufsmenge - knapp unter dem Jahr 2018
  • Gesamtwert trotzdem leicht gestiegen
  • Wohnungspreise: Anstieg deutlich über Inflation 
  • Verkaufszahlen: Rückgänge in Wien, Steiermark, Vorarlberg
  • Stärkste Steigerungen im Burgenland, Tirol, Kärnten
  • Teuerster Bezirk außerhalb Wiens: wieder Kitzbühel
  • Teuerste Bundesländer: Vorarlberg vor Tirol, Salzburg und Wien
  • Teuerste Landeshauptstädte: wieder Bregenz vor Salzburg und Innsbruck
  • Wohnungspreise Fünfjahresvergleich: Österreich: +24 %, Wien: +22 %, Vorarlberg: +47 %, Kärnten: +9 %
  • Wohnungspreise Zehnjahresvergleich: Österreich: +73 %, Wien: +83 %, Salzburg: +92 %, Kärnten +41 %
  • Corona-Krise wird zu spürbarer Entspannung am Immobilienmarkt beitragen

 

CORONA und die FOLGEN für den Immobilienmarkt: aktuell und in Zukunft

Wie werden sich die Preise in Jahresfrist zum Corona-Start entwickeln?

RE/MAX Austria startete am 4. April eine Online-Blitzumfrage unter den 560 Immobilienexperten in ganz Österreich.

 

Die Preisdynamik der vergangenen Jahre wird sich laut den Experten in den kommenden Monaten deutlich einbremsen, auch am Wohnungsmarkt. Die Umfrage ergibt, dass die Preise für Eigentumswohnungen geringfügig stabiler bleiben sollen als die Mieten. Die Erwartungshaltung für die Eigentumswohnungspreise in Österreich lautet: Zentrumslagen (-2,1 %), Stadtrandlagen (-2,8 %) und Landgemeinden (-3,7 %). Die These, dass aufgrund des Ausgehverbotes zukünftig quasi alle auf‘s Land wollen, wird von den RE/MAX-Experten in keinster Weise geteilt. Auch die Preise für Einfamilienhäuser und Baugrundstücke sollen leicht zurückgehen, ein Einbruch wird aber auch hier nicht erwartet. Auch für Ferienobjekte in Seengebieten werden trotz möglicher Urlaubsausreiseverbote keine Preissteigerungen prognostiziert.

 

„Die Anzahl der verkauften Wohnungen hat sich im letzten Jahr auf hohem Niveau eingependelt, die Preise haben nochmals zugelegt. Die Corona-Krise hat der Immobilien- und damit auch der Wohnungsmarkt in Österreich unmittelbar zu spüren bekommen. Speziell in den ersten beiden Wochen nach Beginn der Krise war eine gewisse Schockstarre zu spüren, die Nachfrage nach Wohnungen ist in dieser Phase deutlich zurückgegangen. Mittlerweile hat sich die Situation aber wieder erheblich gebessert“, erläutert der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA. Er geht davon aus, „dass nach Ende der für uns alle schwierigen Situation das Angebot an Wohnungen steigen wird und die Nachfrage aufgrund der erschwerten Rahmenbedingungen (Verunsicherung, Ungewissheit hinsichtlich Arbeitsplätze) nicht so schnell auf das hohe Niveau der vergangenen Jahre zurückkommen wird. Dies wird dazu führen, dass die Preise aus heutiger Sicht nicht steigen werden, in vielen Regionen ist vermutlich auch mit fallenden Preisen zu rechnen. Nichtdestotrotz bleiben Eigentumswohnungen für die Eigennutzung, aber auch als Anlageform und zur Pensionsvorsorge weiter begehrt und vor allem empfehlenswert.”

 

Die solide Datenbasis

Die Basis für die Berechnungen von RE/MAX, Österreichs größtes Immobilienexperten-Netzwerk, lieferte IMMOunited, die Experten für Immobiliendaten, in Form der Kaufvertragssammlung. Diese Datensammlung umfasst alle in ganz Österreich tatsächlich verkauften und verbücherten Wohnungen und nicht wie bei anderen Veröffentlichungen nur Stichproben oder Online-Angebotspreise.

„Perfekte Transaktionsdatensätze generiert IMMOunited vor allem durch die Erfassung von Immobilienkaufverträgen aus dem Grundbuch sowie durch Ergänzungen wie historisch erfassten Nutzwertgutachten, Zusatzinfos aus vorangegangenen Immobilieninseraten, Flächen- und Gebäudeinformationen aus dem österreichischen Grundstücksverzeichnis und Flächenwidmungen aus Flächenwidmungsplänen. All diese Daten ergeben wertvolle Informationen für unsere Makler-Partnerunternehmen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.

 

Aktueller Wohnungs-Preisauftrieb über dem Zehnjahresmittel                 

Typischerweise kostete 2019 eine Wohnung in Österreich 211.826 Euro und damit um +7,2 % mehr als 2018. Damit ist die Preissteigerung von 2018 zu 2019 den RE/MAX-Experten zufolge um 1,6 Prozentpunkte über dem Mittel der letzten zehn Jahre. Im Fünfjahresvergleich haben die typischen Preise der gehandelten Wohnungen um +23,9 % zugelegt, im Zehnjahresvergleich um +72,8 %. Daraus ist klar erkennbar, dass der große Preissprung schon mehr als fünf Jahre vorbei ist.

 

Wohnungsmarkt: Jede vierte Wohnung kostet unter 130.000 Euro

Die RE/MAX-Analyse aller Kaufverträge zeigt, dass ein Viertel aller 2019 gehandelten Wohnungen in Österreich weniger als 130.000 Euro kostete. Dieser Wert ist damit in einem Jahr um +10.000 Euro oder +8,3 % nach oben gegangen.

Die Preise im obersten Viertel aller verkauften Wohnungen beliefen sich auf mindestens 284.063 Euro, um +19.000 Euro mehr als zuletzt (+7,2 %).

Entgegen den Jahren zuvor zeigen damit die Preissteigerungen im unteren und im oberen Viertel zuletzt nur geringe prozentuelle Unterschiede.

 

Sozialpolitisch spannend

bleibt die Frage nach dem unteren Viertel: Im Fünfjahresvergleich haben damit die typischen Preise der Eigentumswohnungen bundesweit um +36,8 % angezogen, im Zehnjahresergleich haben sie sich exakt verdoppelt.

Im Bereich des oberen Preisquartils sind die Preissteigerungen geringer: Plus 19,6 % in fünf und +62,3 % in zehn Jahren.

 

Gründe für die unterschiedliche Entwicklung sind vielfältig: Im oberen Viertel sind immer schon viele Neubauten enthalten gewesen. Im unteren Viertel sind aber aufgrund der Neubauten mit kleinsten Wohnflächen auch höherpreisige Objekte dazugekommen. Dazu kommt, dass kleinere Wohnungen als Anlegerobjekte beliebter sind und darüber hinaus schneller und öfter gehandelt werden als größere.

 

Wohnungsgrößen

2017 war das Jahr, in dem die gekauften Wohneinheiten am kleinsten waren. Laut RE/MAX Austria Statistik sind die Flächen über die Jahre mehr oder weniger regelmäßig gesunken. Seit 2018 geht der Bundestrend wieder nach oben. Allerdings nur wirklich befeuert von Wien, Vorarlberg und Kärnten. In den anderen Bundesländern bleiben die Flächen konstant oder sinken wie in Oberösterreich. Aktuell ist eine Durchschnittswohnung 67,3 m² groß, um 0,4 m² größer als 2017. Die Bandbreiten gehen von 64,0 m² in Wien bis 71,9 m² in Oberösterreich.

 

Weitere Details zum Eigentumswohnungsmarkt in Österreich finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise.

 

WIEN

Wohnungskäufe erstmals um mehr als 4 Mrd. Euro

Obwohl sich der Wohnungsmarkt in Wien gegen den Bundestrend entwickelt hat, ist seine überragende Bedeutung für den Gesamtmarkt nahezu unverändert: 29,2 % aller österreichischen Wohnungsverkäufe erfolgten in Wien und der Wertanteil lag bei 34,8 %.

In absoluten Zahlen bedeutet dies 14.546 Wohneinheiten um 4,05 Mrd. Euro.

Im Vergleich zum Vorjahr stellt das mengenmäßig einen Rückgang um -2,5 % und wertmäßig eine Steigerung um +6,1 % dar.

 

Preissprung wie 2017 und 2012

In Wien bezahlten ein Viertel aller Wohnungskäufer weniger als 159.000 Euro für ihre neue Bleibe oder ihr Investment. Ein weiteres Viertel bezahlte mehr als 319.000 Euro. Damit sind die Maximalpreise vom unteren Preisviertel um +11,0 % und der Mindestpreis vom oberen Preisviertel um +6,5 % gestiegen.

Im Durchschnitt lag der typische Verkaufspreis einer Eigentumswohnung in Wien laut RE/MAX ImmoSpiegel bei 246.192 Euro und damit um 17.372 Euro (+7,6 %) über dem Wert von 2018. Damit haben die Wohnungspreise nach Steigerungsraten unter +2 % in den Jahren 2018, 2016, 2015 und 2014 wieder einen Sprung hingelegt, der an das Jahr 2017 (+8,1 %) oder das Jahr 2012 (+7,9 %) erinnert, aber noch meilenweit von 2013 (+22,2 %) entfernt ist.

 

Fünfjahresvergleich: +21,5 %

Allem Anschein nach hat die Wohnungsgröße in den Jahren 2018 und 2017 in Wien mit 63,1 m² nach Jahren des Rückgangs eine Talsohle erreicht. Mit 64,0 m² zeigt sich ein leichter Gegentrend und zwar um +1,5 %, den man natürlich bei der Preisbetrachtung auch ins Kalkül ziehen muss.

Ein Quadratmeter Wohnung kostete 2019 in Wien statistisch betrachtet laut den RE/MAX-Experten typischerweise 4.088 Euro und damit um +223 Euro oder +5,8 % mehr als 2018. Im Fünfjahresvergleich ist das ein Plus von +21,5 %, im Zehnjahresvergleich allerdings ein Anstieg um +94,4 %. 

 

Damit haben all jene, die die günstigen Kreditzinsen der letzten Jahre nutzen konnten und sich Eigentum angeschafft haben, erfolgreich investiert, egal ob – wie in der überwiegenden Anzahl – zur Eigennutzung, oder auch als Anlage.

 

Nicht mehr eine eigene Liga, sondern ein eigener Markt: Wien 1

Der neue Rekordwert für einen Bezirksdurchschnittspreis kommt erwartungsgemäß aus Wien 1, Innere Stadt. Spannend ist allerdings die Höhe: Er liegt bei 12.487 Euro pro Quadratmeter. Aufgrund der geringen Anzahl der dort gehandelten Wohneinheiten ist er entsprechend volatil und liegt um +31,5 % über dem Vorjahr und +22,9 % über dem von 2017.

Dabei hat jeder vierte Quadratmeter im teuersten Bezirk Österreichs laut den RE/MAX-Analysen mehr als 16.758 Euro gekostet, was einen Anstieg von +35,8 % bedeutet.

Mindestens mit 9.141 Euro pro Quadratmeter sollte man für eine Nobel-Adresse mit Postleitzahl 1010 schon rechnen, denn das war die Obergrenze vom billigsten (!) Viertel der Quadratmeterpreise ebendort. Damit hat sich der Markt im Wiener Ersten von allen anderen Bezirken vollkommen entkoppelt.

 

Wieden überholt Alsergrund

Betrachtet man die Quadratmeterpreise, so haben unter den Bezirken einige Veränderungen stattgefunden:

Wieden ist 2019 mit 5.496 Euro der teuerste Bezirk nach dem Ersten. Alsergrund, 2018 die Nummer zwei, liegt nur minimal vor Döbling (5.053 Euro und 5.052 Euro).

Währing und Landstraße teilen sich Rang fünf mit 4.942 Euro.

Aufsteiger im Quadratmeterpreisranking des Jahres sind Penzing, von Rang 20 auf Rang 13 (+7), Ottakring von 22 auf 16 (+6) und Neubau von 15 auf 9 (+6). Zurückgefallen sind Meidling um sieben Ränge von Platz 14 auf 21 und um jeweils vier Positionen die Bezirke Margareten, Mariahilf, und Josefstadt.

 

Der offizielle Schnäppchentipp / die billigsten Quadratmeter (Quartil)

„2019 waren die günstigsten Wohnungsflächen in den Wiener Bezirken 11., 20., 12., 10., 21., 5., 16. und 15. zu finden. Jede vierte Wohnung kostete dort pro Quadratmeter weniger als 3.100 Euro. Die billigsten drei Bezirke unter diesem Aspekt waren Meidling mit 2.762 Euro (-7,9 %), Brigittenau mit 2.687 Euro (+9,0 %) und Simmering mit 2.596 Euro (-2,1 %)“, verrät Mag. Anton Nenning, Managing Director RE/MAX Austria.

 

Tausche eine Wohnung im Ersten gegen sechs im Zwanzigsten

In Wien 1. bezahlten die Käufer 2019 für eine Wohnung statistisch typischerweise

1,1 Mio. Euro. Drei Wohnungen im zweitteuersten Bezirk, Wieden, hätten nach den Berechnungen der RE/MAX-Experten weniger gekostet, nämlich „nur“ jeweils 364.468 Euro und das trotz eines Preisanstieges von +21,8 %.

In Döbling lag der Durchschnitt bei 358.158 Euro (-7,2 %), in Währing bei 342.959 (+23,9 %), in Hietzing bei 334.273 Euro (+10,6 %) und in Alsergrund bei 333.375 Euro (-2,4 %).

Der typische Preis in Neubau schnellte um +34,9 % auf 308.923 Euro nach oben.

Unter der magischen 300.000er Grenze pro Eigentumswohnung fanden sich 2019 die Bezirke Josefstadt mit 294.646 Euro (-25,6 %), Mariahilf mit 290.445 Euro (+2,0 %) und Landstraße mit 285.687 Euro (+14,3 %) pro Wohnung. Auch Leopoldstadt mit 269.490 Euro legte zweistellig zu (+11,7 %), ebenso Donaustadt mit 266.912 Euro (+16,3 %). 

Eine Wohnung in Liesing war 2019 statistisch 243.323 Euro wert (-6,1 %), eine in Penzing 233.291 Euro (+8,4 %).

Um 20.000 Euro billiger sind dem RE/MAX ImmoSpiegel zufolge die Preise im 17., 21. und 5.: Für Hernals lag der Durchschnitt bei 213.526 Euro (+1,1 %), für Floridsdorf bei 213.398 Euro (ebenfalls +1,1 %) und für Margareten bei 212.205 Euro (+1,0 %). Meidling mit 208.249 Euro (+3,9 %) und Simmering mit 200.155 Euro (+2,0 %) sind die letzten beiden Bezirke über der 200.000er Grenze.

Nur vier Bezirke konnten noch mit Durchschnittspreisen unter 200.000 Euro aufwarten: Favoriten mit 199.377 Euro (+9,7 %), Ottakring mit 190.487 Euro (+22,0 %), Rudolfsheim-Fünfhaus mit 184.009 Euro (+4,3 %) und abschließend die Brigittenau mit 174.699 Euro (+6,2).

 

Somit haben in 17 von 21 Bezirken im Jahresvergleich 2019/2018 die typischen Wohnungspreise zugelegt und in vier abgenommen. Weiters ist in sieben Bezirken (1., 4., 7., 10., 15., 16. und 22.) die Anzahl der Wohnungskauf-Verbücherungen gestiegen.

 

Weitere Details zum Wiener Markt für Eigentumswohnungen finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#wien.

 

HIGHLIGHTS aus den BUNDESLÄNDERN

Bregenz: Erstmals eine Landeshauptstadt mit über 300.000 Euro/Wohnung

Zum Vorjahr haben alle Landeshauptstädte außer Klagenfurt zugelegt. Die teuerste nach dem Durchschnittspreis war laut RE/MAX ImmoSpiegel Bregenz vor Salzburg, wobei Bregenz erstmals die historische Grenze von 300.000 Euro/Wohnung durchbrach.

 

Die teuersten Wohnbezirke außerhalb von Wien

Im Dutzend der teuersten Bezirke bei den Eigentumswohnungen finden sich sechs in Wien (1., 4.,19.,18.,13., 9.). Dazwischen liegen nur die Bezirke Kitzbühel auf Rang zwei, Landeck auf acht, Dornbirn auf zehn, Bregenz auf Rang 11 und Bludenz auf Rang 12.

Feldkirch (16.) ist noch teurer als Salzburg (17.) oder Innsbruck (18.); Klagenfurt-Land (21.) mit dem Wörthersee ist noch teurer als der Salzburger Flachgau (22.) oder Innsbruck-Land (23.). Unter den Top 25 finden sich also nur Bezirke in Wien, Tirol, einige im Land Salzburg und alle Vorarlberger.

 

BUNDESLÄNDER im Detail

STEIERMARK

Weiterhin vorne

Obwohl der Wohnungsmarkt in der Steiermark 2019 mengenmäßig um -647 Einheiten (-7,9 %) gegenüber dem Rekordvorjahr eingebrochen ist, führt die Grüne Mark die Flächenbundesländer bei den Verkaufsmengen trotzdem an. 7.524 Wohnungen im Jahr 2019 waren - wie erwähnt - erheblich weniger als zuletzt und trotzdem das zweitbeste Ergebnis über die Jahre. 

 

Die typischen steirischen Wohnungs-Durchschnittspreise lagen laut den RE/MAX Experten bei 150.457 Euro und um +4,3 % über dem Niveau von 2018. Im Fünfjahresvergleich sind das um +23,9 % mehr und binnen zehn Jahren um +73,7 %.

 

Graz bremst

51,2 % der steirischen Wohnungsverkäufe ereigneten sich im Grazer Stadtgebiet. Der Rückgang um -476 erklärt drei Viertel des Rückgangs im Bundesland. Die 3.852 Grazer Transaktionen sind weniger als 2018 und 2017, aber um ein Fünftel mehr als vor fünf Jahren.

Graz hat mit 164.820 Euro/Eigentumswohnung, nach dem Durchhänger im Vorjahr, beinahe wieder das Niveau von 2017 erreicht. Plus 4,0 % war die positive Entwicklung, lediglich -0,6 % fehlen auf den 2017er Rekord. Damit kostete eine typische Wohnung 2019 in Graz genau zwei Drittel einer typischen Wohnung in Wien.

 

Jede vierte Grazer Wohnung war 2019 unter 109.000 Euro zu haben. Für das teuerste Viertel mussten die Käufer mindestens 215.000 hinblättern. Im unteren Bereich bewegten sich die Preise um +3,8 % nach oben, im oberen um +4,7 %.

 

Graz ist anders, nicht Wien

Eine typische Grazer Wohnung war 60,5 m² groß und somit um 3,5 m² kleiner als jene in Wien. Die Quadratmeterpreise in Graz lagen 2019 bei 2.794 Euro (+2,7 %) und somit bei rund zwei Drittel des Wiener Niveaus, so die RE/MAX-Experten im Vergleich.

Die Quadratmeterpreisentwicklung in Graz war bei weitem nicht so volatil wie in Wien: Plus 17,9 % in den letzten fünf Jahren und +62,8 % seit 2010 in Graz.

 

Graz-Umgebung als Motor am Wohnungsmarkt

Zweitwichtigster Wohnungsbezirk in der Steiermark ist Graz-Umgebung. Dort sind die Verkäufe erheblich nach oben gegangen, von 945 auf 1.199 Einheiten (+26,9 %). Auch die Preise haben geringfügig angezogen, nämlich um +1,8 % auf 171.290 Euro. Damit liegt Graz-Umgebung preislich, wie zuletzt, vor Graz.

 

Mehr Informationen zum steirischen Wohnungsmarkt finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#steiermark.

 

OBERÖSTERREICH

Drittgrößter Wohnungsmarkt in Österreich

In Oberösterreich wechselten 2019 laut RE/MAX ImmoSpiegel 5.915 Wohnungen die Eigentümer und damit um +2,2 % mehr als 2018. Mit diesem neuerlichen Rekord behauptet Oberösterreich seine Stellung als drittwichtigster Wohnungshandelsplatz hinter Wien und der Steiermark.

Der Gesamtwert dieser Wohnungskäufe belief sich auf 1,17 Mrd. Euro, um +4,4 % mehr als zuletzt. Damit ist das Wachstum 2019 im Vergleich zum Anstieg 2018 nur mehr halb so groß.

 

Linzer Wohnungsmarkt gewinnt wieder an Bedeutung

In der Landeshauptstadt Linz wurden 1.311 Wohnungen gekauft, um +16,1 % mehr als 2018, dem schwächsten der letzten fünf Jahre. Damit liegt der Linzer Anteil an der Landesmenge laut RE/MAX ImmoSpiegel bei 22,2 %. Zum Vergleich: 2018 betrug er 19,5 %, 2014 jedoch 30,5 %. Zweitstärkster Wohnungsmarkt in Oberösterreich ist seit 2018 Wels (Stadt und Land). 2019 wurden dort 780 Wohnungen transferiert, um +0,5 % mehr als 2018. Gmunden hat aufgeholt und liegt auf Rang drei mit 713 Einheiten (+5,8 %). Vöcklabruck muss mit 637 Verkäufen einen Einbruch um -7,5 % hinnehmen, ebenso Linz-Land mit 626 Einheiten bzw. um -12,0 %.

Steyr legt um +20,8 % auf 406 Verkäufe zu, Braunau um +19,6 % auf 324. Dagegen bleiben Urfahr-Umgebung mit 226 (-3,4 %) und Ried/Innkreis mit 191 (-6,4 %) sowie Grieskirchen mit 142 (-21,1 %) hinter dem Vorjahr zurück.

Perg bügelt den Durchhänger von 2018 wieder aus: 133 Verbücherungen (+26,7 %). Der Bezirk Schärding kommt nach dem Höhenflug 2018 im Jahr 2019 mit 115 (-36,1 %) wieder auf sein Normalniveau zurück. Kirchdorf beklagt mit 102 Einheiten den vierten Rückgang in Folge (-3,8 %) und liegt damit nur mehr bei zwei Drittel der Anzahl vom Rekordjahr 2015. Freistadt dagegen feierte mit 87 Verkäufen ein Plus von +10,1 % zu 2017 und von +47,5 % zu 2018. Für Eferding stehen 84 Einheiten in der Statistik (-14,3 %) und für Rohrbach 38, eine Wohnung mehr als 2018.

Somit haben den RE/MAX-Analysen zufolge acht Bezirke in Oberösterreich zugelegt und acht bleiben hinter dem Vorjahr zurück.

 

OÖ-Wohnungspreise: In zehn Jahren um +75 %, in fünf Jahren um +25 % gestiegen

Den Wohnungskäufern in Oberösterreich war den RE/MAX-Experten zufolge nach der Analyse aller Grundbuchseintragungen eine Eigentumswohnung 2019 im Durchschnitt 188.937 Euro wert, um +4,0 % mehr als 2018. Im Fünfjahresvergleich bedeutet das einen Wertzuwachs von +22,3 %, im Zehnjahresvergleich sogar von +77,2 %.

In fünf Bezirken lagen die typischen Verkaufspreise unter jenen des Vorjahres, in elf darüber. Teuerstes Pflaster war die Stadt Linz mit 216.960 Euro je Wohnung (+1,4 %). Rang zwei ging an Vöcklabruck mit 208.252 Euro (+2,6 %), Platz drei mit 206.832 Euro an den Spitzenreiter von 2018, an Urfahr-Umgebung (-3,9 %). Linz-Land lag 2019 mit 200.222 Euro hauchdünn über dem 2017er Niveau und +2,5 % über dem Vorjahr.

Gmunden kam auf 188.704 Euro je Wohneinheit (+12,6 %), Eferding auf 182.428 Euro (+19,7 %) und Wels auf 177.666 Euro (+7,3 %). Freistadt lag mit 174.270 Euro zwar um -3,7 % unter dem Vorjahr, aber trotzdem um +61,4 % über dem Vergleichswert von vor fünf Jahren. 173.240 Euro und damit um +8,3 % mehr als zuletzt kosteten Wohnungen im Bezirk Perg, 169.948 Euro in Kirchdorf/Krems (+29,4 %), 168.424 Euro in Steyr (+1,8 %) und 162.963 Euro in Braunau (+0,9 %). Die Wohnungsschnäppchengegenden 2019 in Oberösterreich heißen laut RE/MAX-ImmoSpiegel Grießkirchen (147.113 Euro, +7,9 %), Schärding (131.482, -21,5 %) und Rohrbach mit 101.171 Euro je Wohneinheit (-18 %).

 

Die Preise im unteren Preisviertel haben im Bundesland um +3,7 % angezogen. Sie lagen bei maximal 127.513 Euro. Im oberen Preisviertel starteten sie bei mindestens 245.000 (+4,3 %). In der Landeshauptstadt lag die Obergrenze vom billigsten Quartil der Wohnungspreise bei 140.000 Euro (+7,7 %) und die Untergrenze vom teuersten bei 293.838 Euro (+2,4 %). Beide Werte waren im Bezirksvergleich die höchsten im Bundesland Oberösterreich.

 

Weitere Informationen zum oberösterreichischen Markt für Eigentumswohnungen finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#oberoesterreich.

 

NIEDERÖSTERREICH

Wohnungskäufe 2019: mehr als 2018, weniger als 2017

Insgesamt wurden 2019 in Niederösterreich 5.761 Wohnungen für neue Eigentümer grundbücherlich eingetragen. Das sind den RE/MAX-Experten zufolge um +3,1 % mehr als zuletzt und um -2,2 % weniger als im Rekordjahr 2018. Der Gesamtwert mit 1,04 Mrd. Euro erreichte ein Plus zum Vorjahr von 9,7 % und somit einen neuen Höchststand.

 

Die fünf Top-Mengen-Bezirke rund um Wien (Mödling, Baden, Tulln, Bruck/L., Korneuburg) waren für mehr als die Hälfte aller Wohnungstransaktionen im Bundesland verantwortlich (54 %). Baden steigert zum siebten Mal in Folge seine Verkaufsmengen und ist damit unter den Top-Platzierten eine Ausnahme. Mödling sowie Tulln und Bruck/Leitha oder Korneuburg und Wr. Neustadt lieferten nur das jeweils drittbeste Ergebnis ihrer Geschichte ab.

Die Steigerung der Bundeslandmenge resultiert aus dem Wachstum gegenüber dem Vorjahr in Krems (+83), Mödling (+80), Amstetten (+72) und Baden (+63).

Somit ist der niederösterreichische Wohnungsmarkt nach den RE/MAX-Experten in zehn Bezirken gewachsen und in zehn geschrumpft. Die Landeshauptstadt verhielt sich neutral.

 

Niederösterreich: Eigentumswohnungspreise wieder im Plus

Auch die Durchschnittspreise der niederösterreichischen Wohnungen haben nach der Verschnaufpause 2018 wieder angezogen. Sie kamen auf 170.125 Euro (+6,7 %) und waren den Berechnungen der RE/MAX-Experten zufolge die viertgünstigsten im Bundesgebiet.

 

Die Preis-Spreizung für Eigentumswohnungen ist in Niederösterreich unverändert enorm: Der Durchschnittspreis des teuersten Bezirks ist 4,4-mal so hoch wie im billigsten. Dieser Wert schwankte zwar in den letzten zehn Jahren zwischen 3,4 und 7,6 – lag 2019 aber knapp beim Zehnjahresdurchschnitt von 4,6.


Wenngleich in sechs Bezirken die Preise unter das Vorjahresniveau gefallen sind, so ergeben die Vergleiche mit der Vergangenheit unterschiedliche Aspekte: In Krems und St. Pölten-Land waren die 2019er Preise die zweithöchsten, in Bruck, Hollabrunn und Horn die dritthöchste und in Waidhofen/Thaya die vierthöchsten je ermittelten Durchschnittspreise. Aber auch in den Bezirken mit Preissteigerungen finden sich welche, die in einem früheren Jahr als 2018 einmal höhere Wohnungspreise erzielt hatten, nämlich Gmünd, Neunkirchen, Tulln und Zwettl.

Im Fünfjahresvergleich haben die Wohnungspreise in Niederösterreich über alle Bezirke im Durchschnitt um +26,1 % zugelegt und im Zehnjahresvergleich um +77,4 %.

 

Mehr Zahlenmaterial zum Eigentumswohnungsmarkt in Niederösterreich finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#niederoesterreich.

 

TIROL

Wohnungsverkäufe erstmals fast 1,6 Mrd. Euro schwer

Tirol war 2019 unter den Bundesländern mit steigenden Wohnungsverkaufszahlen jenes mit dem größten absoluten Zuwachs: Plus 299 Einheiten pushten den Tiroler Markt auf 5.558 Verbücherungen (+5,7 %). Damit war Tirol nach der Menge der fünftgrößte Wohnungsmarkt in Österreich.

Tirol war hinter Wien Zweiter beim Transaktionswert, nämlich mit 1,57 Mrd. Euro, und dem – so die RE/MAX-Experten – zweitgrößten prozentuellen und absoluten Zuwachs (+191 Mio. Euro, +13,8 %).

 

Imst wächst schneller als Innsbruck und Landeck

Innsbruck Stadt hat mit 1.255 Wohnungen (+16,2 %) den Bezirk Innsbruck-Land mit 1.228 Einheiten (-3,0 %) wieder eingeholt, ist aber von den Transaktionsmengen der Jahre 2014 bis 2017 mit rund 1.500 Stück noch immer weit entfernt.

Auch die beiden folgenden Bezirke haben kräftig zugelegt: Kufstein mit 895 (+10,1 %) und Schwaz mit 684 Wohnungen (+9,1 %). In Kitzbühel fehlen mit 576 Einheiten -62 auf das Ergebnis von 2018, trotzdem ist es die historisch zweitbeste Marke.

Imst stemmt den prozentuellen Tiroler Wachstumsrekord des Jahres 2019 mit +17,2 % auf 381 Wohnungen. Lienz-Osttirol fehlt dagegen genau eine Wohnung auf das Vorjahresergebnis von 216. Landeck erklimmt mit 208 Wohnungen ein neues Mengen-Niveau (+16,2 %) und Reutte-Außerfern legt 2019 eine Wohnung gegenüber 2018 drauf, auf 116.

 

Höher geht’s nur hinterm Arlberg

Der typische Wohnungspreis in Tirol ist 2019 wieder gestiegen, diesmal um +9,7 % auf 254.781 Euro, den zweithöchsten unter allen neun Bundesländern.

Im Fünfjahresvergleich bedeutet das ein Plus von +25,7 % und im Zehnjahresvergleich von +62,3 %. Ausnahmslos in allen Tiroler Bezirken sind die Preise nach oben gegangen, dem RE/MAX-ImmoSpiegel zufolge zwischen +2,3 % in Osttirol und +42,8 % im Außerfern.

Auf das Landesergebnis schlagen natürlich die Werte der mengenstarken Bezirke besonders durch: Innsbruck-Stadt (+12,7 %), Innsbruck-Land (+6,6 %), Kufstein (+13,0 %), Schwaz (+14,8 %) und Kitzbühel (+7,8 %). Weniger Relevanz für das Landesergebnis haben mengenbedingt die Preissteigerungen in Imst (+5,8 %), Lienz (+2,3 %), Landeck (+22,2 %) und Reutte (+42,8 %).

 

Der Wiener Erste, Kitzbühel und der Rest der Welt

In absoluten Zahlen liegt wie immer Kitzbühel mit Abstand voran, immerhin der einzige Bezirk Österreichs, in dem die Durchschnittspreise höher liegen, als in den Wiener Innenstadtbezirken – den Wiener Ersten natürlich ausgenommen. Schlanke 395.946 Euro kostete im Durchschnitt eine Wohnung im Bezirk – nicht in der Stadt – Kitzbühel. In der gehobenen Klasse, also im oberen Preisviertel beginnt der Markt bei 495.000 Euro.

Nur minimal darunter lagen die Preise der gehobenen Kategorie im Bezirk Landeck mit 485.000 Euro. Die Durchschnittspreise ebendort: 318.648 Euro. Innsbruck-Stadt notierte im Durchschnitt bei 279.227 Euro, Innsbruck-Land bei 249.507 Euro, Imst bei 237.971 und Kufstein knapp darunter bei 236.724 Euro. Schwaz fand sich mit 220.697 Euro für eine Wohnung noch über dem Bundesdurchschnitt, Reutte mit 192.798 Euro und Lienz-Osttirol mit 150.683 Euro dagegen darunter.

 

Die Wertsteigerung einer Tiroler Wohnung in den letzten fünf Jahren beträgt nach den Berechnungen der RE/MAX-Experten +25,7 % im Zehnjahresvergleich +62,3 %.

 

Weitere Details zum Tiroler Wohnungsmarkt finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#tirol.

 

SALZBURG

1,1 Mrd.-Wohnungsmarkt, Pinzgau rettet Statistik

Die Kauffreude am Salzburger Wohnungsmarkt lag 2019 um +0,4 % über der von 2018. Auf die Rekordverkaufsmengen aus 2016 fehlten aber dennoch -9,3 %, auch auf 2017 -1,0 %. Somit war 2019 im RE/MAX ImmoSpiegel nur das drittstärkste Wohnungskaufjahr im Bundesland Salzburg.

Zell/See mit zusätzlichen +171 Verkäufen und Hallein mit +33 retteten die Statistik, denn in allen anderen Bezirken blieb man hinter dem Vorjahr. So wurden in der Stadt 1.437 Wohnungen gehandelt (-54), im Pinzgau 872 Einheiten, im Flachgau 820 (-35), im Pongau 583 (-62), im Tennengau 300 und im Lungau 61 (-35).

Der Agglomerationswert, also der Mengenanteil von Stadt und Flachgau am gesamten Bundesland-Wohnungsverkaufs-Kuchen, betrug 2019 nur mehr 55,3 %. In den meisten Jahren seit dem ersten RE/MAX ImmoSpiegel 2009 lag er bei 60-63 %, zuletzt bei 57,9 %.

 

Gesamtverkaufswert erstmals bei 1,1 Mrd. Euro

Der Gesamtwert der verbücherten Wohnungskäufe im Bundesland Salzburg erreichte erstmals 1,10 Mrd. Euro. Das entspricht einer Steigerung zum Vorjahr von +8,7 %.

59,6 % entfielen davon wieder auf das Ballungszentrum.

Die Wohnungspreise im Bundesland Salzburg waren 2019 den RE/MAX-Experten zufolge die dritthöchsten im Bundesgebiet. Sie lagen 2019 im Bundesland typischerweise bei 253.136 Euro und somit um +9,5 % höher als zuletzt. Die Wohnungspreise in der Stadt legten um +12,2 % auf 281.222 Euro zu, im Flachgau um +5,0 % auf 256.532 Euro. 245.127 Euro kostete eine Wohneinheit in Hallein (+14,5 %) und nur marginal weniger, nämlich 244.941 Euro, in Zell/See (+0,4 %). Trotz Preissteigerung um +18,1 % kam der Pongau auf vergleichsweise günstige 217.629 Euro. Tamsweg legte +4,5 % beim Preis zu und kam auf 168.072 Euro.

 

Der Grund liegt in der Stadt

Im Fünfjahresvergleich liegt das Bundesland Salzburg mit +29,0 % auf dem dritten Rang, nur im Burgenland und in Vorarlberg haben die Wohnungspreise den RE/MAX-Berechnungen nach mehr zugelegt. Beim Zehnjahresvergleich allerdings sorgt Salzburg unter den Bundesländern für den Top Score mit +92,1 %. Verursacher ist in beiden Fällen die mengenmäßig bedeutsame Stadt. Sie kommt im Vergleich zu 2014 auf ein Preisplus von +36,0 % und zu 2009 auf einen Anstieg um mehr als das Doppelte (+123,5 %).

 

Weitere Informationen zum Salzburger Markt für Eigentumswohnungen finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#salzburg.

 

KÄRNTEN

Alles im Plus

Mit 2.901 Eigentumswohnungs-Verbücherungen konnte Kärnten 2019 wieder einen neuen Rekordwert realisieren. Das Plus gegenüber 2018 lag bei +144 zusätzlichen Einheiten (+5,2 %). Auch der Wert dieser Wohnungen war um +10,9 % höher als zuletzt, wenngleich -2,5 % auf das all-time-high von 2017 fehlten. Ähnlich verhielten sich die typischen Wohnungspreise: mit 165.639 Euro um +5,3 % höher als zuletzt, aber um -0,4 % unter 2017.

 

Villach legt deutlich zu

Die Landeshauptstadt war mit 1.065 Wohnungskäufen (-1,6 %) der wichtigste Wohnungsmarkt im Bundesland. 36,7 % der Verkäufe erfolgten – so die RE/MAX-Berechnungen – in Klagenfurt.

Die Verkäufe in Klagenfurt-Land sind massiv, nämlich um mehr als die Hälfte (-54,0 %) eingebrochen und auf das Niveau von 2015 zurückgefallen. Um -215 Einheiten sind es weniger als 2018, es verbleiben 183 Wohnungsverkäufe.

Dagegen legt Villach (Stadt und Land) mit 905 Wohnungskäufen um +220 zu und gleicht den erwähnten Rückgang im Umland der Landeshauptstadt aus.

 

Drei von vier Wohnungen im Zentralraum

Weil fast alle Landbezirke ihre Wohnungsverkäufe steigern konnten, ging auch der Anteil des Zentralraumes (Klagenfurt, Klagenfurt-Land, Villach, Villach-Land) von sagenhaften 78,5 % auf 74,2 % aller Wohnungskäufe in Kärnten zurück.

Im Detail kommt Spittal/Drau auf 269 Verbücherungen (+8,9 %), Feldkirchen auf 146 (+62,2 %), St. Veit/Glan auf 115 (+71,6 %), Wolfsberg auf 113 (+15,3 %), Hermagor auf 53 (+89,3 %) und Völkermarkt auf 52 (-12,1 %).

Wie so oft zeigt sich die außergewöhnlich hohe Volatilität des Kärntner Immobilienmarktes.

 

G‘schichten vom Wörthersee, oder eben nicht

Wie zuletzt lag Klagenfurt-Land mit seinen Wohnungspreisen auch 2019 an der Spitze Kärntens, diesmal mit 257.518 Euro pro Einheit. Das ist den RE/MAX-Analysen zufolge um +47,5 % mehr als 2018 und um -10,9 % weniger als 2017 und zeigt, wie sensibel die Statistik auf Ausreißer im Sinne von hochpreisigen Neubauten in der Nähe des heißbegehrten Wörthersees reagiert.

Villach legte +14,3 % im Durchschnitt zu und kam auf 188.870 Euro. In Hermagor kostete eine Wohnung typischerweise 158.863 Euro (+12,9 %). In Klagenfurt-Stadt und im Bezirk Spittal blieben die Wohnungspreise unter denen des Vorjahres: 156.291 Euro in Klagenfurt-Stadt (-1,4 %) und 151.094 Euro in Spittal (-9,5 %). Feldkirchen rangiert bei 146.348 Euro (+31,1 %), Wolfsberg bei 117.508 Euro (-14,6 %), St.Veit/Glan bei 111.731 Euro (+18,9 %) und Völkermarkt rutscht mit 111.288 Euro knapp auf den letzten Platz (-1,7 %).

 

Im Fünfjahresrückblick des RE/MAX-ImmoSpiegels sind die Wohnungspreise in Kärnten um +9,3 % gestiegen, nicht einmal halb so stark wie in allen anderen Bundesländern. Auch der Zehnjahresvergleich mit bescheidenen +41,1 % kommt nur auf höchstens zwei Drittel der anderen Bundesländer.

Dass in denselben Zeiträumen aber die Anzahl der Verkäufe um ein Viertel (+23,4 %) und um drei Viertel (+76,2 %) gestiegen ist, zeigt aber trotzdem die dynamische Entwicklung des Kärntner Wohnungsmarktes.

 

Weitere Informationen zum Kärntner Markt für Eigentumswohnungen finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#kaernten.

 

VORARLBERG

Wohnungsmarkt stabilisiert sich

Die Mengen am Vorarlberger Wohnungsmarkt lagen 2019 unter den Werten von 2018 und 2016, aber über dem Jahr 2017. So hat Vorarlberg einen Rang an Kärnten abgeben müssen. 2.877 Wohneinheiten im Bundesland waren um -270 weniger als zuletzt (-8,6 %).

 

Bregenz wieder die Nummer eins

Trotz geringem Rückgang übernimmt der Landeshauptstadtbezirk mit 928 Verkäufen (-3 %) den RE/MAX-Experten zufolge wieder die Mengenführerschaft von und vor Feldkirch (822; -19,1 %). Die -194 Wohnungen, die dort fehlen, schlagen entsprechend auf das Landesergebnis (-270) durch. Dornbirn trägt auch weniger als zuletzt, nämlich 652 Einheiten (-12,5 %), zum Landesergebnis bei. Einzig Bludenz mit seinen 475 Verkäufen zeigt positives Wachstum (+10,7 %).

 

Wenngleich die Anzahl der gekauften Wohneinheiten im Fünfjahresvergleich nur um +22,2 % und im Zehnjahresvergleich nur um +50,7 %, dem niedrigsten Wert im Bundesgebiet, angestiegen ist, so hat der Gesamtwert in fünf Jahren um +80,3 % und binnen zehn Jahren um plus (!) +172,2 % zugelegt.

 

Transaktionswert weiter steigend

Trotz des Mengenrückgangs 2019 sind laut RE/MAX ImmoSpiegel 899 Millionen Euro – um +30 Mio. Euro mehr als zuletzt – in Wohnungskäufe investiert worden. Mit Ausnahme von 2014 waren die Vorarlberger Wohnungspreise immer die höchsten im Bundesgebiet. Damals lagen sie um +18 % über dem Bundesdurchschnitt. Seither ist der Abstand kontinuierlich gewachsen und lag 2018 bei +35 %.

2019 zogen die Vorarlberger Preise um +10,5 % an, mehr als in jedem anderen Bundesland. Das Ergebnis: Im Durchschnitt 295.552 Euro pro Wohnung, um +40 % mehr als in Gesamtösterreich und sogar um +16 % höher als in Tirol.

 

So kostete eine Wohnung 2019 in der Regel im Bezirk Feldkirch 283.957 Euro (+11,5 %) und in Bludenz 295.898 Euro (+16,4 %). Erstmals über der 300.000-Euro-Marke liegen die Wohnungspreise im Bezirk Bregenz mit 302.493 Euro, der teuersten Landeshauptstadt (+9,1 %) und noch einen Tausender mehr in Dornbirn mit 303.440 Euro (+7,9 %).

 

Weitere Informationen zum Eigentumswohnungsmarkt in Vorarlberg finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#vorarlberg.

 

BURGENLAND

Deutlich mehr Wohnungsverkäufe

Trotz erheblicher Wachstumsraten ist der burgenländische Wohnungsmarkt mit Abstand der kleinste unter den Bundesländern. Immerhin ist der burgenländische Anteil am nationalen Wohnungsmarkt 2019 von 1,1 % auf 1,4 % gewachsen. In absoluten Zahlen war die +138 Mehrmenge der viertgrößte Stückzuwachs hinter Tirol, Niederösterreich und Kärnten.

In Prozenten bedeutet das ein Plus von +25,6 %, mehr als um ein Viertel.

677 Wohnungsverbücherungen lautete dem RE/MAX ImmoSpiegel zufolge für 2019 das stolze Ergebnis.

 

Eisenstadt und Neusiedl: die Zugpferde am Wohnungsmarkt

Erfreulicherweise haben fast alle Bezirke zugelegt. Am meisten mit +45 Eisenstadt (Stadt, Umgebung und Rust) auf 256 Verkäufe. Unmittelbar dahinter Neusiedl mit +44 auf 192 Wohnungen. Mattersburg kam mit einem Plus von +26 auf 93 und Oberwart mit +18 zusätzliche Einheiten auf 56, Oberpullendorf mit +7 auf 31 und Jennersdorf mit dem kleinstmöglichen Zugewinn von +1 auf 24. Einzig Güssing bleibt mit 25 Verkäufen um -3 unter dem Vorjahr.

 

Zielgebiet für Menschen mit fixem Einkommen

Wer von einem Einkommen lebt, das in ganz Österreich gleich ist, wie Beamte oder Pensionisten, der sollte überlegen, ob er sich nicht im Burgenland ansiedeln kann. Nicht wegen der oft nahezu grenzenlosen Fernsicht, sondern: So günstig wie dort und im niederösterreichischen Waldviertel kann man kaum sonst wo wohnen.

Nirgendwo sonst liegt der Bundesland-Wohnungspreis so günstig niedrig: 109.412 Euro, das ist zwar um +3,3 % höher als im letzten Jahr, aber nicht einmal die Hälfte der Preise von Wien, Salzburg, Tirol und vor allem Vorarlberg.

In der Landeshauptstadt und in ihrem Umland kostete eine Wohnung den RE/MAX-Experten zufolge im Durchschnitt 121.579 Euro (+6,0 %). In Neusiedl 117.054 Euro (+4,4 %). Die anderen Bezirke locken alle mit Preisen im fünfstelligen Bereich: Mattersburg mit 98.572 Euro (-1,2 %), Oberwart mit 89.517 Euro (+7,5 %), Oberpullendorf mit 96.413 (-0,7 %), Jennersdorf mit 76.478 Euro (-9,5 %) und Güssing mit 75.228 Euro (-12,5 %).

 

Burgenland zwei Mal Zweiter

Im Zehnjahresvergleich haben die Wohnungspreise im Burgenland um +83,9 % zugelegt. Das ist der zweithöchste Wert unter den Bundesländern hinter Salzburg. Im Fünfjahresvergleich hat das Burgenland mit +39,5 % nur Vorarlberg den Vortritt lassen müssen.

 

Weitere Informationen zum burgenländischen Markt für Eigentumswohnungen finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#burgenland.

 

Bild: Abdruck honorarfrei, RE/MAX Austria/Doris Schwarz-König

 

Bildtext: „Die Anzahl der verkauften Wohnungen hat sich im letzten Jahr auf hohem Niveau eingependelt, die Preise haben nochmals zugelegt. Die Corona-Krise hat der Immobilien- und damit auch der Wohnungsmarkt in Österreich unmittelbar zu spüren bekommen. Speziell in den ersten beiden Wochen nach Beginn der Krise war eine gewisse Schockstarre zu spüren, die Nachfrage nach Wohnungen ist in dieser Phase deutlich zurückgegangen. Mittlerweile hat sich die Situation aber wieder erheblich gebessert“, erläutert der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA. Er geht davon aus, „dass nach Ende der für uns alle schwierigen Situation das Angebot an Wohnungen steigen wird und die Nachfrage aufgrund der erschwerten Rahmenbedingungen (Verunsicherung, Ungewissheit hinsichtlich Arbeitsplätze) nicht so schnell auf das hohe Niveau der vergangenen Jahre zurückkommen wird. Dies wird dazu führen, dass die Preise aus heutiger Sicht nicht steigen werden, in vielen Regionen ist vermutlich mit fallenden Preisen zu rechnen. Nichtdestotrotz bleiben Eigentumswohnungen für die Eigennutzung, aber auch als Anlageform und zur Pensionsvorsorge weiter begehrt und vor allem empfehlenswert.”

 

Pressekontakt

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eMail: wolfgang.wendy@reichlundpartner.com

 

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