Positiver Immobilienmarkt strukturiert sich neu

Beitrag vom 17.03.2021 | Autor: Anton E. Nenning
Immobilienmarkt 2020 Österreich und Bundesländer
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Parkplätze und Kleingärten überfluten die Verkaufsstatistik

Einfamilienhäuser und Grundstücke rückläufig, teuerste verbücherte Immobilie 2020 in Salzburg Stadt

Österreich:

  • Anzahl der Immobilien-Verbücherungen steigt auf 145.780
  • Verkaufswert legt auf 35,1 Mrd. Euro zu

Bundesländer:

  • Wien: drittbestes Ergebnis mit 9,5 Mrd. Euro Immobilien-Verkaufswert
    Alle Flächenbundesländer wertmäßig im Plus, Tirol erstmals auf über 4 Mrd. Euro.

Stärkste Landeshauptstädte:

  • Graz (7.900 Stk., 2,0 Mrd. Euro)
  • Salzburg (2.400 Stk., 1,0 Mrd. Euro)
  • Linz (2.000 Stk., 0,8 Mrd. Euro)

Stärkste Landesbezirke:

  • nach Anzahl der Verbücherungen:
    Innsbruck-Land (3.200 Stk.),
    Graz-Umgebung (3.200 Stk.),
    Baden (2.900 Stk.)
    Salzburg-Umgebung (2.800 Stk.),
    Villach (Stadt + Land: 2.600 Stk.),
    Steyr (Stadt + Land: 2.500 Stk.)
     
  • nach Verkaufswert:
    Kitzbühel (1,1 Mrd. Euro),
    Innsbruck-Land (798 Mio. Euro),
    Salzburg-Umgebung (756 Mio. Euro),
    Graz-Umgebung (741 Mio. Euro),
    Baden (643 Mio. Euro)

Wien Top-Bezirke:

  • nach Verkaufswert:
    Donaustadt (1,10 Mrd. Euro),
    Floridsdorf (618 Mio. Euro),
    Favoriten (612 Mio. Euro),
    Landstraße und Döbling ex aequo (535 Mio. Euro),
    Leopoldstadt (526 Mio. Euro)
     
  • nach Anzahl der Verbücherungen:
    Donaustadt (3.100 Stk.),
    Favoriten (2.200 Stk.),
    Floridsdorf (1.900 Stk.),
    Penzing (1.700 Stk.),
    Ottakring (1.600 Stk.),
    Liesing (1.300 Stk.)

Strukturveränderung:

  • Mengenminus: Einfamilienhäuser: -1.200, Grundstücke: -840, Hausanteile: -470
  • Mengenplus: PKW-Plätze: +6.920, Kleingärten: +1.330, Wohnungen: +550
  • Umsatzplus: Wohnungen +510 Mio. Euro, Mehrfamilienhäuser: +270 Mio. Euro, Grundstücke: +270 Mio. Euro, Reihenhäuser: +230 Mio. Euro
  • Umsatzminus: Gebäude: -370 Mio. Euro, Zinshäuser: -290 Mio. Euro, Hotels, Pensionen: -240 Mio. Euro

Top-Drei-Immobilien-Verkäufe:

  • Ein Gebäudekomplex bestehend aus Büros, Einkaufszentrum, Hotel und Tiefgarage in der Stadt Salzburg um 89 Mio. Euro.
  • Ein Bürogebäude in Wien Alsergrund um 79 Mio. Euro.
  • Ein Gebäudekomplex mit prominenter Adresse in Bregenz um 72 Mio. Euro.
  • Gesamtwert der Top-Ten-Verkäufe in Österreich: 536 Mio. Euro (-8,8 % im Vergleich zu 2019), der Top-100-Verkäufe: 2,0 Mrd. Euro. (-11,5 %).
  • Mindestverkaufswert für die Top-Ten: 38,0 Mio. Euro (+14,5 %) und für die Top-100: 10,5 Mio. Euro (-18,0 %).

Die Top-Objekte der einzelnen Bundesländer finden Sie bei den Bundesländern.
Der Text enthält Zahlen, Daten und Fakten für Gesamtösterreich, jedes Bundesland und jeden einzelnen Bezirk.

Video-Statement zum Immobilienmarkt Gesamtmarkt 2020

RE/MAX ImmoSpiegel - Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA über den Immobiliengesamtmarkt 2020
 

Quicklinks

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Amstetten, 17. März 2021 – Die Wachstumskurve bei den Immobilienverkäufen wird flacher: +5,1 % von 2019 auf 2020, nach +7,4 % im Jahr davor. Das meldet der größte heimische Immobilienvermittler im RE/MAX-ImmoSpiegel 2020. 


Über 7.000 Verbücherungen mehr als 2019

In Österreich wurden 2020 145.780 Objekte, um +7.090 Liegenschaften mehr als im bisherigen Rekordjahr, verbüchert. Die Steigerung im Fünfjahresvergleich ist von 44,2 % für 2019 auf +30,0 % für 2020 gesunken. Im Zehnjahresvergleich liegt der Zuwachs dennoch bei +55,4 %.

 

Geringste Verkaufswertsteigerung seit sechs Jahren

Der Wert aller 2020 in Österreich verbücherten Immobilien lag bei 35,1 Mrd. Euro.

Das sind um +801 Mio. Euro mehr als zuletzt und entspricht einem Anstieg von +2,3 %. Von den Steigerungen der letzten Jahre ist das allerdings weit entfernt:  +7,9 % waren es von 2018 auf 2019 und +13,2 % im Jahr davor. „Man muss schon bis ins Jahr 2013 zurückblicken, um geringere Wachstumsraten zu finden“, bemerkt Mag. Anton Nenning, Managing Director, RE/MAX Austria. „Damals war der Markt um -9,3 % geschrumpft!“

 

„Der Immobilienmarkt bewegte sich auch 2020 auf sehr hohem Niveau. Das Jahr war geprägt von einer sehr hohen Nachfrage, sowohl von Eigennutzern als auch Anlegern, und einem in vielen Regionen knappen Angebot. Speziell Einfamilienhäuser, Baugrundstücke und Eigentumswohnungen erfreuten sich weiterhin sehr großer Beliebtheit. Spürbare Auswirkungen von COVID-19 auf den Immobilienmarkt erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte 2021. Sowohl im Wohn- als auch Gewerbeimmobilienbereich rechnen wir mit einem steigenden Angebot. Bei Wohnimmobilien wird die Nachfrage weiter hoch bleiben und die Preisdynamik wird abflachen“, erklärt Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von RE/MAX Austria.

 

Datenquelle Grundbuch

Als Datenbasis dienen wieder die lückenlos erfassten Kaufverträge im öffentlich zugänglichen amtlichen Grundbuch. Diese Zahlen sind daher die verlässlichsten am Markt. IMMOunited – die Experten für Immobiliendaten – haben sie ausgelesen und als Kaufvertrags-Sammlung publiziert. RE/MAX Austria Research analysiert sie für ganz Österreich und veröffentlicht sie exklusiv im RE/MAX-ImmoSpiegel.

 

„Vollständige Transaktionsdatensätze generiert IMMOunited vor allem durch die Erfassung von Immobilienkaufverträgen aus dem Grundbuch sowie durch Ergänzungen wie historisch erfasste Nutzwertgutachten, Zusatzinfos aus vorangegangenen Immobilieninseraten, Flächen- und Gebäudeinformationen aus dem österreichischen Grundstücksverzeichnis und Flächenwidmungen. All diese Daten ergeben wertvolle Informationen für Partnerunternehmen und den Immobilienmarkt“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.

Bundesländer im Vergleich

Während alle acht Flächenbundesländer zum Teil sogar erhebliche Umsatzzuwächse melden, fällt Wien nach der Überschreitung der 10 Mrd. Euro Grenze im Jahr 2019 wieder darunter zurück. 728 Mio. Euro fehlen auf den 2019er Umsatz, aber 9,54 Mrd. Euro sind den RE/MAX-Experten zufolge dennoch der dritthöchste Transaktionswert hinter 2019 und 2018 in der Geschichte der Bundeshauptstadt. Der Anteil Wiens am nationalen Transaktionskuchen ist dadurch weiter geschrumpft und liegt bei aktuell 27,1 % (2019: 29,9 %).

Milliardengrenzen halten

Aufgrund der Zuwächse können Niederösterreich (5,2 Mrd. Euro), die Steiermark (4,5 Mrd. Euro) und Oberösterreich (4,4 Mrd. Euro) die 2019 jeweils neu erklommenen Milliardengrenzen gut absichern. Erstmals neu im „4 Mrd.-Euro-Club“ ist Tirol (4,0 Mrd. Euro). Salzburg mit 2,9 Mrd. Euro nähert sich beständig der 3 Mrd.-Euro-Grenze. Vorarlberg landet bei 2,3 Mrd. Euro, Kärnten bei 1,7 Mrd. Euro und das Burgenland bei 668 Mio. Euro.
 

Steiermark und Oberösterreich: mehr Umsatzplus als Gesamtösterreich
Die Steiermark und Oberösterreich stemmen laut RE/MAX-Analyse mehr als den gesamten österreichweiten Wertzuwachs: Plus 408 Mio. Euro im Land ob der Enns (+10,2 %) und vor allem die +433 Millionen aus der Grünen Mark (+10,6 %) übertreffen die +801 Mio. Euro vom gesamten Bundesgebiet. Wien machts möglich, mit einem Minus von 728 Mio. Euro (-7,1 %) bremst die Bundeshauptstadt die Bundesentwicklung trotz Aufwärtstrend der anderen Bundesländer.
 

Steirisches „Doping“
Fairerweise muss man allerdings anmerken, dass die Politik in Graz die steirischen Zahlen schon 2019 mit Wirkung 2020 durchaus geschönt hat: Übertragungen von Schulen, Kindergärten, Horten, der Oper und vielen anderen Immobilien im öffentlichen Besitz schlagen im Grundbuch 2020 massiv durch.


Platz drei ans Ländle
Rang drei beim Marktwachstum geht an Vorarlberg mit +193 Mio. Euro (+9,3 %), noch vor Niederösterreich mit +154 Mio. Euro (+3,1 %). In der Mitte des Wachstumsrankings liegen die Tiroler mit +122 Mio. Euro (+3,1 %), gefolgt von Kärnten mit +88 Mio. Euro (+5,5 %), Salzburg mit +82 Mio. Euro (+2,9 %) und dem Burgenland mit +48 Mio. Euro (+7,8 %).

Auch die Verkaufszahlen steigen
Dem RE/MAX ImmoSpiegel zufolge legten alle Bundesländer – außer dem Burgenland – 2020 bei der Anzahl der verbücherten Objekte zu, auch Wien. Das Burgenland feiert „nur“ das zweitbeste Ergebnis in der Historie. Niederösterreich führt bei der Transaktionszahl mit 28.871 vor Wien mit 24.223 und der Steiermark mit 23.487 Liegenschaften. Auch Oberösterreich ist mit 21.516 noch in Schlagdistanz. Die zweite Gruppe führt Tirol mit 13.143 an, dahinter Kärnten mit 10.357, knapp vor Salzburg mit 10.251. Die Verfolgergruppe kommt aus dem West- und dem Ostende des Landes: 7.444 Verbücherungen in Vorarlberg und 6.488 im Burgenland.

Steiermark mit der höchsten Mengensteigerung
Die Mengenveränderungen widerspiegeln nicht nur die Größe des Bundeslandes: So führt die Steiermark mit +2.239 Verkäufen (+10,5 %) vor Oberösterreich mit +1.364 (+6,8 %) und Wien mit +1.311 (+5,7 %). 754 Mehrverkäufe in Salzburg bringen ein Plus von 7,9 %, 729 in Vorarlberg dagegen den Spitzenwert des Jahres mit +10,9 %. Vergleichsweise gering ist jedoch die Dynamik in Niederösterreich mit +567 Stück (+2,0 %), knapp vor Kärnten mit 513 zusätzlichen Verbücherungen (+5,2 %). +2,0 % bedeuten für Tirol +264 zusätzliche Immobilienverkäufe. Dem Burgenland - wie schon erwähnt hinter 2019 zurück – fehlen -651 Immobilienkäufe (-9,1 %) auf das Rekordjahr.

Zehn Jahre Entwicklung
Im Zehnjahresvergleich des RE/MAX ImmoSpiegels steigen die Immobilienverbücherungen in der Steiermark um +75,5 %, in Kärnten um +68,5 %, in Salzburg um +63,4 %, in Tirol um +61,1 % und in Oberösterreich um +57,0 %. Vorarlberg mit +51,7 % schlägt Wien mit +51,5 %. Der Bundesdurchschnitt liegt bei +55,4 %. Darunter finden sich noch Niederösterreich mit +41,3 % und das Burgenland mit +34,5 %.

Ähnliche Werte, aber andere Zusammensetzung
Erste Analysen haben erhebliche Verwerfungen in der Immobilienlandschaft aufgezeigt: Wirtschaftlich vergleichsweise unbedeutend sind die zusätzlichen +7.000 PKW-Abstellplätze, die 2020 als eigenes Kaufobjekt verbüchert wurden, ebenso die +1.300 Kleingärten. Sie blähen die Mengenstatistik auf. Relevant hingegen sind +550 zusätzliche Wohnungen und die -1.200 Einfamilienhäuser weniger, ebenso -840 fehlende Grundstücke. „Gesamtwirtschaftlich ins Gewicht fällt der Umsatzrückgang bei Großgebäuden, Zinshäusern und Hotels/Pensionen aufgrund der hohen Stückpreise trotz der kleinen Anzahl. Gerade diese Gruppen sind sicherlich auch coronabedingt ins Hintertreffen geraten. Ein Hotel im Lockdown zu verkaufen, ist sicher kein guter Zeitpunkt, weil den Käufern Sicherheit und Zuversicht fehlen. Ein Gebäude oder ein Zinshaus zu verkaufen, bei dem die Einnahmen durch eingemietete Handels- und Gastronomiebetriebe nur tröpfeln statt fließen, ist weniger erfolgversprechend, als wenn die Wirtschaft wieder läuft“, resümiert Nenning.

Weitere Informationen zu 2020 sowie die Vergleichszahlen zu 2019 finden Sie unter https://www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt/#oesterreich.

 

Bundesländer im Detail

Rückgang auf höchstem Niveau: 9,5 Mrd. Euro Verkaufswert

2019 war der Wiener Immobilienmarkt erstmals 10,27 Mrd. Euro schwer. 2020 fehlten jedoch 728 Mio. Euro auf das Vorjahresergebnis. Damit ist der Anteil des Wiener Marktes am Bundestransaktionswert innerhalb von zehn Jahren von 28,6 % auf 31,2 % (2018) gestiegen und jetzt wieder auf 27,1 % gesunken. Das widerspiegelt auch die Tatsache, dass erstmals in den Aufzeichnungen der RE/MAX-Experten Wien weniger Umsatz macht als die Nummer zwei und drei unter den Bundesländern gemeinsam. Wie man es dreht und wendet, es fehlen -7,1 % auf das Rekordvorjahr, auch wenn das Handelsvolumen in den letzten fünf Jahren immer noch um +33,1 % gestiegen ist und sich im Zehnjahresvergleich mit +93,6 % beinahe verdoppelt hat.


Leicht steigende Verbücherungszahlen

An der Menge der Verbücherungen – mit 24.223 (+5,7 %) ein neuer Spitzenwert – kann es nicht liegen. Die Steigerungsrate liegt im Mittelfeld unter den Bundesländern. Hinter den Kulissen verbirgt sich allerdings eine Strukturverschiebung, die besonders in Wien stark durchschlägt: Zinshäuser und große Geschäftsgebäude leiden offensichtlich unter den Pandemiebedingungen. Separat parifizierte Parkplätze, aber auch Kleingärten sind vor allem dort relevant, wo der Wohnungsanteil hoch und der Einfamilienhäuseranteil niedrig ist, nämlich in Großstädten.


Die Wiener-Bezirke:

Die ganz Großen nicht ganz stabil

An der Spitze lagen RE/MAX-Berechnungen zufolge 2020 – wie schon zuvor – die Bezirke Donaustadt (3.052 Stk.) und Favoriten (2.189 Stk.). Gleichzeitig fehlten dem 22. Bezirk -209 Objekte (-6,4 %) und dem 10. sogar -589 Einheiten (-21,2 %). Damit schwand der gemeinsame Anteil der beiden Bezirke am städtischen Markt von einem Viertel auf ein Fünftel. Halbvoll-halbleer, es sind die zweitbesten Ergebnisse der Geschichte für beide Bezirke, 2019 war noch stärker. Allein die Anzahl in der Donaustadt übertrifft die Summe der Verbücherungen der Bezirke 1, 4, 5, 6, 7, 8 und 9. „Finanziell hielten sich die Auswirkungen in der Donaustadt in Grenzen: 1,10 Mrd. Euro sind trotz einem Minus von -2,2 % ein absolutes Highlight am österreichischen Immobilienmarkt“, erklärt Reikersdorfer. Favoriten ist dagegen wertmäßig stärker betroffen, da fehlen -275 Mio. Euro (-31,0 %) auf 2019.


21., 14., 17., gut unterwegs

Floridsdorf hat gegen den Stadttrend um +622 Verbücherungen zugelegt (+48,3 %) und erreicht mit der neuen „persönlichen“ Bestnote von 1.910 Verkäufen Platz drei. Dies entspricht einem Immobilien-Verkaufswert von 618 Mio. Euro (+12,1 %) und in der Wiener Bezirks-Umsatzstatistik Platz zwei. Auch Penzing mit +481 Objekten (+40,0 %) und einem Endstand von erstmals 1.684 Verkäufen performt hervorragend: 480 Mio. Euro Gegenwert sind um elf Mio. Euro mehr als 2019. Ottakring legt um +10,7 % Verbücherungen auf stolze 1.597 zu, der Preis dafür liegt bei 460 Mio. Euro (+10,9 %). Auf dem sechsten Platz im großstädtischen Verkaufsmengen-Ranking des RE/MAX-ImmoSpiegels findet sich Liesing: 1.342 Transaktionen, um +4,7 % mehr als 2019, aber nur das zweitbeste Ergebnis in der Bezirksgeschichte. Beim Wert stellen die 439 Mio. Euro (-14,5 %) einen Rückschritt auf das Niveau von 2016 dar.


Meidling geht durch die Decke

Der Bezirk Landstraße hat mit 1.264 Verbücherungen die Punktlandung auf dem 2019er Ergebnis um drei Objekte übererfüllt. Beim Verkaufswert fehlen mit 535 Mio. Euro auf das Vorjahr -183 Mio. Euro, also -25,5 %, der zweitstärkste Einbruch beim Gesamtverkaufswert unter den Wiener Bezirken. Meidling steigert sich um +389 Verkäufe auf 1.253 Verkäufe zu einem neuen Allzeithoch. Ein Plus von 140 Mio. Euro stellt laut RE/MAX-Berechnungen den höchsten absoluten wie relativen Wertzuwachs in Wien dar (+46,2 %). Knapp hinter dem zwölften Bezirk beendet Leopoldstadt mit 1.231 Stk. die Bezirksliste mit den vierstelligen Verbücherungszahlen (+15,8 %). Wertmäßig lief es weniger gut: 526 Mio. Euro, um -25 Mio. weniger als zuletzt, dennoch das zweitbeste Ergebnis bisher.


Simmering als Nummer zehn im Mengenranking brachte es auf 950 Immobilienverkäufe (+15,7 %) um 344 Mio. Euro (+2,9 %), Döbling auf 895 Einheiten (+6,2 %) bei 535 Mio. Euro (-9,6 %). Rudolfsheim-Fünfhaus macht das Dutzend voll: 892 Transaktionen, -5,2 % weniger als zuletzt. Das schlägt sich auch überproportional im Verkaufswert nieder: 269 Mio. Euro (-19,2 % oder -64 Mio. Euro).


Währing dritter beim Umsatzwachstum

Der 18. Bezirk dagegen wächst im zweistelligen Prozentbereich (+11,6 %) auf 847 Verbücherungen. Parallel dazu die Entwicklung der Kaufpreissumme: plus 13,9 % bringen 482 Mio. Euro und einen Stockerlplatz. Auch Hietzing feiert wie Währing einen neuen Stückrekord: 792 sind es im Bezirk südlich der Wiener Westausfahrt (+1,9 %). Die Wertentwicklung geht jedoch minimal in die andere Richtung: -2,0 % führen zu 332 Mio. Euro, um sieben Mio. Euro weniger als zuletzt, dennoch mehr als 2018 und davor.


Hernals legt um fast ein Drittel zu

Die Brigittenau, den 771 Kaufakten zufolge um +13,9 % aktiver als 2019, sackt jedoch beim Umsatz massiv ein: -27,2 % oder -80 Mio. auf 214 Mio. Euro. Hernals kommt den RE/MAX-Experten zufolge auf +7,8 % Mengensteigerung und 764 Verkäufe, jedoch auf 313 Mio. Euro Umsatz – ein sattes Plus von 30,5 %, das zweitgrößte unter allen Bezirken.


Margarethen fehlen trotz 522 Kaufakten auf 2019 harmlose -2,2 %, trotzdem das schwächste Jahr des letzten Jahrzehnts. Dramatisch ist jedoch die Wertdynamik: Ausgehend von 349 Mio. Euro 2019 und einem Rückgang von -133 Mio. Euro verbleiben 2020 noch 217 Mio. Euro als sechstbestes Ergebnis der Bezirkshistorie und der größte prozentuelle Einbruch unter den Bezirken (-37,9 %). Auch Alsergrund beklagt Negativtendenzen: 494 Verkäufe sind um -15,5 % weniger als 2019, nur das sechstbeste Jahr bisher, jedoch sind die Geldrelationen weniger schlimm: 365 Mio. Euro Umsatz bedeuten zwar um -7,9 % weniger als zuletzt, aber es ist noch immer der dritthöchste bis dato erzielte Wert.


Neubau ist mit seinen 477 Verkaufseinheiten mengenmäßig mit -4,5 % relativ wenig betroffen, jedoch aufgrund fehlender 51 Mio. und einem Umsatz von 270 Mio. Euro mit -15,8 % erheblich hinten nach.


Wieden schlägt sich dagegen mit -2,4 % und 411 Kaufakten um 267 Mio. Euro (-8,0 %) relativ wacker.


Mariahilf wiederum bleibt mit 358 Verkäufen um -13,3 % hinter dem Vorjahr und auch hinter sieben anderen Jahren zurück. Wertmäßig bedeutet das jedoch kein Jammertal: 234 Mio. Euro sind um +7,1 % mehr als zuletzt, nur weniger als im Jahr 2018.


Warm-Eiskalt für den ersten Bezirk

300 Immobilienverkäufe, so viel wie nie zuvor, erfolgten im Ersten. Der Bezirk Innere Stadt verbücherte um +2,4 % mehr als zuletzt und jemals sonst. Den Umsatzzahlen hat es allerdings wenig genützt, denn „es fehlten 2020 die ganz großen Brocken“, so Nenning und mit -127 Mio. Euro -24,9 % auf das Vorjahrsergebnis. 382 Mio. Euro sind nur das achtbeste Ergebnis der letzten zehn Jahre.


Den positiven Abschluss steuert die Josefstadt bei: +14,6 % mehr Verkäufe auf 228 Einheiten und 107 Mio. Euro. Das ist zwar nur das siebtbeste Resultat bisher, aber um +6,8 % besser als im Jahr 2019.


Somit sehen die RE/MAX-Experten bei den Mengen für fünfzehn Wiener Bezirke einen Aufwärtsschwung und für acht Bezirke eine negative Entwicklung mit einer Bandbreite von +48,3 % (Floridsdorf) bis -22,2 % in Favoriten. Beim Umsatz liegen neun Bezirke vor und 14 hinter den 2019er Resultaten. Die Range beim Geldwert ist noch ein Stück größer als bei der Menge: von +46,2 % in Meidling bis zu -37,9 % im Fünften.


Die Big-Deals der Bundeshauptstadt

Die größten Immobilien-Transaktionen in Wien waren ein Bürogebäude in Wien 9 um 79,2 Mio. Euro. Um 41,0 Mio. Euro wurden Gebäude einer Lebensmittelproduktionsstätte im Zehnten veräußert, um 40,6 Mio. Euro ein Zinshaus in der Mariahilfer Straße, um 40,2 Mio. Euro ein Bürogebäude im Elften und um 38,0 Mio. Euro ein Gebäude im Achtzehnten.


Mehr Zahlen und alle Grafiken unter https://www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt/#wien

Seit 2013 gehen die gehandelten Immobilienmengen in Niederösterreich im RE/MAX ImmoSpiegel stetig nach oben. 28.871 verbücherte Liegenschaften sind um +567 (+2,0 %) mehr als 2019, um +23,3 % mehr als vor fünf und um +41,3 % mehr als vor zehn Jahren. Parallel dazu hat sich auch der Gesamthandelswert in Niederösterreich nach oben gedreht: 5,16 Mrd. Euro sind um +154 Mio. mehr als 2019 (+3,1 %) und mehr als das doppelte von vor zehn Jahren (+105,7 %).


Bezirk Baden ist das blau-gelbe Maß aller Dinge

Um +14,4 % steigerte Baden neuerlich seine Immobilien-Handelsmengen (nach +13,5 % im Jahr 2019) auf 2.948 Einheiten und führt damit den RE/MAX-Experten zufolge das Landesmengenranking klar an. Auch beim Wert liegt Baden mit 643 Mio. Euro (+8,4 %) vor Mödling mit 620 Mio. Euro (-16,9 %) und 2.255 Objekten. Die 2.238 Immobilienkäufe in Tulln (+2,4 %) entsprechen 502 Mio. Euro (+6,2 %). Bruck/Leitha mit 458 Mio. Euro (+19,8 %) belegt dem Wert nach Rang vier, auch wenn die Menge mit 1.697 (-8,5 %) nur den achten Platz bedeutet. Korneuburg liegt mit seinem 422 Mio. Euro Immobilienumsatz um -36 Mio. hinter Bruck, in der Mengenstatistik beträgt der Abstand aber nur genau eine Immobilie (1.696, -0,2 %). Wr. Neustadt (Stadt + Land) kommt auf 405 Mio. Euro (+29,6 %) für 2.112 Verkäufe (+27,1 %). Der Flächenbezirk um die Landeshauptstadt – St. Pölten-Land – rangiert mit 366 Mio. Euro auf Platz sieben (+15,0 %) als Gegenwert für 1.793 Verkäufe. Gänserndorf erringt mit 2.147 Transaktionen den vierten Platz (+3,6 %), die 341 Mio. Euro Umsatz bringen wertmäßig Platz acht (+5,1 %). Beträchtlich ist der Abstand zu Krems (Stadt + Land): 231 Mio. Euro für 1.708 Objekte sind der Menge nach ein Plus von 3,6 % und beim Wert ein Plus von 8,8 %. Amstetten, samt der Statutarstadt Waidhofen/Ybbs, ist der letzte Bezirk im „200-Mio.-Euro-Club“: 1.396 Verbücherungen (+6,8 %) um insgesamt 212 Mio. Euro (+1,4 %) bringen auch den zehnten Gesamtrang. 164 Mio. Euro schwer wog der Immobilienmarkt im Bezirk Mistelbach (+5,8 %). 1.685 Liegenschaften wurden dafür verkauft (+2,6 %). Mit relativ geringen Abständen folgen Neunkirchen (156 Mio. Euro, -3,0 % und 1.235 Objekte, -15,6 %) vor St. Pölten und Melk.


Neun zu eins für die Operettenstadt

Die Landeshauptstadt St. Pölten mit 146 Mio. Euro (-17,5 %) für 664 Liegenschaften (-1,3 %) und alle weiteren acht Bezirke reichen den RE/MAX-Berechnungen zufolge umsatzmäßig zusammen nur mehr beinahe an Baden heran. Melk leistet seinen Beitrag mit 132 Mio. Euro (+11,4 %) bei 1.002 Objekten (-1,2 %). Hollabrunn eröffnet mit 91 Mio. Euro (+10,1 %) den „Club der Unter-100-Mio.-Euro-Bezirke“ – trotz seiner 1.132 Verbücherungen (-5,4 %). Horn wirft 54 Mio. Euro in die Waagschale, 663 Verkäufe sind nur einer weniger als in St. Pölten. Lilienfeld und Gmünd kommen auf 49 Mio. Euro, Gmünd mit 651 Objekten und Lilienfeld mit 339 als Mengenschlusslicht. Die Bezirke Scheibbs mit 46 Mio. Euro aus 400 Verkäufen, Zwettl mit 40 Mio. Euro aus 595 und Waidhofen/Thaya mit 29 Mio. Euro aus 515 Verbücherungen machen das Bundesland komplett.


Von den 21 niederösterreichischen Bezirken lagen 2020 wertmäßig vier im Minus und 17 im Plus. Bei der Transaktionszahl waren Wachstum und Rückgang beinahe ausgeglichen: Elf im Plus und zehn im Minus. „Muster oder Regelmäßigkeiten ließen sich keine ableiten, sowohl im oberen Wald- und Weinviertel als auch im Industrie- und Mostviertel sowie in unmittelbarer Nähe von Wien waren Bezirke betroffen“, bemerkt Nenning.


Die Top-5-Immobilienverkäufe in Niederösterreich


fanden im Wiener Umland statt: Ein Logistikzentrum im Bezirk Bruck/Leitha führt mit 36,5 Mio. Euro die Liste an. Danach folgen im Bezirk Mödling ein 25,0 Mio.-Euro-Objekt in Vösendorf an der Triester Straße und eines um 11,1 Mio. Euro in Perchtoldsdorf. In Wiener Neustadt wurde eine 10,7 Mio.-Euro-Liegenschaft verkauft und in Maria Ellend, unweit vom Flughafen Schwechat, ein Grundstück um 9,0 Mio. Euro.


Mehr Zahlen und Grafiken unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt/#niederoesterreich

Die klare Nummer drei unter den Bundesländern ist am Immobilienmarkt die Steiermark: 23.437 Verbücherungen im Jahr 2020 und 4,50 Mrd. Euro Gegenwert halten Oberösterreich ausreichend auf Distanz. 2.239 Verkäufe mehr als 2019 (+10,5 %) entsprechen einem Plus von 433 Mio. Euro für die Verkäufer (+10,6 %). Dies ist der höchste prozentuelle Zuwachs unter allen Bundesländern. Wenngleich in Graz den Daten von IMMOunited zufolge rund 450 Mio. Euro an öffentlichen Liegenschaften, die 2020 grundbücherlich den Eigentümer wechselten, enthalten sind. Doch auch bei der Anzahl der Verbücherungen, wo der öffentliche Anteil aufgrund der geringen Menge kaum spürbar ist, ist die Dynamik der Steirer den RE/MAX-Experten zufolge reif für das Podest. Nur die Vorarlberger haben ein noch höheres prozentuelles Mengenwachstum erwirtschaftet.


Graz wächst, anscheinend unaufhörlich

7.928 Transaktionen weist der RE/MAX-ImmoSpiegel für die Landeshauptstadt Graz aus. Das sind 33,8 % der Landesmenge. Dazu kommen 3.217 Verkäufe im Bezirk Graz-Umgebung. Zusammen machen sie 47,5 % aller Verkäufe im Bundesland aus. Im Jahr davor waren es noch 46,8 %, im Jahr 2018 noch 44,3 % und vor zehn Jahren 39,9 %. „Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre ist der Mengenanteil des Zentralraums jedes Jahr um 0,72 % gestiegen. Diese Tendenz sollte strukturpolitisch zu denken geben“, warnt Nenning.


Deutlicher Abstand zu den Landbezirken

Die Landbezirke folgen mit einem enormen Respektabstand, mengen-, wie wertmäßig: Leibnitz mengenmäßig als erster Verfolger mit 1.803 Verkäufen (+18,6 %) setzte 251 Mio. Euro um. Liezen mit 1.418 Einheiten schaffte um -3,9 % weniger als im Vorjahr. Nichtsdestotrotz lag der Handelswert mit 277 Mio. Euro um +13,9 % über dem Jahr 2019 und höher als in jedem anderen „üblichen“ steirischen Bezirk. Weiz legte um ein Drittel zu: 1.377 neue Eigentümer (+33,7 %) bezahlten dafür 191 Mio. Euro. Die daraus resultierende Steigerung von +43,5 % stellt dem RE/MAX-ImmoSpiegel zufolge den steirischen Jahresspitzenwert dar. Nur 20 Liegenschaften weniger gingen im Bezirk Südoststeiermark in neue Hände: 1.357 bedeuten ein Plus von 17,5 % und 136 Mio. Euro (+30,0 %). Mit 30 Immobilien weniger (1.327) folgt schon Bruck-Mürzzuschlag. Die 185 Mio. Euro Gegenwert liegen um +24,0 % über dem Vorjahr.


Deutschlandsberg klopft an

Hartberg-Fürstenfeld beschließt den Club der Bezirke mit über 1.000-Verbücherungen: 1.293 Verkäufe (+2,4 %) und ein Handelsvolumen von 144 Mio. Euro (+15,6 %). Deutschlandsberg steigert sich um +7,1 % auf 950 Einheiten. Nochmals so ein Auftrieb und die 1.000er Grenze ist geschafft. Für den Bezirk Murtal ist der Weg noch länger: 847 Verbücherungen sind trotz +4,3 % noch ein Stück vom großen Ziel entfernt. 110 Mio. Euro und ein Plus von 6,7 % stellen die Wertachse dar. Voitsberg legt um +13,9 % auf 789 Liegenschaftsverkäufe zu, die dafür bezahlten 117 Mio. Euro sind um +26,1 % mehr als 2019. Leoben mit seinen 779 Eigentümerwechseln rutscht aufgrund des Rückgangs von -2,7 % um einen Platz im Mengenranking ab. Die 112 Mio. Euro Kaufpreissumme stellten allerdings einen Zuwachs von +21,1 % dar. Murau schließt mit 402 Verkäufen (+2,0 %) um 60 Mio. Euro.


Trendmäßig liegen zehn steirische Bezirke bei den Immobilienverkäufen über den 2019er Mengen und nur drei darunter. Bei den Kaufpreiserlösen gibt es keine Ausreißer nach unten. Ausgerechnet Graz verzeichnet nach Berechnungen des RE/MAX-Netzwerks die geringste Gesamtkaufpreissteigung unter den Bezirken. Die steirischen Bezirke verzeichneten allesamt ausnahmslos neue Spitzenumsätze.


Die Top-Verbücherungen 2020 in der Steiermark:

Der dickste Fisch im steirischen Immobilienteich ist nicht mehr ganz fangfrisch. Der Verkauf wurde Ende 2018 abgeschlossen, aber erst 2020 verbüchert und poliert verspätet die Statistik auf: Der Grazer Gebäudekomplex um 55,7 Mio. Euro ist Teil des Projekts Smart City. Ein Logistikzentrum in Werndorf kostete 40,4 Mio. Euro, eines in Wundschuh 39,0 Mio. Euro. Auch erst 2020 neu ins Grundbuch eingetragen wurden zwei prominente Grazer Immobilien: um 34,6 Mio. Euro die Grazer Oper und um 31,4 Mio. Euro ein Objekt am Grazer Hauptplatz.


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Zweithöchstes Marktwachstum

Im Jahr 2019 hat Oberösterreich erstmals die 20.000er-Marke bei den Verbücherungen übersprungen. 2020 kamen weitere 1.364 Kaufverträge (+6,8 %) dazu. Endresultat: 21.516 Transaktionen, somit im RE/MAX-ImmoSpiegel der vierte Rang unter den Bundesländern und der zweite beim absoluten Mengenwachstum. Während die Steirer in Sichtweite sind – deren 2019er-Mengen lagen unter den 2020er der Oberösterreicher, nähert sich Verfolger Tirol gerade einmal dem Oberösterreich-Niveau von 2014.


Auch beim Wert rangiert Oberösterreich mit 4,42 Mrd. Euro auf Platz vier, jedoch beim Wachstum mit 409 Mio. (+10,2 %) auf dem zweiten. Im Fünfjahresvergleich liegt die Mengensteigerung bei +29,2 % und der Wertzuwachs bei +56,5 %.


Steyr und Linz-Land hängen Vorjahresersten Vöcklabruck ab

Mit einem absoluten Ausnahmejahr hat Steyr (Stadt + Land) auf das Vorjahres-Spitzenergebnis den IMMOunited-Zahlen zufolge noch einmal +80,6 % draufgesetzt und mit 2.539 Verbücherungen einen neuen Landesrekord aus dem Boden gestampft. Dass es sich dabei nicht nur um Autoabstellplätze gehandelt haben kann, zeigt der Handelswert von fast einer halben Milliarde Euro (496 Mio.) nach einer Steigerung von +74,5 %. Linz-Land, 2019 noch vierter, drehte 2020 die Handelsmenge um +15,0 % nach oben. Dementsprechend positiv auch die Wertentwicklung: 574 Mio. Euro sind das zweithöchste jemals in Oberösterreich registrierte Verkaufsvolumen, begründet in einem Wachstum von +4,6 %. Ebenfalls noch auf dem Podest: die Nummer eins aus 2019, Vöcklabruck. 2.107 Verkäufe, um -4,1 % unter der 2019er-Menge. Die 490 Mio. Euro Umsatz (-1,4 %) reichen für Platz vier.


Linz: Sieben auf einen Streich

Die Landeshauptstadt Linz verbücherte 2020 exakt 2.030 Immobilien, um -49 weniger als 2019. Der Verkaufswert allerdings ging um +168 Mio. Euro auf 753 Mio. in die Höhe. Der bisherige Rekord mit 622 Mio. Euro stammt aus dem Jahr 2016, aufgestellt ebenfalls von den Linzern. Da mussten den RE/MAX-Experten zufolge 2020 schon die Bezirke Eferding, Schärding, Rohrbach, Kirchdorf, Grieskirchen, Freistadt und Perg zusammenlegen, um annähernd dorthin zu gelangen.


Gmunden kratzt an der 2.000er Grenze

1.979 Immobilienverkäufe am Traunsee-Bezirk sind um +100 mehr als zuletzt. 423 Mio. Euro waren sie den Käufern wert, um +61 Mio. mehr als 2019. Braunau dagegen fehlen zwei Liegenschaften auf den 2019-Rekord mit 1.731 Objekten. Ein Plus von 4,3 % sorgt für 276 Mio. Euro Gesamtumsatz. Urfahr-Umgebung mit 1.445 Liegenschaften verzeichnet die zweithöchste Mengensteigerung im Bundesland (+43,4 %) und die zweithöchste beim Wert (+40,9 %) sowie 264 Mio. Euro für die Immobilienverkäufer. Die Käufer in Wels (Stadt + Land) erwarben 1.236 Liegenschaften (-40,0 %). Der Rückgang bringt Wels zurück auf das Mengenniveau von 2012 (1.234 Einheiten). Auch die Umsätze sind entsprechend eingebrochen: von 511 auf 273 Mio. Euro, etwas über dem Stand von 2015.


Weniger als 1.000 Verkäufe

Ried mit 958 Immobilienverkäufen (+67) und 162 Mio. Euro Verkehrswert (+22,8 %) eröffnet auf Rang neun den Reigen der Bezirke mit dreistelligen Verkaufszahlen. Perg mit 915 (+19,5 %) und 137 Mio. Euro folgt. Dahinter Freistadt mit 824 verbücherten Liegenschaften und dem dritthöchsten Mengenwachstum im Bundesland (+25,6 %) für 112 Mio. Euro und gerade noch einem Podiumsplatz aufgrund der Umsatzsteigerung von +29,3 %. Grieskirchen kommt auf 819 Verkäufe im Gegenwert von 123 Mio. Euro (+6,6 %), Kirchdorf auf 761 (+46) um 121 Mio. Euro (+11,3 %). Es folgen mit geringem Abstand Rohrbach mit 739 Kaufobjekten (+6,6 %) – allerdings erheblich günstiger nämlich um 63 Mio. Euro (+19,1 %) – und Schärding mit 734 Verkäufen (-9,4 %) um 81 Mio. Euro (-5,6 %). Eferding schließt mit 424 Transaktionen (+9,6 %) und 75 Mio. Euro.


Somit konnten 2020 zehn der 16 oberösterreichischen Bezirke ihre Immobilienverkaufsmengen gegenüber 2019 erhöhen – fünf sogar dreistellig – und 13 ihre Umsätze, davon neun um mehr als +10 %.


Die umsatzstärksten Immobilien-Verbücherungen in Oberösterreich

waren 2020, den IMMOunited-Zahlen zufolge, eine Liegenschaft in 4040 Linz um 32,0 Mio. Euro, gefolgt von einem Handelskomplex in Linz um 30,4 Mio. Euro. Den dritten Platz erreicht eine Liegenschaft im Bezirk Linz-Land mit einem Verbücherungswert von 25,1 Mio. Euro. Ein Betriebsgebäude in der Stahlstraße kostete 24,2 Mio. Euro und ein Wohnkomplex noch weitere 20,7 Mio. Euro.


Mehr Zahlen und Grafiken unter https://www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt/#oberoesterreich

Immobilienmarkt: Erstmals vier Mrd. Euro schwer

Mit nur 0,5 % Sicherheitsabstand übersprang Tirol die Milliarden-Euro-Schwelle und schloss damit zu Oberösterreich und der Steiermark auf. 4,021 Mrd. Euro sind um 122 Mio. Euro mehr als ein Jahr zuvor und um 8 Mio. mehr als das Ergebnis der Oberösterreicher 2019. Seit 2015 hat der Immobilienhandel in Tirol um +29,9 % an Stück zugelegt, jedoch um +58,9 % an Wert, berechneten die RE/MAX-Analysten.


Aufgrund des mehr als überdurchschnittlichen Preisniveaus reichen dafür vergleichsweise wenige Verkäufe: 13.143 sind um +264 mehr als zuletzt, aber dennoch nur 61,1 % der Menge in Oberösterreich, das alleine zeigt schon den Unterschied im Preisniveau. Die Marktentwicklung läuft positiv, die Steigerungsraten befinden sich im Vergleich mit den anderen Bundesländern im unteren Bereich (Wert: Rang sechs, Menge: Rang sieben). Das ist wohl auch den enormen Zuwächsen von 2019 (Wert: +12,5 %, Menge: +13,1 %) zuzuschreiben.


Innsbruck und Umland mit stabilem Mengenanteil

Innsbruck-Land führt den RE/MAX-Experten zufolge seit 2010 ununterbrochen das Mengenranking im Tiroler Immobilienmarkt an. 2020 sogar mit um die Hälfte (49,6 %) mehr Verbücherungen als die Landeshauptstadt selbst. 3.222 Verkäufe in Innsbruck-Land (+14,3 %) stehen 2.154 in der Stadt gegenüber (-13,0 % auf das Rekordjahr 2019). Die Immobilienkäufer nahmen dafür in Innsbruck-Land 798 Mio. Euro in die Hand, um +64 Mio. mehr als 2019 (+8,7 %). In der Landeshauptstadt war der Zuwachs jedoch +108 Mio. Euro (+16,7 %) und daher übertraf das Resultat dennoch mehr als eine Dreiviertelmilliarde (756 Mio. Euro), ein neuer Spitzenwert für Innsbruck.


Kufstein kratzt an der halben Milliarde. Kitzbühel, Schwaz im Aufwind.

Mit 1.871 Immobilientransaktionen (+2,1 %) belegt Kufstein das sechste Mal in Folge den dritten Tiroler Bezirksrang. Der Gegenwert lag bei 495 Mio. Euro (+2,6 %), die halbe Milliarde ist also in Reichweite. Kitzbühel verzeichnet mit 1.687 Liegenschaftskäufen um +355 (+26,7 %) mehr als 2019 und um +241 (16,7 %) mehr als im Spitzenjahr 2018.


Kitzbühel erstmals zehnstellig beim Immobilienverkaufswert

Beim Transaktionswert spielt Kitzbühel traditionell in der Premier League. Nur die zweitgrößte Stadt Österreichs, Graz, kann da noch gut dagegenhalten. In Wien findet sich noch der Bezirk Donaustadt im RE/MAX-ImmoSpiegel auf Augenhöhe, jedoch kein anderer Bezirk und keine andere Großstadt, auch nicht das ganze Bundesland Burgenland. Die Milliardenschwelle wurde im Bezirk Kitzbühel 2020 quasi im Vorbeigehen passiert. 1,10 Mrd. Euro sind um +176 Mio. Euro mehr (+18,6 %) als 2019 und um +113 Mio. mehr als im Spitzenjahr 2018. „Allein vom Umsatzwachstum im Bezirk Kitzbühel könnte man in der Hälfte der Bezirke und Landeshauptstädte außerhalb von Wien mindestens einen Gesamtjahres-Immobilienumsatz finanzieren, meistens sogar mehr“, rechnet Nenning vor.


Zweitbeste Jahre

Auch Schwaz konnte die Immobilien-Verkaufsmengen kräftig erhöhen: Ein Plus von 119 Liegenschaften auf 1.535 sind +8,4 %, im Bundesland jeweils die Nummer drei. 339 Mio. Euro Umsatz dazu bedeuten jedoch den fünften Platz und einen Rückgang um -28,7 %. Imst bleibt mit 1.002 Einheiten gerade noch vierstellig und erzielt damit das zweitbeste bisherige Ergebnis (-127, -11,2 %). Bei 198 Mio. Euro Umsatz fehlen -42 Mio. Euro auf das Rekord-Vorjahr (-17,6 %). Nur mehr halb so mächtig sind die Mengen in Landeck, Lienz und Reutte, aber alle rückläufig: Landeck registriert 591 Verbücherungen (-44) um 131 Mio. Euro (- 31 % nach einem Ausnahmejahr 2019), Lienz 552 (-134) jedoch ein Zuwachs von +2,7 % auf 95 Mio. Euro und Reutte 529 Verkäufe (-23) um 105 Mio. Euro (-1,2 %). Für Lienz, Reutte und Schwaz war 2020 jeweils das zweibeste Umsatzjahr bisher.


Die Top-Immobilienverkäufe in Tirol

2020 findet sich kein großes Sanatorium und keine große Industrieliegenschaft wie in den vergangenen Jahren in der Verbücherungsstatistik Tirols. Diesmal führt ein Hotel in Innsbruck um 23,2 Mio. Euro das Ranking an, dahinter ein nettes Einfamilienhaus in Kitzbühel um 19,8 Mio. Euro und eine Liegenschaft in Reith bei Kitzbühel um 15,8 Mio. Euro. Ein Hotel in Sölden kostete 15,1 Mio. Euro und ein Betriebsgebäude in Innsbruck 13,5 Mio. Euro.


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Kärnten wächst, aber Vorsprung schrumpft

Den Wettstreit mit Salzburg um Rang sechs der Bundesländerliste hat Kärnten seit 2017 Jahr für Jahr für sich entschieden, allerdings mit einem immer kleineren Vorsprung. 2020 betrug er nur mehr 106 Objekte. Der Trendlinie entsprechend müssen die Kärntner erheblich gegensteuern, sonst geht sich das 2021 nicht mehr aus. Das soll aber die Freude über den historischen Moment – erstmals fünfstellig bei der Verbüchungsanzahl – nicht trüben! Das südlichste Bundesland verbücherte laut den RE/MAX-Analysen für 10.357 Liegenschaften neue Eigentümer, um 513 (+5,2 %) mehr als zuletzt. Dies bedeutet einen Anstieg im Fünfjahresvergleich um +31,6 %. 1,68 Mrd. Euro machten die Käufer dafür locker, um +5,5 % mehr als 2019 und +40,5 % mehr als noch vor fünf Jahren, und sorgten beim Kaufwert-Ranking der Bundesländer für Platz acht.


Klagenfurt, Villach: Fast zwei Drittel im Zentralraum

Nach dem enormen Zuwachssprung von 2019 konnte Villach (Stadt + Land) mit 2.626 Immobilien noch einmal +0,5 % darauflegen. Klagenfurt Stadt und Land steigerten dagegen kontinuierlich zusammen auf 3.153 Verkäufe, dabei entfielen auf die Landeshauptstadt 1.892 Objekte (-0,8 %) und auf das Umland 1.261 (+8,9 %). In Villach betrug der Gegenwert 418 Mio. Euro, ein Rückgang um 25 Mio. Euro (-5,6 %) zum Ausnahmejahr 2019 und trotzdem um +86 Mio. Euro mehr als 2018. Die Stadt Klagenfurt kam auf 364 Mio. Euro – eine Punktlandung auf dem 2019er Ergebnis – und damit wieder auf dem bisher dritthöchsten Wert. Klagenfurt-Land dagegen übertraf den Spitzenwert von 2017 und legte zu 2019 noch +60 Mio. Euro dazu. 278 Mio. Euro bedeuten Rang drei in Kärnten.


Kaum Schwankungen im Zentralraum

Auf Klagenfurt und Klagenfurt-Land entfielen den Berechnungen der RE/MAX-Experten zufolge 38,2 % aller Kärntner Immobilien-Umsätze, kaum abweichend vom Zehn-Jahresschnitt von 39,5 %. Wenn man Villach (Stadt + Land) noch miteinbezieht, liegt die Konzentration auf den Zentralraum bei 63,1 % (64,9 % im Zehnjahresmittel). Im Vergleich zu manchen anderen Ballungsräumen sind dies erstaunlich geringe Veränderungen.


Spittal wieder am Podest

Der Bezirk an der Drau zeichnet 2020 für 1.431 Verbücherungen verantwortlich, um +152 (11,9 %) mehr als zuletzt und wieder – quasi traditionsgemäß seit Beginn der RE/MAX ImmoSpiegel-Analysen 2009 – auf dem dritten Platz im Landes-Ranking. Die Kaufsumme dafür betrug 196 Mio. Euro, um +4,1 % mehr als 2019.


Wolfsberg mit seinen 721 Immobilieneigentums-Übertragungen steigerte sein Vorjahresergebnis um +22,4 %, den höchsten Zuwachs unter den Kärntner Bezirken 2020. Dies brachte insgesamt 116 Mio. Euro in die Verkäufertaschen, um +30 Mio. mehr als 2019. St.Veit/Glan zählte 716 Verbücherungen (+2,3 %). Der Transaktionswert mit 89 Mio. Euro lag allerdings um zwei Millionen unter dem Ergebnis von 2019.


Feldkirchen: Mengensteigerungsvizekaiser

Völkermarkt realisierte 692 Immobilienübertragungen (+6,6 %), mehr als je zuvor. Trotzdem liegt der 71 Mio. Euro schwere Verkaufserlös um -0,9 % unter 2019 und um -8,7 % unter dem Traumergebnis von 2018. Den zweithöchsten prozentuellen Mengenzuwachs Kärntens liefert Feldkirchen mit +16,3 % auf 685 Verkaufseinheiten. Den Abschluss des Kärntner Bezirksrankings macht wieder Hermagor, mit 333 Verkäufen, exakt wie 2017, aber um -28 weniger als 2019. Der Gegenwert lag bei 29 Mio. Euro.


Die Top-5 Verbücherungen in Kärnten:

Pörtschach, Krumpendorf, wieder Pörtschach, Feldkirchen und Klagenfurt, so lauten die Ortsnamen der teuersten fünf Immobilien-Verbücherungen in Kärnten 2020. Die Hit-Liste führen also drei Wörthersee-Immobilien an: zwei Gebäude am See um 16,0 Mio. Euro und um 13,0 Mio. Euro und ein Einfamilienhaus an der Seeuferstraße um 8,5 Mio. Euro. Platz vier geht an ein Gebäude in Feldkirchen um 7,8 Mio. Euro und Rang fünf an ein Geschäftsgebäude mit Büros, Ordinationen und Gastronomie in Klagenfurt um 6,0 Mio. Euro.


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Erstmals fünfstellig und den Kärntnern auf den Fersen

2016 erstmals über 8.000 Immobilienverkäufe, 2019 erstmals über 9.000 und 2020 erstmals über 10.000, so sieht die Salzburger Erfolgsstory aus. Das Bundesland an der Salzach liefert den RE/MAX-Experten zufolge mit der dritthöchsten prozentuellen Zuwachsrate im Bundesgebiet (+7,9 %) selbstredend einen neuen Rekord. Und nicht zu vergessen: Auf Kärnten fehlt nur mehr 1 % Mengenzuwachs, 2017 waren es noch 9 %. Innerhalb von fünf Jahren wuchs die Transaktionszahl im Bundesland Salzburg um 35,1 % – nur die Steirer waren dynamischer – und im Zehnjahresabstand um +63,4 %. Die Salzburger Immobilienkäufer investierten dafür 2,90 Mrd. Euro, um +46,8 % mehr als noch vor fünf Jahren. Das Umsatzwachstum beim Wert der verbücherten Immobilien zu 2019 von +2,9 % ist das geringste unter den Flächenbundesländern (also ohne Wien).


Flachgau baut Vorsprung aus

2019 betrug der Vorsprung des Flachgaus gegenüber „der Stadt“ 124 Verbücherungen, 2020 waren es bereits 378. 2016 führte noch die Landeshauptstadt mit 305 Objekten zu ihren Gunsten. „Man sieht also, wie sich die Dynamik auf das Land verlagert“, so Reikersdorfer. 2.798 Immobilien wurden 2020 im Bezirk Salzburg-Umgebung verkauft (+6,6 %). Die 2.420 Eigentumsübertragungen der Stadt (-3,2 %) bedeuten das drittstärkste Ergebnis hinter 2016 und 2019. Der Konzentrationsgrad auf den Zentralraum Stadt Salzburg plus Salzburg-Umgebung lag bei 51 % und somit laut RE/MAX unter dem langjährigen Durchschnitt von 54 %.


Extratouren im Lungau

Massiv expandiert hat auch der Pinzgau. Zell am See überspringt mit 2.165 Verbücherungen erstmals die 2.000er-Grenze (+205 Stk.). St. Johann setzt +9,4 % auf das bisherige Rekordergebnis von 2019 und kommt auf 1.532 Verkäufe. Im Bezirk Hallein beträgt mit 891 Immobilien die Differenz zu 2019 exakt 100 Liegenschaften (+12,6 %). Die Lungauer haben quasi „in einer Extraschicht ein ganzes Jahr“ hereingearbeitet. In den letzten zehn Jahren kamen die Tamsweger auf einen Immobilienabsatz von durchschnittlich 222 Stück. 2020 legten sie zu den 219 von 2019 noch 226 Einheiten dazu und kamen auf insgesamt 445, also mehr als eine Verdopplung.


Stadt geht Richtung Milliarde

Selbst wenn die Stadt Salzburg 38 Mio. Euro (+4,0 %) zum 2019er Umsatz zugelegt hat, die Milliardengrenze bleibt noch immer nur ein Ziel, wenngleich mit aktuell 988 Mio. Euro Transaktionswert in absoluter Reichweite. Auch dem Flachgau fehlen dem RE/MAX-ImmoSpiegel entsprechend 12 Mio. Euro. Allerdings nicht auf die Milliarde, sondern auf das Vorjahresergebnis. 756 sind im Mehrjahresvergleich ein absoluter Top-Wert, aber dennoch unter dem Rekordniveau von 2019.


Pinzgau erreicht wieder halbe Milliarde

Zell am See steigert nach dem Riesensprung im Vorjahr (+75 Mio. Euro) nochmals um +20 Millionen auf 549 Mio. Euro. Der Pongau legt um +7 Mio. Euro (+2,1 %) auf 337 Mrd. Euro zu. Hallein fällt wieder unter die 200er Grenze – 11 Mio. Euro weniger als 2019 – auf 199 Mio. Euro. Den Verbücherungszahlen gemäß sensationell unterwegs war der Lungau mit 74 Mio. Euro Verkaufswert, um +41 Mio. Euro mehr als zuletzt und um +80,1 % über dem bisher besten Wert ebendort.


In Summe verzeichneten die RE/MAX-Experten im Bundesland Salzburg für vier der sechs Bezirke ein Umsatzwachstum und für fünf ein Mengenwachstum.


Salzburger Top-Deals

2020 ist nicht wie 2019 eine Attersee-Immobilie am Salzburger Ufer die Nummer eins, sondern ein Salzburger Gebäudekomplex mit Büros, Einkaufszentrum, Hotel und Tiefgarage um 89,3 Mio. Euro. Auf Rang zwei folgt eine Liegenschaft in der Hellbronner Allee um 27,1 Mio. Euro. Ein Gewerbekomplex in Bergheim wurde um 12,6 Mio. Euro verkauft, ein Gebäude am See in St. Gilgen um 12,2 Mio. Euro und eine Liegenschaft in der Stadt Salzburg um 11,5 Mio. Euro.


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Dritthöchste Zuwachsrate des Bundesgebiets

7.444 Immobilienverkäufe bescheren dem Ländle nicht nur +729 Objekte mehr (+10,9 %) mit neuen Eigentümern und den Spitzenwert unter den neun Bundesländern, sondern vor allem auch den Transfer der roten Laterne in der Mengenstatistik vom äußeren Westen in den äußersten Osten. Selbstredend ist diese Verkaufsmenge eine neue Benchmark in und für Vorarlberg, so die RE/MAX-Analysten.


Beim Verkaufswert ist Vorarlberg aufgrund des aus gesamtösterreichischer Sicht sehr hohen Preisniveaus ohnedies nie in Gefahr, das Schlusslicht halten zu müssen. Die Vorarlberger 2,26 Mrd. Euro sind beinahe auf halbem Weg zwischen Kärnten und Salzburg. Der Mehrumsatz von +193 Mio. Euro über dem Ergebnis von 2019 stellt mit +9,3 % die relativ wie absolut dritthöchste Steigerungsrate unter den Bundesländern dar.


Bregenz gibt Vollgas

Der Schub bei den Verbücherungen kommt aus dem Bezirk Bregenz: 2.758 Immobilientransaktionen 2020 sind um +515 oder +23,0 % mehr als 2019. Damit zieht der Landeshauptstadtbezirk den anderen auf und davon. Der durchschnittliche Abstand der letzten zehn Jahre zur Nummer zwei, Feldkirch, lag bei 325 Immobilien, diesmal jedoch bei 838. Feldkirch verzeichnete 1.920 Verkäufe, um +17 mehr als 2019 und trotzdem der bisher beste Wert. Dornbirn legte um +297 Liegenschaftskäufe auf erstmals 1.661 zu (+21,8 %). Nur Bludenz konnte 2020 das Ergebnis von 2019 nicht halten und sackte mit 1.105 Objekten um exakt -100 auf das zweitbeste bisherige Ergebnis ab (-8,3 %).


Die Immobilien-Umsätze und deren Steigerung kommen den Stückzahlen entsprechend aus Bregenz mit 832 Mio. Euro, dank einem Plus von 158 Mio. Euro oder +23,5 %, gefolgt von Feldkirch mit 604 Mio. Euro (+11,4 %) und Dornbirn 520 Mio. Euro (+7,6 %) sowie nicht zuletzt vom Bezirk Bludenz mit 302 Mio. Euro. Diese liegen um -17,5 % unter 2019 und -5,1 % unter 2018, aber über allen Jahren zuvor.


Die Fünfjahresvergleiche bei der Immobilienverkaufszahl liegen zwischen +16,1 % (Bludenz) und +39,6 % (Bregenz), beim Transaktionswert zwischen +52,1 % (Bludenz) und +77,9 % (Bregenz).


Die wichtigsten Vorarlberger Immobilienverkäufe

sind 2020 im Gegensatz zu den Vorjahren nur wenig vom Arlberg beeinflusst: Allen voran ein Gebäude in Bregenz um 72,3 Mio. Euro. Einziger Arlberg-Bezug: ein Hotel in Lech um 15,5 Mio. Euro. Dahinter eine Liegenschaft in Götzis um 15,0 Mio. Euro und ein Bürogebäude in Bregenz um 12,9 Mio. Euro, gefolgt von einem Betriebs- und Geschäftsobjekt in Rankweil um 12,4 Mio. Euro.


Mehr Zahlen und alle Grafiken unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt/#vorarlberg.

Das burgenländische Immobilienjahr 2020 war wohl etwas ungewöhnlich und laut den Fachleuten von RE/MAX mengenmäßig sicher nur das bisher dritterfolgreichste. Bei 6.488 Verbücherungen fehlten auf 2019 satte -651 Objekte. Damit kommt dem Burgenland die Schlussmann-Rolle zu, die zuletzt von Vorarlberg wahrgenommen wurde. Nur ein einziger Bezirk, Güssing, konnte sich zu neuen Höhen aufschwingen: mit 1.010 Verkäufen erstmals über der 1.000er Marke und +6,7 % über 2019. Mattersburg fehlen auf das Jahr zuvor -10,5 %. Jedoch sind die 733 Verkäufe dennoch das zweitbeste Ergebnis bisher. Oberwart, 2019 ganz vorne, brachte mit 1.180 Immobilienverkäufen und einem Minus von 16,7 % das drittbeste Ergebnis in der Bezirksgeschichte ein. Drittbestes Resultat auch für Oberpullendorf mit 851 Immobilien-Transfers (-7,5 %). Viertbeste Ergebnisse gab es für Eisenstadt (Stadt + Umgebung und Rust) mit 1.125 Objekten (-171 Stk., -13,2 %) und Neusiedl mit 1.197 (-68 Stk., -5,4 %). Jennersdorf rutschte mit 392 Verkäufen und -17,5 % zu 2019 auf das Niveau von vor 2012. Insgesamt liegt das Burgenland im RE/MAX-Vergleich mengenmäßig nur +5,3 % über dem Wert von 2015. Die Bandbreite der Bezirke reicht von +13,5 % (Eisenstadt (Stadt + Umgebung und Rust)) über +10,0 % (Neusiedl) bis +0,4 % Oberwart und -6,7 % (Jennersdorf).


Nicht die Menge allein macht‘s

Bei den Umsätzen gibt es jedoch Grund zur Freude: 668 Mio. Euro sind ein neuer Bestwert, immerhin um +7,8 % über dem Jahr 2019. Dies bedeutet in Prozenten die viertstärkste Steigerungsrate unter den Bundesländern. Wie geht das zusammen? „Der typische Immobilienpreis ist im Burgenland – zumindest statistisch gesehen – um +20 % gestiegen“, berichtet Reikersdorfer. „Der Anstieg ist überall zu beobachten, am deutlichsten aber in Neusiedl und Oberwart.“ So ist es leicht verständlich, dass die Umsätze in der historischen Betrachtung viel positiver erscheinen als die Mengenentwicklung. Neusiedl stemmt auf den bisherigen Spitzenumsatz laut RE/MAX-Aufzeichnungen von 2019 noch einmal +53 Mio. Euro oben drauf: +32,5 % ergeben in Summe 217 Mio. Euro. Die Landeshauptstadt samt Umland und Statutarstädtchen bringt es auf 166 Mio. Euro, um -33 Mio. Euro weniger als zuletzt, obendrein nur das drittbeste Resultat bisher. 81 Mio. Euro Immobilienumsatz bringen Mattersburg auf den letzten Stockerlplatz im pannonischen Bezirksranking und +8 Mio. Euro mehr als 2019, aber der Umsatz 2018 bleibt unerreicht. Oberwart folgt mit 76 Mio. Euro Umsatz und +13,6 % zum neuen lokalen Spitzenwert, auch Oberpullendorf befindet sich in noch nie erreichten Gefilden mit 50 Mio. Euro, dank +5,5 %. Güssing steigert um mehr als ein Drittel (+36,0 %) von 36 auf 48 Mio. Euro. Jennersdorf erlaubt sich vom niedrigem Ausgangsniveau einen Rückgang um -14,5 % auf 28 Mio. Euro.


Damit hat das Burgenland den RE/MAX-Experten zufolge in den letzten fünf Jahren in Summe den dritthöchsten prozentuellen Wertzuwachs der Immobilienverkäufe unter den Bundesländern erreicht: +63,6 %, trotz geringerer Mengendynamik. Die Bankbreite der Bezirke reicht von +34,8 % in Eisenstadt (Stadt+Umgebung+Rust) über +74,3 % in Mattersburg bis +98,5 % in Neusiedl.


Die burgenländischen Top-Objekte

Ein 19,8 Mio.-Euro-Objekt in Neusiedl am See führt die burgenländische Immobilien-Verbüchungsstatistik an. Ein 14,0-Mio.-Euro-Gebäudekomplex in Eisenstadt folgt. Hervorzuheben ist auch der Eigentümerwechsel eines Pflegezentrums im Bezirk Güssing um 6,2 Mio. Euro. Etwas abgeschlagen bereits ein 50.000 m²-Grundsstücksverkauf in Neusiedl um 3,8 Mio. Euro und ein Betriebsgebäude im Bezirk Mattersburg.


Mehr Zahlen und Grafiken unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt/#burgenland

 

Bild:  Abdruck honorarfrei, © schwarz-koenig
 

Bildtext: „Der Immobilienmarkt bewegte sich auch 2020 auf sehr hohem Niveau. Das Jahr war geprägt von einer sehr hohen Nachfrage, sowohl von Eigennutzern als auch Anlegern, und einem knappen Angebot in vielen Regionen. Speziell Einfamilienhäuser, Baugrundstücke und Eigentumswohnungen erfreuten sich weiterhin sehr großer Beliebtheit. Spürbare Auswirkungen von COVID-19 auf den Immobilienmarkt erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte 2021. Sowohl im Wohn- als auch Gewerbeimmobilienbereich rechnen wir mit einem steigenden Angebot. Bei Wohnimmobilien wird die Nachfrage weiter hoch bleiben und die Preisdynamik wird abflachen“, erklärt Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von RE/MAX Austria.

 

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