Pokemon Go und der Immobilienmarkt

Beitrag vom 20.07.2016 | Autor: Peter Reikersdorfer

Drei Schlafzimmer, zwei Badezimmer und ein PokéStop. 
Mancherorts erwartet man bereits Auswirkungen auf die Immobilienpreise.

Letzte Woche wusste ich noch gar nicht das es Pokémon Go gibt. Heute denke ich ernsthaft darüber nach, ob diese App Auswirkungen auf die heimische Immobilienwirtschaft haben kann. Oder ob der ganze Hype vielleicht doch wieder genauso schnell vorbei ist, wie er aufgetaucht ist.

Die außerordentliche Popularität der Augumented-Reality-Smartphone-App führt inzwischen zu Autounfällen, Menschen die von Klippen ins Wasser stürzen, Menschenmassen in Parks, Polizeieinsätzen und möglicherweise zu ersten Auswirkungen auf dem Immobilienmarkt.

Die ersten Immobilienmakler, insbesondere in den USA, Kanada und Australien haben sich zum Teil schon auf den Pokémon-Go-Hype eingelassen.

So findet man bereits die ersten Exposé Texte mit Pokémon Bezug:
„Auf der anderen Seite der Straße befindet sich ein großzügig angelegter Park - und es wurden dort auch schon seltene Pokémons gesichtet.“
„Verkehrsgünstig gelegen zwischen zwei Pokémon-Arenen. Acht PokéStops sind zu Fuß erreichbar.“

Ein deutscher Vermieter schreibt:
 „Es gibt einen Pokéstop in Reichweite der Wohnung“

Rob Levy, von RE/MAX Excellence vermittelt derzeit ein Haus in Townsville, Hinweise auf die nächsten Pokémon Locations inbegriffen (http://www.remaxexcellenceqld.com.au).

„Die virtuellen Orte in Pokémon Go haben jetzt schon Wirkung auf den Miet- oder Verkaufspreis von Häusern. Wenn mir das jemand vor zwei Wochen gesagt hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, so Levy.

Möglicherweise werden wir als Immobilienmakler bald mit neuen Suchkriterien konfrontiert: 
„Suche neue Wohnung neben einer Pokémon-Arena oder einem PokéStop!“

Wie lange wird es also noch dauern, bis die Preise für Häuser und Wohnungen in der Nähe von PokéStops in Österreich tatsächlich steigen?

Mit Pokémon Go ist eine komplett neue Art zu spielen entstanden. Aber dem Spiel selbst wird es wohl, wie so vielen anderen Spielen auch ergehen. Es wird solange gespielt bis es langweilig wird und danach redet niemand mehr darüber.

Oder ist dieses Mal doch alles ganz anders?

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