RE/MAX-ImmoSpiegel 1. Halbjahr 2018: Rund 65.000 Immobilien-Verkäufe in Österreich im Halbjahr

Beitrag vom 20.08.2018 | Autor: Anton E. Nenning

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Wien, Oberösterreich und Steiermark legen am stärksten zu,
Salzburg und Burgenland im Minus

Um +7,6% mehr Immobilienverkäufe als im ersten Halbjahr des Vorjahres und um +74% mehr als noch vor 5 Jahren. Die 2018er- Verkaufszahlen liegen damit über den Rekordwerten von 2016 und 2017, und ganz deutlich über den Werten von 2015 und all den Jahren zuvor. „Immobilien als Investition für den Eigenbedarf sind weiterhin sehr begehrt. Aber auch bei Anlegern erfreuen sich Immobilien mangels fehlender alternativer Geldanlagemöglichkeiten weiter großer Beliebtheit. Die nach den Rekordjahren erwartete, leichte Verschnaufpause bei den Immobilienverkäufen lässt im Großen und Ganzen vorerst weiter auf sich warten“, sagt der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA, „obwohl einzelne regionale Teilmärkte in den Bundesländern durchaus unterschiedlich ticken.“

64.901 Immobilien wurden laut RE/MAX ImmoSpiegel im ersten Halbjahr 2018 verbüchert, das sind +4.589 oder +7,6% mehr als im Vorjahr. „Neben dem großen Bedarf an Immobilien zur Eigennutzung und zu Vorsorge- und Anlagezwecken gibt es weitere Ursachen für die weiterhin höchst erfreuliche Immobilienmarkt-Situation. Fakt ist auch, dass die Bevölkerung in Österreich immer mobiler wird. Zu beobachten ist nämlich eine Binnenwanderung aus weniger gut erschlossenen Alpentälern und aus Randlagen der Steiermark, des Burgenlandes und Kärntens in die städtischen Ballungszentren bzw. deren Speckgürteln. Dazu kommt noch der Zuzug aus Deutschland, aber auch aus anderen EU-Ländern und natürlich, wenngleich in geringem Umfang, auch von außerhalb. Das Immobilienangebot ist nach wie vor gut, die Nachfrage hoch, das Zinsniveau historisch niedrig und die Grundstimmung in der Wirtschaft und der Bevölkerung positiv. Im Moment passen einfach alle wichtigen Voraussetzungen für einen gut florierenden Immobilienmarkt“, so Reikersdorfer weiter.

Die im ersten Halbjahr 2018 verbücherten Immobilien erreichen einen Verkaufswert von 15,6 Mrd. Euro. Das ist ein neuer Rekord. Die Steigerungsrate ist mit +1,7 Mrd. Euro oder +12,5% höher als im Vorjahr, aber moderat im Vergleich zu jener von 2016 und 2015 mit +21% bzw. +31%. 

Die regionalen Entwicklungen laufen allerdings durchaus nicht immer parallel zum Bundestrend. Mengenmäßig signifikant nach oben zeigen die Immobilien-Verkaufszahlen in Wien (+15,0%), der Steiermark (+15,1%), in Oberösterreich (+12,0%) und Vorarlberg (+9,2%) – nach unten gehen sie dagegen im Burgenland (-4,9%) und in Salzburg (-5,4%).

Gemessen an investierten Immobilien-Euros liegt Vorarlberg bei der Wachstumsrate klar voran: +23,9% nach einem Durchhänger im Vorjahr, aber auch +13,1% über dem Rekord von 2016. Die Steiermark folgt mit +20,1% und Wien mit +18,3%.

Etwas weniger als im Vorjahr haben lediglich die Käufer in Salzburg den Geldbeutel geöffnet. Minus 0,5% beim Gesamttransaktionswert ist an sich nicht erwähnenswert, wohl aber die doch deutliche Differenz zum Bundestrend von +7,6%. Dies gilt im Übrigen auch für die Bundesländer Tirol (+1,0%) und Kärnten (+1,2%).

„Eine grobe Preistendenz über alle Immobilientypen und Preislagen hinweg ergibt der spannende Vergleich der beiden Steigerungsraten von Immobilienverkaufszahlen und Gesamtwert“, so Mag. Anton Nenning, Managing Director, RE/MAX Austria. „Sie liegt für Gesamtösterreich und die Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Steiermark bei rund +4%, für Niederösterreich bei 6% und für Wien bei 3%. Ausreißer in der Preistendenz sind Vorarlberg mit +15% und Burgenland mit +20%, ebenso wie Tirol mit -2% und Kärnten mit -6%.

Kleinere Betrachtungsmengen ergeben immer größere Schwankungsbreiten, ein bekanntes Problem jeder Statistik. Daher finden wir auch die größeren Preis-Ausschläge in den Immobilienmärkten der kleineren Bundesländer“, so Nenning, „aber die Intensität der Preisentwicklung am Ost-, West und Südende des Bundesgebietes und damit am oberen und unteren Ende der nationalen Immobilien-Preisskala überrascht dann doch.“

Der Wertanteil der Wiener Immobilienkäufe am österreichischen Gesamtmarkt ist im ersten Halbjahr 2018 wieder auf einen neuen Rekordanteil gestiegen: 31,9%. Das ist mehr als die verbücherten Immobilien-Investments der Bundesländer Burgenland, Kärnten, Vorarlberg, Salzburg und Tirol zusammen.

Weitere Details zum Immobilienmarkt in Österreich und den Bundesländern unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt#oesterreich.

 

Die Bundesländer im Detail und die teuersten Immobilien-Verkäufe ebendort

WIEN

6 Wiener Bezirke fallen laut den RE/MAX Immobilien-Experten im ersten Halbjahr 2018 mit deutlich mehr Immobilien-Verbücherungen als in den Vorjahren auf: Steigerungen um mehr als +100 zusätzlich eingetragene Liegenschaftsverkäufe verzeichnen Leopoldstadt (2.) mit +318, Donaustadt (22.) mit +308, Floridsdorf (21.) mit +229, Brigittenau (20.) mit +187, Simmering (11.) mit +184 und Neubau (7.) mit +119 verbücherten Immobilienverkäufen.

Deutlich unter den Vorjahresmengen liegen zum Halbjahr 2018 die Bezirke Liesing (23.), Hernals (17.) und Döbling (19.). Pro Bezirk wurden jeweils zwischen -45 und -85 weniger Verbücherungen durchgeführt.

In Summe waren die 11.697 (+15,0%) verbücherten Immobilien in Wien den Käufern 4,98 Mrd. Euro (+18,3%) wert. Donaustadt (22.) kratzt zum Halbjahr mit 485 Mio. Euro an der halben Milliarde. Jenseits der 300 Mio. Euro-Marke landen nach einem kräftigen Wachstum der Bezirk Döbling (19.), ebenso wie Landstraße (3.) und Favoriten (10.), diese beiden allerdings nach Umsatz-Rückgängen. Weitere Rückgänge beim Gesamtverkaufswert finden sich auch noch im Ersten (Innere Stadt), in Meidling (12.) und Liesing (23.).

Die Wiener Bezirke zeigen also durchaus unterschiedliche Trends. Insgesamt ist die Intensivierung der Käufe und Verkäufe allerdings wesentlich prägender als die Preissteigerung.

Weitere Details zum Immobilienmarkt in den Wiener Bezirken unter: www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt#wien

Teuerste Immobilien-Verkäufe in Wien:

Neun der Top-10-Immobilien-Verkäufe fanden im ersten Halbjahr 2018 in Wien statt: Die Nummer 1, 2 und 5 im Ranking jeweils in der Mariahilfer Straße mit Verkaufspreisen von 125 Mio., 60 Mio. und 33,5 Mio. Euro. 48 Mio. Euro kostete ein Zinshaus in Wien-Landstraße und 39 Mio. Euro eine Liegenschaft in Wien 22.

 

NIEDERÖSTERREICH

12.807 Immobilien-Verkäufe in Niederösterreich registrierten die Immobilien-Experten von RE/MAX im ersten Halbjahr 2018. Der Wert betrug 2,23 Mrd. Euro. Das sind im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 um +2,3% mehr Immobilienverkäufe und in Euro um +8,4% mehr.

Der Spitzenreiter-Bezirk des Vorjahres, Mödling, hat -140 Verbücherungen (von 1.192 auf 1.052) eingebüßt, der Bezirk Baden konnte dagegen die Verbücherungs- zahlen mit 1.154 Objekten (+9,0%) kräftig steigern und damit den ersten Platz ergattern. Knapp dahinter der Bezirk Gänserndorf mit 1.096 (+16,6%) Verkäufen.

Mehr als 800 neue Immobilieneigentümer verzeichneten auch die Bezirke Tulln (921, +2,2%), Bruck/Leitha (885, +12,5%), St. Pölten Land (843, +3,4%) und Korneuburg (828, +2,5%). Auf Rang 8 rangiert der Bezirk Mistelbach (750, -18,9%), dahinter Wr. Neustadt (Stadt & Land) mit 699 Verkäufen (-9,2%), Krems (Stadt & Land) mit 668 Verbücherungen (+13,8%), Hollabrunn mit 590 (-3,6%), Neunkirchen mit 584 (+7,9 %), Amstetten samt Waidhofen/Ybbs mit 560 (+10,0%) und Melk mit 451 (-3,2%). Der Bezirk Gmünd schaffte exakt 300 Immobilienverkäufe (+3,8%), Zwettl 287 (+6,7%), Horn 278 (-0,7%) und die Landeshauptstadt notierte 267 neue Liegenschaftseigentümer (+8,5%). Waidhofen/Thaya verzeichnete mit 257 Verbücherungen und +30,5% den höchsten Mengenzuwachs in Niederösterreich. Der Bezirk Scheibbs registrierte 207 Verkäufe (+15,0%) und Schlusslicht ist der Bezirk Lilienfeld mit 130 Immobilientransaktionen (-7,8%).

Weitere Details zu den Bezirkszahlen in Niederösterreich unter: www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt#niederoesterreich.

Niederösterreichs größte Immobilien-Deals verbüchert im ersten Halbjahr 2018:

Die größten Immobilienverkäufe in Niederösterreich im ersten Halbjahr 2018:
Eine Gewerbeliegenschaft in der Triester Straße in Vösendorf schlägt sich in der Statistik für den Bezirk Mödling mit 13 Mio. Euro zu Buche, eine Seepromenade mit den dazugehörigen Objekten im Bezirk Baden mit mehr als 11,4 Mio. Euro und ein Freizeitkomplex in Wr. Neustadt mit 10,4 Mio. Euro.  

10 Mio. Euro war ein 60.000 m² Grundstück in Vösendorf wert, 8,1 Mio. Euro ein Gebäudekomplex in unmittelbarer Nähe. In Ybbs/Donau wechselten 4.400 m² Gewerbefläche auf einem 22.000 m² Grundstück um 8,1 Mio. Euro die Besitzer.

 

STEIERMARK

Der Immobilienmarkt in der Steiermark läuft in fast allen Landesteilen wie geschmiert, 10 Bezirke melden Steigerungen gegenüber dem ersten Halbjahr 2018, nur 3 liegen unter den Vorjahreswerten.

Mit 10.438 Verkäufen bzw. +15,1% freuen sich die Steirer über ein neues Immobilien-Handels-All Time High.

In Graz wurden von Jänner bis Juni 2018 um +501 mehr Immobilien gehandelt als von Jänner bis Juni 2017; in Graz-Umgebung um +292 und in Hartberg-Fürstenfeld um +176 mehr. Auch die Bezirke Leoben mit +108 zusätzlichen Verkäufen im ersten Halbjahr und Leibnitz mit +88 zählen zu den Gewinnern. Einbußen hatten die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag (-14) bzw. Deutschlandsberg (-34) sowie die Südoststeiermark (-10) zu verzeichnen.

Der Immobilienhandelswert im ersten Halbjahr stieg vor allem aufgrund der größeren Verkaufsmengen um +20,1% auf 1,81 Mrd. Euro. Das kräftige Wachstum hat dazu geführt, dass die Steiermark das Bundesland Tirol überholt hat und nun auf Platz 3 im Bundesländer-Ranking liegt. Bei der Wertsteigerung übertrifft nur noch Vorarlberg die Grüne Mark.

Weitere Details zu den Bezirkszahlen in der Steiermark unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt#steiermark.

Die größten Immobilientransaktionen in der Steiermarkwaren eine Wohnhausanlage mit über 8.000m² Nutzfläche in Graz-Puntigam um fast 23 Mio. Euro, eine 23.000 m² große Liegenschaft in Graz-Liebenau um 17 Mio. Euro und eine Liegenschaft von 6,6 km² im Bezirk Murau um über 13 Mio. Euro.

Rund 6.200 m² in Graz samt Bürogebäude kosteten 11,6 Mio. Euro, ein Büro- und Produktionskomplex im Bezirk Leibnitz kam auf 10,5 Mio. Euro, gleich viel wie ein Wohnkomplex in der Grazer Innenstadt.  

 

OBERÖSTERREICH

Auch in Oberösterreich intensivierten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 die Immobilienkäufe und -verkäufe signifikant: 9.280 Liegenschaften, um +991 mehr als im ersten Halbjahr 2017. Die steigende Anzahl an Immobilienverkäufen von +12,0% schlägt sich auch auf den Wert der verkauften Immobilien nieder: 1,70 Mrd. Euro, das entspricht einer Steigerung von +16,6%.

Am meisten haben die Immobilienmärkte in den Bezirken Vöcklabruck (+229 Verbücherungen), Linz-Stadt (+179 Verkäufe), Grieskirchen (+174), in Braunau (+125) und in Steyr Stadt & Land (+116) zugelegt.

Linz-Stadt, Linz-Land und Vöcklabruck übersprangen somit erstmals im Halbjahr die 1.000er-Grenze bei Immobilienverkäufen. 

Die Grundbuchs-Gerichte in den Bezirken Eferding, Linz-Stadt, Linz-Land, Urfahr-Umgebung und Vöcklabruck dürfen sich alle über eine Verdoppelung bei den Verbücherungen innerhalb der letzten 5 Jahre freuen.

Weitere Details zu den Bezirkszahlen in Oberösterreich unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt#oberoesterreich.

Top-5 Immobilien-Verkäufe in Oberösterreich: Ansfelden zwei Mal vor Linz!

Ein Büro- und Gewerbe-Komplex in Ansfelden um 11,0 Mio. Euro vor einem 7,0 Mio. Euro Gebäude in Linz; auf Platz 4 wieder eine Liegenschaft um 6,4 Mio. in Ansfelden vor einem Gebäude in Linz um 6,0 Mio. Euro. Dazwischen, auf Rang 3, findet sich ein Gewerbe- und Industriekomplex in Enns um netto 6,5 Mio. Euro. 

 

SALZBURG

Während im ersten Halbjahr 2018 fast alle anderen Bundesländer die höchsten jemals registrierten Verkaufszahlen am Immobilienmarkt zu verzeichnen haben, fehlen im Bundesland Salzburg -5,4% auf den Wert des Vorjahres. Damit liegt der Salzburger Immobilienmarkt zwar über dem Niveau von 2015, aber unter dem der Jahre 2016 und 2017.

Die Konsolidierungsphase zieht sich ziemlich gleichmäßig über alle Gaue, nur St. Johann legte zu und meldete +34 Immobilienverkäufe mehr als zuletzt.

Im Lungau fehlen -9 Verkäufe, im Flachgau -23, im Tennengau -37, im Pinzgau -69 und in der Stadt -120 Liegenschaften auf das Vorjahr.

Die Ursache liegt nicht an einer Kauf-Unlust, sondern eher an einem zu geringen Angebot und zu wenig preisgünstigen Objekten aufgrund des tendenziell hohen Preisniveaus. Der Wert der verkauften Immobilien ist zwar nur minimal, aber doch rückläufig (-0,5%).

In absolute Zahlen gefasst lautet der Kurzbericht zum Salzburger Immobilienmarkt im ersten Halbjahr 2018: eine Seitwärtsbewegung mit 3.960 Verbücherungen um 1,20 Mrd. Euro.

Mehr Details zum Immobilienmarkt in den Salzburger Bezirken unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt#salzburg.

Salzburger Immobilien-Verkauf als einziger Nicht-Wiener unter den Top-Ten-Österreichs.

Im Bundesland Salzburg macht nicht etwa ein Objekt in der Altstadt das Rennen um den Titel „Wertvollster Immobilienverkauf in Salzburg im Halbjahr 2018“, sondern eine Liegenschaft in Spitalsnähe mit einem Verkaufspreis von 25 Mio. Euro, die einzige unter den Top 10 im Bundesgebiet außerhalb Wiens.

Auf Platz 2 und 3 dann aber zwei Gebäude in der Getreidegasse um jeweils 10 Mio. Euro. Ein Bürogebäude in Wals und ein Gewerbe-Komplex in der Bergerbräuhofstraße kosteten jeweils knapp unter 8 Mio. Euro.

 

TIROL

Der Tiroler Immobilienmarkt wächst in geringem Umfang: 5.952 Immobilienverkäufe im ersten Halbjahr 2018 sind um +180 mehr als 2017 (+3,1%), aber um fast zwei Drittel mehr als vor 5 Jahren. Das registrierten die Immobilien-Experten von RE/MAX für das Bundesland Tirol.

Die Unterschiede am Immobilienmarkt zwischen den Tiroler Bezirken sind erheblich: Während im Bezirk Kufstein -6% auf das Vorjahr fehlen, waren es in Imst -16% und in der Stadt Innsbruck -26%. Dagegen liegen Innsbruck-Land und Landeck mehr als +2% im Plus, Reutte und Schwaz knapp über +20% und Lienz und Kitzbühel sogar um +40%. Während also Innsbruck gerade einmal über den Verkaufszahlen von 2012 bis 2014 liegt, übertrifft der Bezirk Kitzbühel seinen eigenen Rekord aus 2017 deutlich.

Auch der Gesamtwert der gehandelten Immobilien im Bundesland östlich des Arlbergs legte um +1,0%, auf 1,74 Mrd. Euro zu. Das bedeutet im Umkehrschluss ganz grob einen Preisdämpfer über alle Gebiete und Objekt-Typen von -2%. „Inwieweit sich dahinter nur eine moderate Preiskonsolidierung oder eine Verschiebung zu kleineren gehandelten Objekten verbirgt, werden weitere Analysen zeigen“, meint Nenning.

Mehr Details zum Immobilienmarkt in den Tiroler Bezirken unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt#tirol.

Tiroler Immobilien-Verkaufs-Hit-Listen beginnen üblicherweise mit einem Objekt aus Kitzbühel. Im ersten Halbjahr 2018 waren dies mehrere zusammenhängende Liegenschaftsteile um 22,5 Mio. Euro. In Fieberbrunn dagegen investierte ein Käufer in ein Bürogebäude 21,5 Mio. Euro und in Kufstein einer in ein Bürogebäude um 13,8 Mio. Euro. Im Bezirk Reutte kostete ein Gewerbestandort mit gut 20.000 m² fast 10 Mio. Euro und – schlussendlich wieder Kitzbühel – ein Einfamilienhaus um 8,4 Mio. Euro.

 

KÄRNTEN

Der Süden des Bundesgebiets verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 mit 4.542 Immobilienverkäufen um +366 (+8,8%) mehr als im Jahr zuvor und erreicht damit das stärkste Ergebnis in der Geschichte.

Massiv in die Höhe gegangen ist die Handelstätigkeit im Bezirk Klagenfurt Land: +204 Liegenschaften mehr als 2017 oder +39,9% sind Kärntner Spitzenwerte.

Der Bezirk Wolfsberg legt +18,1% zu, Spittal/Drau und Villach (Stadt & Land) jeweils +9,2%, Feldkirchen +7,3%. Auf Vorjahresniveau liegt die Landeshauptstadt (+0,4%). Im Bezirk Völkermarkt fehlen zum Vorjahr -2,6%, in St. Veit/Glan -4,8% und in Hermagor -16,3%.

Der Immobilien-Verkaufswert in Kärnten beträgt im ersten Halbjahr 2018 nach den Analysen der RE/MAX-Experten 723 Mio. Euro, dies entspricht einer Steigerung von +1,2%. Die generelle Preisentwicklung in Kärnten ist daher als rückläufig einzustufen.

Unter den 9 Bundesländern rangiert Kärnten der Menge nach somit auf Rang 6 und nach dem Umsatz auf Rang 8.

Mehr Details zu den einzelnen Bezirken in Kärnten unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt#kaernten.

Die Highlights der Kärntner Immobilientransaktionen im ersten Halbjahr 2018 waren ein Palais in der Klagenfurter Innenstadt um 11 Mio. Euro und ein Geschäftsflächen-Komplex um 9 Mio. Euro. Der Bezirk St. Veit an der Glan kommt eher selten in Hitlisten vor. Diesmal doch: mit einem Waldverkauf im Umfang von 3,2 km². In Bad Bleiberg kostete eine Liegenschaft knapp unter 6 Mio. Euro und in Völkermarkt zwei Handels- und Gewerbeliegenschaften jeweils 5,5 Mio. Euro.
 

VORARLBERG

Der Vorarlberger Immobilienmarkt bleibt mengenmäßig im ersten Halbjahr 2018 über dem Niveau von 2017 und 2015, pendelt sich aber deutlich unter dem Rekordjahr von 2016 ein. Mit 3.046 Immobilien-Transaktionen sind dies heuer um +256 oder +9,2% mehr als im Vorjahr.

Dabei registrierten die RE/MAX-Experten für den Bezirk Bregenz 950 Immobilienverkäufe (+4,4%), für Feldkirch 878 (+18,3) und für Bludenz 564 (+22,9%). Dornbirn hat mit 654 Immobilienverkäufen noch Aufholbedarf, -25 weniger als 2017 (-3,7%).

Beim Wert der verkauften Immobilien sieht die Situation, je nachdem ob aus Verkäufer- oder Käufer-Sicht, allerdings erheblich anders aus: Der Gesamtwert der Immobilienverkäufe im Ländle ging um +23,9% in die Höhe, in Bregenz um 28,6%, in Bludenz um +25,4%, in Feldkirch um +22,1% und in Dornbirn um +19,2%. Ein Teil davon ist den deutlich größeren Verkaufszahlen anzulasten, aber auch die Preise haben wohl weiter angezogen. Ursachen dafür können im besten Falle eine größere Anzahl von verbücherten hochwertigen Neubauten sein, aber auch eine echte Wertsteigerung aufgrund der Grundstücksknappheit.

Mehr Details zum Immobilienmarkt in den Vorarlberger Bezirken unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt#vorarlberg

Vorarlberger Immobilien-Umsatz-Hitliste: Bürs vor Zürs!

Die teuerste Immobilien-Investition, die 2018 verbüchert wurde, war ein Handels-komplex in Bürs um 10,0 Mio. Euro. Ein Hotel in Zürs folgt auf Rang 2 mit 8,7 Mio. Euro. und in Feldkirch ein Büro-Produktions- und Lagerstandort auf 11.000 m² um 7,9 Mio. Euro. Platz 4 bzw. 5 belegen eine Liegenschaft um 7,4 Mio. Euro in Bregenz und eine in Dornbirn um 7,1 Mio. Euro.

 

BURGENLAND

Der burgenländische Immobilienmarkt liegt mengenmäßig im ersten Halbjahr 2018 mit 3.179 Immobilienverkäufen um -4,9% hinter 2017 und -7,7% hinter 2016 zurück.

Die Bezirke Güssing, Mattersburg, Oberpullendorf liegen mit jeweils rund -50 Verkäufen hinter dem Vorjahr, da sind auch in Jennersdorf die 22 Mehr-Verkäufe (+10,2%) nicht ausreichend für eine schwarze Null.

Wertmäßig dagegen ist von einem Rückgang keine Spur, im Gegenteil: 308 Mio. Euro Gesamtmarkt im Halbjahr sind um +17,5% mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Beide Fakten zusammen würden in Summe auf eine Preiskorrektur nach oben im Umfang von rund +20% hindeuten. Allerdings kommt die Wertsteigerung im Umfang von 40 Mio. aus dem Bezirk Mattersburg, bei rückläufigen Mengen. Des Rätsels Lösung: Zwei Gewerbeliegenschaften an der Mattersburger Schnellstraße wechselten in Summe um mehr als 34 Mio. Euro die Eigentümer.

Vergleichsweise bescheiden dagegen die Top-Transaktionswerte im Bezirk Güssing, in der Landeshauptstadt und im Bezirk Neusiedl.

Ein Objekt in Neudau mit 13.000 m² wurde um 4,7 Mio. Euro verkauft, eines in Eisenstadt um 3,9 Mio. Euro. und eines im burgenländischen (!) Teil der niederösterreichischen (!) Bezirks- und Grenzstadt Bruck an der Leitha (daher im Bezirk Neusiedl) um 3,7 Mio. Euro.

Mehr Details zum Immobilienmarkt in den burgenländischen Bezirken unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt#burgenland.

 

Sichere Zahlen aus dem Grundbuch

Die Grundlagen für die verlässlichsten verfügbaren Immobilien-Marktdaten in Österreich liefert das Grundbuch mit seinen öffentlich zugänglichen Kaufverträgen, die von der IMMOunited GmbH, den Experten für Immobiliendaten, in der Kaufvertrags-Sammlung vollständig erfasst und von RE/MAX Austria ausgewertet und analysiert werden. Nur diese Kombination erfüllt die 3 wesentlichen Kriterien für sichere, valide Daten:

„Perfekte Transaktionsdatensätze generiert IMMOunited nicht nur mit der Erfassung der Immobilienkaufverträge aus dem Grundbuch, sondern auch durch Ergänzungen wie historisch erfassten Nutzwertgutachten, Zusatzinfos aus vorangegangenen Immobilieninseraten, Flächen- und Gebäudeinformationen aus dem österreichischen Grundstücksverzeichnis und Flächenwidmungen aus Flächenwidmungsplänen. Das zusammen ergibt letztendlich wertvolle Informationen für unser Makler-Partnerunternehmen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.

 

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