Corona lässt Wiener Mietpreise unverändert

Beitrag vom 02.12.2020
c) Christian Postl

In einer aktuellen Studie an der TU Wien fanden Forscher heraus, dass im Zuge der Corona-Krise ehemalige Airbnb-Wohnungen (wieder) auf den regulären Mietmarkt landeten.

So hat Wohnbauforscher Justin Kadi mit seinm Team an der TU Wien Online-Plattformen für Mietwohnungen in vier österreichischen Städten – Wien, Salzburg, Innsbruck und Graz – von März bis Ende Mai des heurigen Jahres unter die Lupe genommen. In unterschiedlicher Ausprägung nahm in allen Städten das Angebot an inserierten Mietwohnungen zu.

A priori muss es sich bei diesem vergrößerten Angebot an Mietwohnungen nicht um Airbnb-Wohnungen handeln. Es könnten sich um gerade fertiggestellte Projekte handeln oder um zuvor ungenutzte Wohnungen. Allerdings wäre das in diesem Ausmaß und in Zeiten einer Pandemie sehr ungewöhnlich, heißt es dazu in der Studie.

Um hier zu einer aussagekräftigen Analyse zu kommen, wurden von den TU-Forschern aber nicht nur reguläre Mietwohnungen, sondern auch die Unterkategorie möblierte Wohnungen analysiert, weil diese wohl am ehesten als Ferienwohnungen vermietet werden. Und hier zeigte sich, dass das Angebot auf den beiden untersuchten Plattformen stark zunahm. Besonders stark zeigt sich der Zuwachs an möblierten Wohnungen auf einer der Plattformen in Wien, auf der es ein Plus von 45% (also ein Plus von 710 Wohnungsinseraten) gab.

Allerdings hat sich das vergrößerte Angebot an Mietwohnungen NICHT auf die Mietpreise ausgewirkt. In Wien blieben diese bei den inserierten Wohnungen stabil, in Graz und Salzburg sind sie sogar leicht gestiegen. Nur in Innsbruck sind die Angebotsmieten minimal gesunken. Eine Beobachtung, die auch Mag. Dieter Riedlinger-Baumgartner, Geschäftsführender Gesellschafter bei RE/MAX TOP in Mariahilf, bestätigen kann.

Hier der Link zur Originalstudie der TU Wien.

 

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