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Recht Aktuell: Mietvertragsgebühr wird abgeschafft

Beitrag vom 24.10.2017
HistorieIn den Jahren 1740 bis 1780 wurde unter der Regierungszeit von Kaiserin Maria Theresia die Mietvertragsgebühr eingeführt. Die Maßnahme wurden aufgrund des damals noch weitverbreiteten Analphabetismus in der Bevölkerung beschlossen, denn die meisten Menschen konnten im theresianischen Österreich weder schreiben noch lesen. Dies stellte ein großes Poblem dar, wenn es um die Verfassung schriflticher Verträge wie Mietverträge ging. Daher sprangen kaiserliche Finanzbeamte ein und übernahmen die Vertragserrichtung. Als Entlohung wurde die eben erwähnte Mietvertragsgebühr eingehoben. Diese betrug ein Prozent der Bruttomiete von drei Jahren, also beispielsweise bei einer 60m² Mietwohnung, die 600 Euro monatlich kostet, ca. 216 Euro.Beschluss des Nationalrats vom 12.10Aufgrund des Beschlusses des Nationalrates vom 12.10 wird die Mietvertragsgebühr nun, nachdem der Bundesrat zugestimmt hat, abgeschafft. Die Abschaffung dieser Gebühr bedeutet eine Entlastung für die Mieterinnen und Mieter, aber auch für die Vermieter, denn für diese fällt nämlich der Verwaltungsaufwand bei der Einhebung und Abfuhr dieser Gebühr weg.

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