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2020: Wohnungspreise +4,3 %, Anzahl der Wohnungsverkäufe minimal gestiegen

Beitrag vom 22.04.2021

RE/MAX: Eigentumswohnungsmarkt 2020 auf Basis aller Grundbuchseintragungen

  • Verkaufsmenge: +1,1 % über dem Jahr 2019 und +0,3 % über Rekordjahr 2018
  • Gesamtwert mit 12,15 Mrd. Euro um +4,4 % über 2019
  • Wohnungspreise: +4,3 %, damit unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre
  • Verkaufszahlen: Oberösterreich, Vorarlberg, Wien, Steiermark im Plus
  • Burgenland, Salzburg, Kärnten, Niederösterreich, Tirol im Minus
  • Top-Ten-Bezirke: Wien 1, Kitzbühel, Wien 4, 19, 8, 18, 13, 9, Bregenz, Wien 7 und Dornbirn
  • Teuerste Bundesländer: Vorarlberg vor Tirol, Salzburg und Wien
  • Teuerste Landeshauptstädte: Bregenz voran, dahinter diesmal Innsbruck vor Salzburg
  • Wohnungspreise im Fünfjahresvergleich: Österreich: +26 %, Wien: +21 %, Burgenland: +47 %, Vorarlberg: +45 %, Kärnten: +18 %
  • Corona-Krise am Markt noch ohne eindeutige Spuren

Video-Statement zum Immobilienmarkt Wohnungsmarkt 2020

RE/MAX ImmoSpiegel - Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA über den Immobiliengesamtmarkt 2020
 

 

Nach der kurzen Verschnaufpause 2019 hat der Wohnungsmarkt 2020 lt. RE/MAX ImmoSpiegel auf 50.386 verbücherte Einheiten zugelegt, somit um +554 zu 2019 und um +164 zu 2018. Dieses +1,1 % zum Vorjahr ist nur ein Bruchteil des jährlichen Mengenzuwachses der letzten zehn Jahre. Der lag bei +4,7 %.


Der Verkaufswert der 2020 gehandelten Wohnungen laut amtlichem Grundbuch stieg dabei abermals um +510 Mio. Euro, nach +711 Mio. Euro im Jahr davor. „Die Anzahl der verkauften Wohnungen hat sich in den letzten Jahren auf hohem Niveau eingependelt, die Preise haben 2020 nochmals zugelegt. Das Vorjahr war geprägt von Unsicherheit, dies hat zu einer steigenden Nachfrage nach Wohnungseigentum geführt – und hier vor allem bei Anlegern – und von einem in vielen Regionen spürbar rückläufigen Angebot“, erläutert der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA. Er geht davon aus, „dass noch im heurigen Jahr das Angebot an Eigentumswohnungen wieder steigen wird. Dies wird in weiterer Folge dazu führen, dass die Preiskurve weiter abflachen wird bzw. in vielen Regionen die Preise sogar nachgeben werden. Nichtdestotrotz bleiben Eigentumswohnungen für die Eigennutzung, aber auch als Anlageform und zur Pensionsvorsorge, weiter begehrt und vor allem empfehlenswert.

 

Die beste Datenbasis macht den Qualitätsunterschied

Für die Berechnungen von RE/MAX, Österreichs größtes Immobilienexperten-Netzwerk, lieferte IMMOunited die Datenbasis in Form der Kaufvertragssammlung. Diese Datensammlung umfasst vollständig alle in ganz Österreich tatsächlich verkauften und verbücherten Wohnungen. „Im Gegensatz zu anderen Statistiken, die oftmals publiziert werden, arbeiten wir nicht mit Stichproben und Teilmengen, sondern nur mit der Gesamtheit aller tatsächlich verkauften Wohnungen. Schon gar nicht verwenden wir „Möchte-gerne-haben-Angebotspreise aus Online-Plattformen, von denen niemand weiß, ob sie überhaupt und wenn ja, zu welchem tatsächlichen Preis sie verkauft wurden“, stellt Mag. Anton Nenning, RE/MAX Austria, den Unterschied zu vielerlei Publikationen klar. „Vollständige Transaktionsdatensätze generiert IMMOunited vor allem durch die Erfassung von Immobilienkaufverträgen aus dem Grundbuch sowie durch Ergänzungen wie historisch erfasste Nutzwertgutachten, Zusatzinfos aus vorangegangenen Immobilieninseraten, Flächen- und Gebäudeinformationen aus dem österreichischen Grundstücksverzeichnis und Flächenwidmungen. All diese Daten ergeben wertvolle Informationen für Partnerunternehmen und den Immobilienmarkt“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.

Im Jahr 2020 war den Wohnungskäufern ihr neues Heim in Österreich typischerweise 220.930 Euro wert und damit um +9.104 Euro oder +4,3 % mehr als 2019.
Damit lag der Preisanstieg von 2019 auf 2020 den RE/MAX-Experten zufolge beinahe exakt auf dem Mittel der letzten fünf Jahre (+4,4 %) und um -1,3 Prozentpunkte unter dem der letzten zehn Jahre von +5,6 %. In Summe sind im Fünfjahresvergleich die typischen Preise der gehandelten Wohnungen um +26,1 % angestiegen, im Zehnjahresvergleich um +70,0 %.

 

Wohnungsmarkt: Jede vierte Wohnung kostete 2020 weniger als 138.000 Euro

Wie die RE/MAX-Analyse aller Verbücherungen 2020 belegt, bezahlte ein Viertel aller Wohnungskäufer maximal 138.000 Euro pro Wohneinheit. Wie so oft ist dieses Preissegment von der höchsten Preissteigerung betroffen, sie lag bei exakt +8.000 Euro oder +6,2 %. Am anderen Ende der Preisskala lag die Untergrenze zum obersten Viertel aller verkauften Wohnungen bei 295.000 Euro, um +10.937 Euro oder +3,9 % über 2019. Ein Jahr zuvor waren es um +19.063 Euro (+7,2 %) mehr als 2018. „Es ist schon sehr bedenklich, wenn die Wohnungspreise in absoluten Zahlen oben wie unten fast gleich schnell steigen. Andererseits kann dem auch nur schwer begegnet werden, auch nicht durch massiven Neubau, weil die Neubauten erst recht wieder teurer sind als bestehende Immobilien und weil der Preisdruck nachfragegetrieben ist von Menschen, die in eher kleineren Wohnungen als Single leben wollen oder müssen, oder tendenziell kleinere Wohnungen als Anlageform kaufen“, bemerkt Nenning.

Preise in den letzten zehn Jahren beinahe verdoppelt

Im Fünfjahresvergleich haben die typischen Preise der günstigeren Eigentumswohnungen des unteren Preisquartils bundesweit um +35,3 % angezogen, im Zehnjahresvergleich haben sie sich beinahe verdoppelt (+97,1 %). Im Bereich des oberen Preisquartils sind die Preissteigerungen geringer: Plus 22,9 % in fünf und +60,3 % in zehn Jahren. „Mit ein Grund ist sicherlich die rege Neubautätigkeit in den letzten Jahren, sowie die Tatsache, dass aufgrund fehlender alternativer Geldanlagemöglichkeiten viele Anleger ihr Geld in Wohnungseigentum investierten“, erläutert Nenning.

Wohnungsgrößen minimal gestiegen

In den Jahren 2010 bis 2017 sind die Durchschnittsgrößen der gehandelten Wohnungen gesunken. Seither gehen sie wieder nach oben, wenngleich nicht in großen Sprüngen. Zum Vorjahr war die statistische Vergrößerung +1,1 m², was ziemlich genau der Sitzfläche von drei Sesseln entspricht. Klingt unbedeutend, stellt aber bei einem Quadratmeterpreis von durchschnittlich 3.479 Euro schon einen Wert von 3.827 Euro dar. Die größten Wohnungen wurden in Oberösterreich (74,7 m²), Vorarlberg (73,2 m²) und in Tirol gehandelt (73,0 m²), die kleinsten in Wien (62,8 m²), in der Steiermark (67,9 m²) und in Salzburg (68,4 m²).

Quadratmeterpreise: Zwei-Klassen-Land

Das Bundesgebiet teilt sich in zwei Lager auf: Bundesländer mit Quadratmeterpreisen unter 3.000 Euro und jene mit Preisen über 4.000 Euro. Den statistischen Durchschnitt von 3.479 Euro findet man in keinem Bundesland. Am teuersten sind die Wohnungen erwartungsgemäß in Vorarlberg mit 4.436 Euro, dahinter folgen Wien mit 4.186 Euro / m², das Bundesland Salzburg mit 4.026 Euro / m² und Tirol mit 4.014 Euro / m². Am billigsten sind die Quadratmeterpreise im Burgenland mit 2.341 Euro vor der Steiermark mit 2.525 Euro und Kärnten mit 2.803 Euro. In der Mitte finden sich Ober- und Niederösterreich mit jeweils 2.981 Euro pro Wohnungsquadratmeter. Überall haben die Quadratmeterpreise angezogen. Die Bandbreite erstreckt sich von +1,3 % (Salzburg), +2,4 % (Wien) bis +12,7 % (Vorarlberg) und +20,9 % (Burgenland).

 

Weitere Details zum Eigentumswohnungsmarkt in Österreich finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise

 

DIE HIGHLIGHTS AUS DEN BUNDESLÄNDERN:

 

 

HIGHLIGHTS aus den BUNDESLÄNDERN

 

Innsbruck neben Bregenz über 300.000 Euro/Wohnung

 

Die Eigentumswohnungs-Preise in den LANDESHAUPTSTÄDTEN im Vergleich:

(Quelle: RE/MAX Austria / IMMOunited / amtl. Grundbuch (Vollerhebung))

 

verbücherte Stk.

typischer Eigentums- wohnungs- preis (2020)

Preis

 +/- zu 2019

 in %

Preis

 / m²

typische Wohnungs-

größe

in m²

Bregenz (Bezirk)

1 119

320 279

5,9

4 591

77,6

 

Innsbruck (Stadt)

1 225

308 136

10,4

5 393

61,9

 

Salzburg (Stadt)

1 280

281 609

0,1

4 538

66,0

 

Linz (Stadt)

1 267

226 228

4,3

3 448

70,0

 

Graz (Stadt)

3 829

175 309

6,4

2 892

63,9

 

Klagenfurt (Stadt)

967

170 292

9,0

2 622

69,8

 

St. Pölten (Stadt)

225

142 746

-8,1

2 195

75,1

 

Eisenstadt (Stadt, Umgebung, Rust)

233

127 049

4,5

2 576

64,2

 

 

Die teuersten Wohnungen nach dem Durchschnittspreis fanden sich laut RE/MAX ImmoSpiegel 2020 in Bregenz und Innsbruck vor Salzburg. Zum Vorjahr haben alle Landeshauptstädte außer St. Pölten zugelegt.

 

Die teuersten Wohnbezirke außerhalb von Wien

Im Dutzend der teuersten Bezirke bei den Eigentumswohnungen finden sich neben Kitzbühel, Bregenz und Dornbirn, die auch in den nationalen Top-Ten inklusive Wien vorkommen, ebenso Innsbruck, Feldkirch, Bludenz, Salzburg-Stadt, Landeck, Salzburg-Land, Klagenfurt-Land, Innsbruck-Land und Zell am See, also alle Bezirke in Vorarlberg, dazu in Tirol und Salzburg Landeshauptstädte und Top-Schigebiete und in Kärnten der Hot-Spot am Wörthersee.

 

 

Andere   B U N D E S L Ä N D E R   im Detail

 

STEIERMARK weiterhin vorne

Wie schon 2019 lieferte auch 2020 der steirische Immobilienmarkt sein zweitbestes Ergebnis im doppelten Sinn: Einerseits hinter Wien und andererseits mit 7.593 Verbücherungen um +69 (+0,9 %) mehr als zuletzt, aber um -7,1 % unter dem Rekordjahr 2018 und trotzdem um über +1.000 Einheiten vor dem nächsten Flächenbundesland.

Mit 1,28 Mrd. Euro war der Wohnungsmarkt in der Steiermark laut den RE/MAX Experten umsatzmäßig der viertgrößte unter den Bundesländern, das Wachstum betrug +6,3 % oder 76 Mio. Euro.

 

Die typischen steirischen Wohnungs-Durchschnittspreise sind um +6,0 % gestiegen – die vierthöchste Steigerungsrate im Bundesländer-Ranking. Sie lagen 2020 bei 159.513 Euro und damit im Bundesvergleich an vorletzter Stelle.

 

Günstige Großstadt Graz

Allein in Graz wurden 2020 mehr Wohnungen gehandelt als in Kärnten, Vorarlberg, im Burgenland und gleich viele wie im Bundesland Salzburg. Das zeigt schon die Bedeutung der Stadt für den österreichischen Wohnungsmarkt insgesamt.

Der Anteil der Stadt am Bundeslandumschlag ist bei den Wohnungskäufen von 51,2 % auf 50,4 % gesunken: 3.829 Verbücherungen sind um -0,6 % weniger als zuletzt und weniger als 2018 und 2017, aber noch +2,0 % über dem Wert vor fünf Jahren.

 

Die typischen Preise in der Stadt lagen 2020 bei 175.309 Euro oder +6,4 % über 2019 und markieren auf einem österreichweit vergleichsweise niedrigem Wert einen neuen Höchststand. In 60 Bezirken (Auswertungseinheiten) Österreichs kosteten die Wohnungen mehr, in 47 weniger als in Graz. Der Grazer Durchschnittspreis liegt um -10.000 Euro unter dem günstigsten Bezirk in Wien, nämlich Ottakring.

 

Jede vierte gekaufte Grazer Wohnung war 2020 um weniger als 119.158 Euro zu haben. Das entspricht einem Preisauftrieb von +10.158 Euro und in Wien dem Niveau von Brigittenau. Für eine Grazer Wohnung im gehobenen Preissegment mussten die Käufer mindestens 224.900 Euro hinlegen, um +9.900 Euro mehr als zuletzt. Das entspricht in Wien etwa einer Durchschnittswohnung in Meidling oder Leopoldstadt.

 

Grazer Quadratmeterpreis mit 3,5 % im Plus

Eine typische Grazer Wohnung war 2020 den RE/MAX-Experten zufolge exakt 63,9 m² groß und somit statistisch um +3,4 m² größer als vor einem Jahr.

Die Quadratmeterpreise in Graz lagen 2020 bei 2.892 Euro (+3,5 %) und somit bei gut zwei Drittel (69 %) des Wiener Niveaus. Innerhalb der letzten fünf Jahre sind sie um +20,2 % gestiegen.

 

Graz-Umgebung als Motor am Wohnungsmarkt

Jede achte steirische Wohnung, die 2020 verbüchert wurde (12,5 %), befindet sich in Graz-Umgebung, auch wenn die Mengen mit 950 Einheiten um -20,8 % hinter dem Rekordjahr 2019 liegen. Der Rückgang um -249 Stück hinterlässt auch Spuren beim Preis: +8,1 % auf 185.192 Euro zeigt von mehr als ausreichend Nachfrage und zu wenig Angebot. Dies macht Graz-Umgebung zum teuersten Bezirk in der Steiermark, Graz eingeschlossen.

 

Anzahl der verkauften Wohnungen in den steirischen Bezirken:

(Quelle: RE/MAX Austria / IMMOunited / amtl.Grundbuch Vollerhebung)

 

Verbücherungen

2020

Veränderungen

zu 2019

+/-%

Steiermark

7 593

69

Graz (Stadt)

3 829

-23

Graz-Umgebung

950

-249

Liezen

491

-62

Bruck-Mürzzuschlag

434

67

Weiz

320

108

Leibnitz

299

81

Leoben

238

-8

Voitsberg

228

27

Südoststeiermark

203

46

Murtal

201

-3

Deutschlandsberg

192

79

Hartberg-Fürstenfeld

126

-14

Murau

82

20

 

 

 

Am meisten an Wohnungsverkäufen dazugewonnen haben die Bezirke Weiz mit +108 Wohnungen (+50,9 %), Leibnitz mit +81 (+37,2 %), Deutschlandsberg mit +79 (+69,9 %) und Bruck-Mürzzuschlag mit 67 (+18,3 %).

Nach Graz und Graz-Umgebung führen Liezen mit 491 und Bruck-Mürzzuschlag mit 434 vor Leibnitz mit 299 das Bezirke-Ranking an. Für den Bezirk Südoststeiermark (203, +29,3 %), Deutschlandsberg und Bruck-Mürzzuschlag sind diese Mengen neue Höchstwerte.

Die größten Rückgänge verzeichneten nach Graz-Umgebung der Bezirk Liezen (-62; -11,2 %), die Stadt Graz und Hartberg-Fürstenfeld mit -14 Einheiten (-10,0 %).

 

Wohnungspreise 2020 und ihre Dynamik in allen steirischen Bezirken:

(Quelle: RE/MAX Austria / IMMOunited / amtl.Grundbuch Vollerhebung)

 

 

Wohnungs-preis 2020 in Euro

Veränderung zu 2019 in +/- %

Quadrat-meterpreise 2020 in Euro

Veränderung zu 2019 in +/- %

Steiermark

159 513

6,0

2 525

3,1

Graz-Umgebung

185 192

8,1

2 708

8,1

Liezen

180 581

11,1

2 357

6,2

Graz (Stadt)

175 309

6,4

2 892

3,5

Leibnitz

153 460

2,4

2 142

10,4

Deutschlandsberg

148 897

7,9

2 301

12,0

Weiz

148 863

3,3

2 190

4,9

Südoststeiermark

140 500

18,1

2 163

12,6

Hartberg-Fürstenfeld

110 777

7,0

1 636

2,1

Voitsberg

107 415

-0,9

1 682

-2,8

Murau

100 333

-8,5

1 497

-5,2

Leoben

98 638

0,7

1 532

3,4

Bruck-Mürzzuschlag

97 422

33,5

1 290

11,3

Murtal

75 524

5,9

1 036

2,5

 

 

 

Die teuersten Wohnungen in der Steiermark finden sich wie überall in oder in der Nähe der Landeshauptstadt und in Bezirken mit exklusiven Schigebieten: Graz-Umgebung – Liezen – Graz lautet die logische Folge. Diese drei finden sich über dem Bundeslandschnitt, alle anderen Bezirke darunter.

Leibnitz, Deutschlandsberg, Weiz und der Bezirk Südoststeiermark markieren den Bereich 140.000 bis 155.000 Euro, Hartberg-Fürstenfeld, Voitsberg und Murau dagegen jenen zwischen 100.000 und 111.000 Euro. Leoben, Bruck-Mürzzuschlag und Murtal bleiben mit ihren Preisen fünfstellig.

Die größten absoluten Preissprünge verzeichnen die RE/MAX-Experten in Bruck-Mürzzuschlag (+24.432 Euro) und in Südoststeiermark (+21.502 Euro) sowie in Liezen (+18.013 Euro). Verbilligungen stellt man nur in Murau (-9.264 Euro) und in Voitsberg (-1.021 Euro) fest.

 

Dies schlägt auch auf die Quadratmeterpreise und ihre Entwicklung durch. Die teuersten Quadratmeterpreise in der Steiermark finden sich erwartungsgemäß in Graz, Graz-Umgebung und Liezen. Die günstigsten dagegen in Murau, Bruck-Mürzzuschlag und vor allem im Bezirk Murtal.

 

Mehr Informationen zum steirischen Wohnungsmarkt finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#steiermark

 

 

OBERÖSTERREICH

Drittgrößter Wohnungsmarkt, dazu stärkstes Wachstum in Österreich

6.491 neue Wohnungseigentümer wurden in Oberösterreich 2020 verbüchert, um +576 mehr als im bisherigen Rekordjahr (+9,7 %). Das ist absolut wie relativ der höchste Zuwachs unter allen Bundesländern. Er rettet in Wahrheit das Bundeswachstum zu 2019 und vermindert auch den Vorsprung der Steirer um ein Drittel.

Der Gesamtwert der Wohnungskäufe in Oberösterreich sprang um fast eine Viertelmilliarde (+19,2 %) auf 1,39 Mrd. Euro. Damit steht Oberösterreich neben Wien und Tirol am Umsatzpodest auf Rang drei.

 

Linz mit bisher drittgrößter Menge

Für die Landeshauptstadt registrierte das amtliche Grundbuch 1.267 neue Wohnungs-eigentümerschaften, um -44 oder -3,4 % weniger als 2019 und auch weniger als im Spitzenjahr 2016.

Damit ist der Linzer Anteil an der Landesmenge laut RE/MAX ImmoSpiegel wie schon 2018 auf 19,5 % gesunken. 2019 stand er bei 22,2 %, im Jahr 2014 sogar bei 30,5 %.

Zweitstärkster Wohnungsmarkt ist laut IMMOunited Steyr und Steyr-Umgebung. Mehr als verdoppelt haben sich die Verbücherungszahlen, die enorme Bautätigkeit und die Gesamtverbücherungen von Großprojekten spielen da hinein. 851 Einheiten sind mehr als das doppelte des Vorjahres, aber nicht die alleinige Ursache für den Boom in Oberösterreich.

Auch Linz-Land und Gmunden verbesserten als wichtige Wohnungsmärkte ihre Absatzzahlen, aber auch Urfahr-Umgebung mit +138 und Braunau mit +102 legten kräftig zu.

Sie gleichen die Einbrüche in Wels samt Wels-Land mit -329 Einheiten mehr als aus.

Prozentuell erheblich steigern konnte sich Kirchdorf (+63,7 %), aber auch die Bezirke Perg (+54,9 %) und Rohrbach (+44,7 %).

Elf Bezirke zeigen den RE/MAX-Analysen zufolge in Oberösterreich Wachstumstendenzen, fünf dagegen hinken hinter dem 2019er Ergebnis nach.

 

 

 

 

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