Immobilienverkäufe auf historischem Hoch

Beitrag vom 16.03.2022
RE/MAX Immospiegel Gesamtmarkt 2021 - ©AdobeStockPhoto - saiko3p
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Autor: Anton E. Nenning

Wohnungen, Grundstücke und Parkplätze sind 2021 die Treiber in der Verkaufsstatistik, Einfamilienhausverkäufe stagnieren.

Österreich:

  • Anstieg der Immobilien-Verbücherungen auf über 163.000
  • verbücherter Verkaufswert klettert auf 43,2 Mrd. Euro

Bundesländer:

  • Wien: 12,7 Mrd. Euro Immobilien-Verkaufswert
  • alle Bundesländer mit neuen Rekordumsätzen

Stärkste Landeshauptstädte:

  • Graz: rückläufig (7.300 Stk., 1,8 Mrd. Euro)
  • Salzburg: im Plus (2.700 Stk., 1,1 Mrd. Euro)
  • Linz: mehr Menge, weniger Wert (2.300 Stk., 0,7 Mrd. Euro)

Stärkste Landbezirke:

  • nach Anzahl der Verbücherungen:
    Graz-Umgebung (3.700 Stk.), Baden (3.500 Stk.), Villach (Stadt + Land: (3.400 Stk.), Innsbruck-Land (3.300 Stk.), Salzburg-Umgebung (3.000 Stk.), Feldkirch (2.800), Mödling (2.800)
  • nach Verkaufswert:
    Kitzbühel (1,65 Mrd. Euro), Mödling (1,11 Mrd. Euro), Salzburg-Umgebung (0,89 Mrd. Euro), Baden (0,87 Mrd. Euro), Innsbruck-Land (0,86 Mio. Euro), Bregenz (0,81 Mrd. Euro), Graz-Umgebung (0,78 Mrd. Euro), Feldkirch (0,78 Mrd. Euro), Linz-Land (0,71 Mrd. Euro), Dornbirn (0,70 Mrd. Euro)

Wien Top-Bezirke:

  • nach Verkaufswert:
    Donaustadt (1,20 Mrd. Euro), Liesing (0,86 Mrd. Euro), Favoriten (0,85 Mrd. Euro), Landstraße und Innere Stadt (0,84 Mrd. Euro), Floridsdorf und Döbling (0,83 Mrd. Euro).
  • nach Anzahl der Verbücherungen:
    Donaustadt (3.400 Stk.), Floridsdorf (2.800 Stk.), Favoriten (2.500 Stk.), Liesing (2.400 Stk.), Penzing (1.500 Stk.), Meidling (1.400)

Strukturveränderung:

  • Plus bei Verbücherungen: Wohnungen +5.733, PKW-Plätze +5.492, Grundstücke +4.403, Hausanteile +567, Dachgeschoßwohnungen +530
  • Mengenminus: Kleingärten -935
  • Plus bei Verkaufswert: Wohnungen +2,77 Mrd. Euro, Grundstücke +1,15 Mrd. Euro, Einfamilienhäuser +634 Mio. Euro, Gebäude +463 Mio. Euro, Dachgeschoßwohnungen +414 Mio. Euro, Zinshäuser +306 Mio. Euro, Hausanteile +255 Mio. Euro, Reihenhäuser +252 Mio. Euro.

Top-Immobilien-Verkäufe Gesamtösterreich

Die drei größten Immobilienverbücherungen 2021 waren ein Gebäude mit prominenter Adresse in Wien Innere Stadt um 327,5 Mio. Euro, gefolgt von einem Bürogebäudekomplex in Wien 12 um 120,4 Mio. Euro und einem Betriebsgelände in Jenbach (Bezirk Schwaz) um 107,8 Mio. Euro, dessen Kaufvertrag allerdings aus 2019 datiert ist.

In Summe betrug der Transaktionswert der Top-Ten-Immobilienverbücherungen 877,1 Mio. Euro (+63,8%) und die der Top 100 2,65 Mrd. Euro (+31,5%). Die Top-Objekte der einzelnen Bundesländer finden Sie bei den Bundesländern.

Quicklinks

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Amstetten, 16. März 2022 – Die Wachstumskurve bei den Immobilienverkäufen steigt nach +7,4 % (2019/18) und +5,1 % (2020/19) im Jahresvergleich 2021 zu 2020 auf +12,0 %. Das meldet der größte heimische Immobilienvermittler im RE/MAX-ImmoSpiegel 2021.
 

Mengensteigerung zum Vorjahr verdoppelt

In Summe wurden 2021 in Österreich 163.266 Liegenschaften verbüchert, um +17.486 mehr als 2020. Der Zuwachs von 2019 auf 2020 lag bei +7.090 Einheiten.

Im Fünfjahresvergleich sind das um ein gutes Drittel mehr Verbücherungen (+34,4 %), im Zehnjahresvergleich um +79,8 %.
 

2020 noch geringste Verkaufswertsteigerung, 2021 dagegen signifikanter Anstieg

Der Immobilienverbücherungswert stieg von 35,15 Mrd. Euro (2020) um +22,8 % auf 43,18 Mrd. Euro (2021). Die Wertsteigerungen der Immobiliengesamtverkaufssumme ist in den letzten zehn Jahren viermal knapp unter vier Mrd. Euro gewachsen, sonst immer geringer, einmal sogar geschrumpft. Von 2019 auf 2020 ist die Gesamttransaktionssumme nur um +0,80 Mrd. Euro gestiegen. Von 2020 auf 2021 hat sie jedoch um +8,03 Mrd. Euro also um das zehnfache der Vorjahressteigerung zugelegt. „Dieser immense und außergewöhnliche Wachstumsschub kann als Nachholeffekt samt weiterer kräftiger Umsatzsteigerung interpretiert werden, sofern er sich wirklich als einmalig erweist und sich nicht in den nächsten Jahren wiederholt“, meint Mag. Anton Nenning, Head of Research & Communication bei RE/MAX Austria. „Der Immobilienmarkt bewegte sich 2021 in neuen Sphären. Sowohl die Anzahl der Verbücherungen als auch der Verkaufswert haben signifikant zugelegt. Die steigende Inflation, die fehlenden attraktiven alternativen Geldanlagemöglichkeiten und das weiterhin historisch niedrige Zinsniveau sorgen dafür, dass sich Immobilien – nicht nur bei Eigennutzern - weiterhin großer Beliebtheit erfreuen“, erklärt Bernhard Reikersdorfer, MBA, Managing Director von RE/MAX Austria.
 

Grundbuch als Datenbasis

Datenquelle ist wieder die lückenlose Erfassung aller Kaufverträge im öffentlich zugänglichen amtlichen Grundbuch. Diese Zahlen sind daher die verlässlichsten am Markt. IMMOunited – die Experten für Immobiliendaten – haben sie ausgelesen und als Kaufvertrags-Sammlung publiziert. RE/MAX Austria Research analysiert sie für ganz Österreich und veröffentlicht sie exklusiv im RE/MAX-ImmoSpiegel. „Wir erheben Transaktionsdaten aus dem österreichischen Grundbuch und ergänzen diese z. B. um historisch erfasste Nutzwertgutachten, Flächenwidmungs- und Gebäudeinformationen aus dem Grundstücksverzeichnis sowie Daten aus Immobilieninseraten. So entstehen vollständige Transaktionsdatensätze, die für einen transparenten Immobilienmarkt sorgen und für unsere Partnerunternehmen eine wertvolle Entscheidungsgrundlage darstellen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.

Ausgewählte Immobilientypen im Vergleich

Von Alpe bis Zinshausantel

Stabilisierung in den wichtigen Teilmärkten

Nach den Verwerfungen im Jahr 2020 mit einem Wachstum von über +7.000 PKW-Abstellplätzen sowie über +1.300 Kleingärten und einem Rückgang um 1.200 Einfamilienhäuser und -840 weniger Grundstücke zeigt sich der Immobilienmarkt strukturell wieder von einer stabileren Seite. Fast alle Immobilientypen zeigen 2021 Wachstumstendenzen, insbesondere die wichtigsten Kategorien wie Wohnungen, Grundstücke, Einfamilienhäuser und Zinshäuser.
 

Hier ein Auszug der wichtigsten Immobilienkategorien der IMMOunited Kaufpreissammlung:
 

Almen wurden 2021 in Österreich 65 verkauft, um -12 weniger als 2020. Der Gesamtwert lag bei 10,3 Mio. Euro, nach 17,6 Mio. Euro im Jahr 2020.

Büros (Büroflächen) sind 525 verbüchert worden, 2020 waren es 512. Die Kaufpreissumme lag bei 222,4 Mio. Euro, 2020 bei 221,5 Mio. Euro.

Bürogebäude wurden nur 124 verkauft, jedoch um 685,9 Mio. Euro. Zum Vergleich 2020: 117 um 500,7 Mio. Euro.

Dachgeschoßwohnungen waren 2021 sehr beliebt, immerhin 3.423 wechselten um 1,61 Mrd. Euro die Eigentümer. 2020 waren es 2.893 um 1,20 Mrd. Euro.

Doppelhaushälften wurden 2021 2006 Stk. im Gesamtwert von 0,86 Mrd. gehandelt. 2020 waren es noch 2.020 Stück um 0,54 Mrd. Euro.

Einfamilienhäuser stagnierten bei 10.772 Verkäufen, um -1 weniger als 2020. Der Verkaufswert stieg jedoch von 3,48 Mrd. Euro auf 4,11 Mrd. Euro.

Gebäude am See, die auch als solche ausgewiesen waren, wurden 189 verbüchert, nach 101 im Jahr 2021. Die Gesamtverkaufssumme lag 2021 bei 117,2 Mio. Euro nach 102,0 Mio. Euro 2020.

Sonstige Gebäude, insbesondere gemischt genutzte Stadthäuser mit Wohnungen, Ladenlokalen Büros, die in keine andere Kategorie fallen, waren 2021 12.444 Stück zu verbüchern, 2020 dagegen 12.597. Die Kaufsumme 2021 betrug 7,20 Mrd. Euro nach 6,74 Mrd. Euro im Jahr 2020.

Geschäftslokale wurden 1.328 verbüchert, um +103 mehr als 2020. Der Transaktionswert lag 2021 bei 453,2 Mio. Euro, um 100,5 Mio. Euro höher als im Jahr zuvor.

Grundstücke wurden um 5,18 Mrd. Euro gehandelt, 32.203 an der Zahl. 2020 waren es 27.800 um 4,03 Mrd. Euro.

2.799 Hausanteile kosteten in Summe 669,6 Mio. Euro. Im Jahr davor lautete der Vergleich 414,4 Mio. Euro für 2.232 Einheiten.

Hotel/Pension, eine der wenigen Immobilienkategorien mit sinkendem Trend: 2020 waren es noch 230 Objekte um 278,4 Mio. Euro. 2021 nur 175 um 273,1 Mio. Euro.

Kleingärten hatten 2020 einen Hype: Von 235 (2019) auf 1.565 (2020) und wieder retour auf 630 (2021). Gegenwert im vergangenen Jahr: 126,9 Mio. Euro.

Landwirtschaften waren 2021 in den Verbücherungsstatistiken 967 zu finden, Verkaufswert: 467,2 Mio. Euro. Die Werte aus 2020: 1.025 Einheiten um insgesamt 349,2 Mio. Euro.

Mehrfamilienhäuser wurden um 1,57 Mrd. Euro ge- und verkauft, um +71 Mio. Euro mehr als davor. Die Anzahl lag 2021 bei 1.084, 2020 bei 1.750.

PKW-Abstellplätze steigen in der Anzahl der Verkäufe, seit sie, insbesondere bei Neubauten, separat parifiziert werden und unabhängig vom Wohnungseigentum gehandelt werden können. Mit 27.126 Einheiten waren es 2021 beinahe doppelt so viele wie 2019. Der Wert kletterte von 359,4 Mio. Euro (2020) auf 464,5 Mio. Euro.

Reihenhauseinheiten übersprangen 2021 erstmals die Milliardengrenze: 3.101 Wohneinheiten um 1,18 Mrd. Euro sind um +451 Stück und um +252,3 Mio. Euro mehr als im Jahr 2020.

Seegrundstücke, die auch im Kaufvertrag als solche ausgewiesen wurden, sind Raritäten: 118 kamen zur Verbücherung, um +49 mehr als 2021. Der Verkaufswert lag bei 29,3 Mio. Euro, nach 12,0 Mio. Euro 2020.

Sonstiges und Sonderfälle, Immobilientransaktionen also, die keiner der angeführten Kategorien sinnvollerweise zugeordnet werden können, sind 285 verbüchert worden, nach 408 im Jahr davor. Der Gegenwert belief sich auf 33,3 Mio. Euro (2020 auf 135,2 Mio. Euro).

Waldstücke finden sich 4.145 um 135,4 Mio. Euro unter den Verkäufen. 2020 waren es 3.877 um 158,2 Mio. Euro.

Weingärten blieben mengenmäßig konstant: 599 im Jahr 2021, 587 im Jahr 2020. Der Gegenwert betrug 2021 28,9 Mio. Euro, im Jahr zuvor 22,3 Mio. Euro.

Wohnungen sind die größte Immobilienkategorie, anzahl- wie wertmäßig: 56.199 Verkäufe um 14,92 Mrd. Euro 2021 standen 2020 50.386 um 12,15 Mrd. Euro gegenüber.

Zinshäuser machten nur ein Zehntel des Wertes der Wohnungen aus: 1,48 Mrd. Euro für 393 Zinshäuser sind aber um 66 Stück und 305,8 Mio. Euro mehr als 2020.

Zinshausanteile wurden 217 verkauft (+19). Der Handelswert lag bei 342,7 Mio. Euro (+113,6 Mio. Euro).

Bundesländer im Vergleich

Dem RE/MAX ImmoSpiegel zufolge legen alle Bundesländer bei der Anzahl der Transaktionen wie beim Gesamtverkaufswert zu.
 

2021: Zwischen sieben und zwanzig Prozent mehr Verkäufe

20,0 % aller Immobilien wurden in Niederösterreich gehandelt, 17,0 % in Wien und nur 4,8 % im Burgenland. Bei der Verkaufszahlendynamik ist Tirol mit +7,2 % das Schlusslicht und mit +19,7 % das Burgenland beim relativen Zuwachs die Nummer eins.

In absoluten Zahlen sind das 32.705 Liegenschaften in Niederösterreich und somit um +3.834 mehr als 2020 (+13,3 %). Wien folgt mit 27.752 Einheiten und einem Plus von +3.529 (+14,6 %). Die Steiermark ist das dritte Bundesland auf dem Mengenpodest mit 25.497 Immobilien und +2010 (+8,6 %). Oberösterreich hat seine Nähe zur Steiermark beinahe halten können: 23.349 Verbücherungen sind um +1.833 mehr als 2020 (+8,5 %). Im Mittelfeld bei den Verbücherungen: Tirol mit 14.088 Transaktionen (+945, +7,2 %) und Kärnten mit 12.279 (+1.922, +18,6 %). Auf Rang sieben liegt Salzburg (11.120 Objekte, +869, +8,5 %), auf Platz acht Vorarlberg mit 8.707 Verbücherungen, um +1.263 mehr als 2020 (+17,0 %). Schlussendlich das Burgenland mit 7.769 Transaktionen (+1.281 oder +19,7 %). Die höchsten Mengensteigerungsraten finden sich demzufolge im Burgenland (+19,7 %), in Kärnten (+18,6 %) und in Vorarlberg (+17,0 %).

 

Wert: drei Mrd. Euro mehr allein in Wien

Aus Wien kommen von den 43,2 Mrd. Euro 12,68 Mrd. Euro. Damit ist der Wertanteil der Bundeshauptstadt am Österreich-Topf, nach dem Durchhänger 2020, wieder auf 29,4 % gestiegen. Der Zuwachs der Bundeshauptstadt liegt den RE/MAX-Experten zufolge bei +3,14 Mrd. Euro oder +32,9 %.
Nur mehr halb so groß wie das Wiener Stück vom Bundesimmobilienumsatz ist jenes von Niederösterreich: 6,79 Mrd. Euro sind 15,7 % der Bundessumme, um +1,64 Mrd. Euro mehr als 2020 oder +31,7 %.
Oberösterreich schafft es 2021 beim Immobilienwert auf das Podest: 5,0 Mrd. Euro bedeuten wie bei allen anderen Bundesländern eine neue Höchstmarke, in Oberösterreich um +587 Mio. Euro über dem Vorjahr (+13,3 %).

Tirol hat nach 2013 und 2016 gegenüber der Steiermark wieder die Nase vorne: 4,63 Mrd. Euro sind im Bundesländerranking 2021 Platz vier und um +914 Mio. Euro mehr als 2020 (+22,7 %).

Wie erwähnt, nimmt die Steiermark die Position des Medians ein, Rang fünf, genau in der Mitte, mit 4,93 Mrd. Euro Immobilienverkaufswert. Die relativ geringe Steigerung von +156 Mio. Euro (+3,5 %) hat den Tirolern in die Hände gespielt. Grund für die geringe Steigerung waren massive Eigentumsübertragungen der öffentlichen Hand in der Steiermark (Graz) im Jahr 2020, die 2021 im Umsatz fehlen.

Salzburg kommt 2021 auf 3,32 Mrd. Euro Verbücherungswert, nach +415 Mio. Euro (+14,3 %).

Vorarlberg hält Kärnten auf Distanz und belegt Rang sieben. Die Basis dafür bilden die 2,66 Mrd. Euro Immobilienverkaufswert, um +17,6 % oder +398 Mio. Euro mehr als 2020.

Kärnten mit 2,27 Mrd. Euro legt 2021 um +595 Mio. Euro zu und gewinnt mit +35,4 % das Rennen um die höchste Steigerungsquote vor Wien.

Auch das Burgenland liegt mit seinen +28,5 % im Spitzenquartett. 857 Mio. Euro Gesamttransaktionswert sind um +190 Mio. Euro mehr als 2020.

 

Mengenentwicklung in einem Jahrzehnt

Im Zehnjahresvergleich des RE/MAX ImmoSpiegels stiegen die Immobilienverbücherungen in den Bundesländern zwischen +50,2 % im Burgenland und +128,5 % in Kärnten. Dazwischen finden sich mit +59,9 % Niederösterreich, mit +75,3 % Tirol, mit +76,8 % Oberösterreich, mit +85,7 % Vorarlberg und mit +87,6 % das Bundesland Salzburg. Den letzten Podestplatz ergattert Wien mit +89,9 % hinter der Steiermark mit +91,0 % und wie erwähnt Kärnten als Wachstumskaiser.

 

Weitere Informationen zu 2020 sowie die Vergleichszahlen zu 2019 finden Sie unter https://www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt/#oesterreich.

Niederösterreich im Detail

Mit 32.705 verbücherten Immobilien überschreitet Niederösterreich im Jahr 2021 als erstes Bundesland die Marke von 30.000. 17 der 21 Auswertungsbezirke feiern neue Höchststände und tragen ihren Teil zum Wachstum von +3.834 Einheiten und +13,3 % im Bundesland bei. Im Fünfjahresvergleich des RE/MAX-ImmoSpiegels entspricht das einem Zuwachs von +29,0 % in der zehnjährigen Rückschau sogar +59,9 %.

 

Bezirk Baden baut Führungsposition weiter aus

 

Bessere Ausgangsposition 2020 und höheres Wachstum 2021, damit ist Baden der oberste Stockerlplatz nicht zu nehmen. 3.486 Liegenschaften wurden von den RE/MAX-Experten verbüchert, um +538 mehr als 2020. Mödling, der Menge nach oftmals die Nummer zwei, legt 514 Verkäufe zu und kommt auf 2.769 Einheiten. Der Bezirk Gänserndorf kann sich erstmals nach 2019 und 2020 wieder vor Tulln platzieren: 2.343 sind um +9,1 % mehr als zuletzt. Tulln wirft 2.276 Verbücherungen in die Waagschale, +38 (+1,7 %) sind für einen Podestrang allerdings zu wenig an Dynamik. Korneuburg mit 2.270 Einheiten (+33,8 %) ist nur mehr ganz knapp entfernt, während der Abstand zu St. Pölten-Land (2.046, +14,1 %) und Stadt + Land Wr. Neustadt (2.018, -4,5 %) deutlicher ist. Wr Neustadt hat zudem als einer von zwei Bezirken im Wachstum ein negatives Vorzeichen.

 

Sieben-sieben-sieben

 

Sieben gelb-blaue Bezirke haben über 2.000 Eigentumsübertragungen verbüchert, sieben weniger als 1.000 und sieben liegen dazwischen. Bruck/Leitha kratzt mit 1.963 Objekten (+15,7 %) noch am ehesten an der nächsten Schwelle. Krems (Stadt + Land) hat mit 1.918 (+12,3 %) noch einen weiteren Weg dorthin. Mistelbach auf Rang zehn verzeichnet 1.902 (12,9 %) und Amstetten samt Waidhofen/Ybbs 1.640 (+12,9 %). Hollabrunn mit 1.353 (+17,5 %) liegt vor Neunkirchen mit 1.323 Objekten (+7,1 %) und Melk mit 1.185 (+18,3 %) noch im zweiten Drittel.

 

Dynamik 2021 am höchsten in Korneuburg und Mödling

 

Gmünd setzt sich mit 763 gehandelten Immobilien (+17,2 %) mit dem Minimalabstand von einer Liegenschaft vor die Landeshauptstadt St. Pölten mit 762 (+14,8 %). Im Bezirk Zwettl wurden 705 Verkäufe registriert (18,5 %) und in Horn 645. Horn ist der zweite Bezirk in Niederösterreich, der das Vorjahresergebnis nicht erreicht hat (-2,7 %). Hingegen zeigen im Schlusstrio alle drei Bezirke eine – wenngleich schwache – positive Entwicklung: Waidhofen/Thaya mit 538 (+4,5 %), Scheibbs mit 457 (+14,3 %) und Lilienfeld mit 343 (+1,2 %).

Die höchsten Zuwachsraten in Niederösterreich zeigten im RE/MAX-ImmoSpiegel 2021 die Bezirke Korneuburg (+33,8 %), vor Mödling (+22,8 %) und Hollabrunn (+19,5 %), die geringsten Lilienfeld (+1,2 %), Horn (-2,7 %) und Wr. Neustadt (-4,5 %).
 

Wertentwicklung: Mödling 2021 erstmals über einer Milliarde

Von 620,2 Mio. Euro auf 1,11 Mrd. Euro Immobilienwert im Jahr 2021 sind ein phänomenales Ergebnis. Plus 78,7 % sind auch relativ gesehen der zweithöchste Zuwachs im Bundesland.
Da halfen dem Bezirk Baden auch +229,5 Mio. Euro Zusatzumsatz gegenüber 2020 (+35,7 %) und mit 872,3 Mio. Euro ein neuer Rekordumsatz nichts. Rekordumsätze schreiben - mit einer einzigen Ausnahme - alle Bezirke.

Auf Platz drei liegt Tulln mit 590,7 Mio. Euro und +17,6 %. Zwei Bezirke sind 2021 erstmals jenseits der halben Milliarde Euro: Auf Rang vier Bruck mit 551,2 Mio. Euro (+20,3 %) und auf fünf Korneuburg mit 523,1 Mio. Euro (+24,0 %), vor Gänserndorf (456,3 Mio. Euro, +33,8 %) und St. Pölten-Land, das mit 439,1 Mio. Euro (+20,0 %) das Spitzendrittel abschließt.

 

Erstmals eine Viertelmilliarde in Krems und Amstetten

 

Wr. Neustadt läutet mit 407,6 Mio. Euro und der geringsten Wachstumsquote (+0,6 %) die zweite Runde ein. Mit Respektabstand – aber mit erstmals mehr als einer Viertelmilliarde Immobilienumsatz – folgen Krems (302,3 Mio. Euro, +31,1 %) und Amstetten (270,7 Mio. Euro, +27,9 %) und danach der Wachstumskaiser Melk (243,1 Mio. Euro, +84,2 %). 211,4 Mio. Euro bringt Neunkirchen auf die Waage (+35,2 %), 209,7 Mio. Euro der Bezirk Mistelbach (27,5 %) und 188,4 Mio. Euro die Landeshauptstadt St. Pölten.

Im dritten Drittel überquert Hollabrunn erfolgreich die 100 Mio.-Euro-Hürde (110,7 Mio. Euro, +21,8 %). Nur gut halb so groß sind die Umsätze in Horn (62,1 Mio. Euro, +14,2 %), Scheibbs (59,1 Mio. Euro, +28,3 %) und Lilienfeld (57,5 Mio. Euro, +16,8 %). Das Schlusstrio bilden die Bezirke Gmünd mit 52 Mio. Euro (+6,0 %), Zwettl (43,8 Mio. Euro, +10,3 %) und Waidhofen/Thaya mit 33,6 Mio. Euro (+14,9 %).

Melk vor Mödling, Baden, Neunkirchen und Gänserndorf lautet die Reihung beim prozentuellen Umsatzzuwachs, der ausnahmslos für alle Bezirke in Niederösterreich positiv geendet hat.

 

Die Top-Immobilienverkäufe in Niederösterreich

 

In Niederösterreich führt die Verbücherungsstatistik eine Betriebsliegenschaft im Bezirk Melk an, Kaufpreis 67,7 Mio. Euro. Dahinter ein Gebäude um 43,8 Mio. Euro sowie ein Grundstück um 38,5 Mio. Euro in Vösendorf. Der Wert der Top Ten in Niederösterreich liegt 2021 in Summe bei 326,5 Mio. Euro, um +146,7 % mehr als 2020 und jener der Top 100 bei 872,5 Mio. Euro – ein Plus von +91,0 %.
 

Mehr Zahlen und Grafiken unter www.remax.at/presse/immospiegel/gesamtmarkt/#niederoesterreich

 

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