Immobilienmarkt 2021: Mehr Auswahl, geringere Preissteigerungen

Beitrag vom 06.01.2021
Immobilienmarkt 2021 - Trends und Prognosen RE/MAX Austria - ©tobykoestl-AdobeStock
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RE/MAX 2020: Vorjahresergebnis beinahe gehalten

RE/MAX Pressekonferenz, 5. Jänner 2021

Die aktuellen Pressefotos von der Pressekonferenz, den RE/MAX Immobilien-Zukunftsindex, die Detailergebnisse und die Statements aus den Bundesländern und Grafiken mit Bundesländer- und Immobilien-Preistrends auf www.remax.at/presse/pressemappe.

Erwartungen für 2021: Stabiler Immobilienmarkt trotz Covid-19

Der RE/MAX Real Estate Future Index, kurz RREFIX, ist die Summe der Expertenmeinungen von rund 560 Immobilien-Experten in ganz Österreich.


Er prognostiziert für 2021:

  • Das Angebot an Immobilien steigt spürbar
  • Die Nachfrage nimmt nur marginal zu
  • Trendknick bei den Preisen: Bei Wohnimmobilien steigen sie in Summe weiterhin, allerdings nur mehr halb so stark wie zuvor
  • Die frei vereinbarten Mieten sollen 2021 eher fallen als steigen
  • Die Preise für Eigentumswohnungen dagegen legen generell noch geringfügig zu
  • Baugrundstücke unverändert im Nachfrage-Hoch, gefolgt von Wohnobjekten in Einzellagen, Einfamilienhäusern, und Wochenendhäusern. Das ist die sogenannte „Stadtflucht“, der Trend „Hinaus auf‘s Land“
  • Eigentumswohnungen in zentralen Lagen erst auf Rang fünf bei Preissteigerungen
  • Gewerbeimmobilien: Aussichten 2021 so schlecht wie 2015

RE/MAX 2020: Honorar-Umsatz trotz Lockdowns beinahe gehalten

  • Über 10.000 Transaktionsseiten erfolgreich abgeschlossen
  • Der Transaktionswert belief sich auf 1,725 Mrd. Euro
  • Umsatz-Steigerungen in den Bundesländern Burgenland, Kärnten und Oberösterreich
  • 1.200 digitale Angebotsverfahren „DAVE“ (exklusiv bei RE/MAX) kontaktlos, transparent und fair abgewickelt
  • Expansion: Interessante Karriere-Chancen beim Marktführer
  • Auszeichnungen 2020: Superbrands-Award zum vierten Mal in Folge

Video-Statement zum Immobilienmarkt 2021

RE/MAX ImmoSpiegel - Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA über den Einfamilienhausmarkt 2020 - 1. Halbjahr
 

Quicklinks

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Pressemappe

Gesamt-Immobilienmarkt 2020

Amstetten, 5. Jänner 2021 – 2020 war, trotz aller Herausforderungen rund um COVID-19, wie auch die vergangenen Jahre, wieder ein gutes Immobilienjahr. Die RE/MAX-Hochrechnung erwartet für 2020 rund 135.000 Immobilien-Verbücherungen. Die Rekorde aus dem Jahr 2019 werden aber wohl nicht ganz erreicht werden, vor allem nicht im Bereich der wichtigen Objektgruppen Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Grundstücke. Hier gab es bereits zu Jahresmitte ein Minus von 6,5 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019. Die endgültigen Zahlen wird der RE/MAX ImmoSpiegel 2020 im März 2021 präsentieren. Das Immobilienangebot war 2020 in mehreren Objektgruppen sehr knapp und deutlich geringer als im Vorjahr. Dies führte in vielen Regionen, und hier in erster Linie bei Einfamilienhäusern, zu spürbaren Preissteigerungen. „Die Rahmenbedingungen am Immobilienmarkt sind weiterhin gut und das Zinsniveau ist anhaltend historisch niedrig. Dies und die ungebremst gute Nachfrage, sowohl von Eigennutzern als auch von Anlegern und fehlende alternative Geldanlagemöglichkeiten sowie ein in vielen Regionen knappes Angebot prägten das Jahr 2020. Die Auswirkungen von COVID-19 wird der Immobilienmarkt erst im Jahr 2021 richtig spüren. Eine Finanzierung zu bekommen, wird – vor allem für Jungfamilien – noch schwieriger werden. Fakt ist bereits jetzt, dass Fremdfinanzierungen aufgrund höherer gesamtwirtschaftlicher Risiken oftmals nicht mehr so einfach und reibungslos möglich sind, und die von den Banken geforderte Eigenkapitalquote höher ist als vor Corona“, so Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von RE/MAX Austria.

PROGNOSE IMMOBILIENMARKT 2021:

Grundstimmung: Wachstumskurve positiv, aber viel moderater als in der Vergangenheit!

Österreichweit erwarten die 560 RE/MAX-Experten auch für 2021 ein grundsätzlich durchaus positives Immobilienjahr, allerdings mit einigen Veränderungen zu den Vorjahren. Konkret erwarten sie im Immobilienbereich insgesamt leichte Anstiege bei Nachfrage, Angebot und Preis. Die Unterschiede zu den Vorjahren liegen allerdings in der Intensität:
Während die Nachfrage von +3,0 % über +2,6 % unmerklich auf +2,8 % wandert, springt das Angebot von +0,4 % auf +1,9 %. Ein derartige Angebotsausweitung war zuletzt in den Jahren 2015 bis 2017 prognostiziert worden. Das wiederum entspannt die Preiskurve von zuletzt +3,3 % auf +1,8 %, also beinahe auf die Hälfte. Das heißt, die Grob-Indizes liegen im Wachstumsbereich, allerdings viel gedämpfter als in den Jahren zuvor.

Immobilienmarkt in 17 Hauptsegmenten analysiert

Separat nach Angebot, Nachfrage, Preis und Bundesland getrennt wurden für den RE/MAX Real Estate Future Index 2021 wieder die 17 wichtigsten Kombinationen aus Lage und Immobilientyp analysiert. „Die Grundstimmung ist positiv, aber nicht ausgelassen euphorisch. Ob das in erster Linie Corona mit seinen vielfältigen Auswirkungen auf das Leben der Menschen und die Wirtschaft zuzuschreiben ist, oder doch eher die Fortsetzung der bereits in den letzten Jahren beobachtbaren Trends, lässt sich in manchen Segmenten schwer, in einigen dagegen ganz klar auseinanderhalten. Von den 17 Preisindikatoren zeigten für 2020 noch 13 nach oben. Das hat sich für 2021 insofern geändert, dass nur mehr 9 nach oben weisen. Bezeichnend ist aber der Vergleich der aktuellen Prognose mit der für das vergangene Jahr. Nur 2 der 17 Preisindikatoren liegen über denen des Vorjahres, aber 15 darunter. Noch vor einem Jahr hat die Marktlage als stabil und gut einschätzbar gegolten. Jetzt hat sie einen Preisknick,“ meint Mag. Anton E. Nenning, Managing Director bei RE/MAX Austria.

PROGNOSEN und KOMMENTARE für die Bundesländer

  • Bundeshauptstadt Wien – Immobilienmarkt-Prognose und -Kommentar
  • Burgenland – Immobilienmarkt-Prognose und -Kommentar
  • Kärnten – Immobilienmarkt-Prognose und -Kommentar
  • Niederösterreich – Immobilienmarkt-Prognose und -Kommentar
  • Oberösterreich – Immobilienmarkt-Prognose und -Kommentar
  • Salzburg – Immobilienmarkt-Prognose und -Kommentar
  • Steiermark – Immobilienmarkt-Prognose und -Kommentar
  • Tirol und Vorarlberg – Immobilienmarkt-Prognose und -Kommentar

 

RE/MAX-EMPFEHLUNGEN für 2021

  • Attraktiv kalkulierte Vorsorgewohnungen (40 - 65 m²), Baugrundstücke ohne Bauverpflichtung, aber auch land- und forstwirtschaftliche Flächen bleiben für langfristige Geldanlagen mangels Alternativen weiter begehrt.
  • Tipps für Käufer: Aufgrund der guten Nachfrage und auch bei leicht wachsendem Angebot am Immobilienmarkt wird empfohlen, bereits vor Beginn der Immobiliensuche die finanziellen Möglichkeiten auszuloten. Kaufinteressenten, die ihre finanziellen Möglichkeiten bei der Bank vorab klären, sind im Vorteil.
  • Weiters macht aktuell eine Fixzinsvereinbarung über einen längeren Zeitraum Sinn -Tipp Konditionen und einmalige Gebühren vergleichen!
  • Vor dem Kauf einer gebrauchten Eigentumswohnung ist unbedingt auf den Erhaltungszustand des Gebäudes, die Höhe der monatlichen Betriebskosten-vorschreibung und das Protokoll der letzten Eigentümerversammlung zu achten
  • Die Schaffung von Wohnungseigentum ist seit mehreren Jahren ein wesentlicher Teil der Pensionssicherung – Tendenz weiter steigend. Wer die Möglichkeit hat, sich während seiner Berufszeit rechtzeitig Wohneigentum zu schaffen bzw. eine Immobilie zur Vorsorge zu erwerben, hat dann in der Pension erheblich mehr frei verfügbares Einkommen oder sogar ein zusätzliches Einkommen. Wohnungseigentum ist in jedem Fall ein Altersabsicherung, weil die Mietkosten in Zeiten mit geringerem Einkommen wegfallen.
  • Der Traum von den eigenen vier Wänden lässt sich unverändert in jeder Form – egal ob als Eigentumswohnung oder Mietwohnung, Reihenhaus oder Einfamilienhaus – am Stadtrand und vor allem in Landgemeinden noch immer wesentlich günstiger verwirklichen als in der Stadt.
  • Speziell bei Mietwohnungen gibt es aktuell ein sehr großes Angebot und beim Preis in vielen Regionen eine Seitwärtsbewegung, sprich die Mietkosten sind mittlerweile sogar leicht rückläufig. Mietkosten vergleichen lohnt sich jetzt ganz besonders.
  • Wer an den Verkauf eines Einfamilienhauses, einer Wohnung oder eines Baugrundstückes denkt, sollte die aktuell überwiegend gute Marktsituation nutzen. Die Rahmenbedingungen (Preisniveau, Nachfrage) sind für Verkäufer noch immer sehr attraktiv.

RE/MAX ImmoSpiegel: Die exaktesten Zahlen in der österreichischen Immobilienwirtschaft

Wie schon in den vergangenen Jahren wird RE/MAX im März mit dem RE/MAX ImmoSpiegel umfassendes Zahlenmaterial aller tatsächlich verkauften und verbücherten Immobilien in ganz Österreich zur Verfügung stellen, basierend auf der Kaufvertrags-Sammlung von IMMOunited – den Experten für Immobiliendaten. „Der RE/MAX-ImmoSpiegel ist traditionell die schnellste wie auch die zuverlässigste Quelle, die Kaufpreisdaten über alle Immobilienkäufe – und zwar flächendeckend für ganz Österreich (seit dem Jahr 2009) – veröffentlicht“, erklärt Mag. Anton E. Nenning, Managing Director von RE/MAX Austria.

Bildmaterial

Bernhard Reikersdorfer, MBA
© RE/MAX Austria, Doris Schwarz-König

Alle Bilder und Grafiken – Abdruck honorarfrei.

Bildtext: „Die Rahmenbedingungen am Immobilienmarkt sind weiterhin gut und das Zinsniveau ist anhaltend historisch niedrig. Dies und die ungebremst gute Nachfrage, sowohl von Eigennutzern als auch von Anlegern und fehlende alternative Geldanlagemöglichkeiten sowie ein in vielen Regionen knappes Angebot prägten das Jahr 2020. Die Auswirkungen von COVID-19 wird der Immobilienmarkt erst im Jahr 2021 richtig spüren,“ so Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von RE/MAX Austria.

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