Drittes Jahr in Folge weniger Einfamilienhausverkäufe - RE/MAX Immospiegel Einfamilienhausmarkt 1. HJ 2021

Beitrag vom 20.10.2021
Eigentumswohnungsmarkt 2021, 1.Halbjahr - RE/MAX Immospiegel
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Preise auf Allzeithoch - Bezirk Kitzbühel: plus 40 % auf 2,1 Mio. Euro für ein Einfamilienhaus

RE/MAX-ImmoSpiegel 1. Halbjahr 2021

Kurzinfos

  • Angebot für Einfamilienhäuser noch immer rückläufig
  • Verkaufsmengen um -5,1 % hinter dem Vorjahr und -19,5 % hinter 2018; Steiermark fällt hinter Oberösterreich zurück typischer Preis für ein Einfamilienhaus in Österreich steigt um +13,5 % auf 307.085 Euro
  • Fünfjahresvergleichspreise um +50,4 % gestiegen. Ursachen: Angebotsknappheit, Inflation und der Drang aufs Land. Dazu jüngere, also bessere Häuser als früher
  • zweitgeringste Menge der letzten zehn Jahre in Vorarlberg, zweitbeste im Burgenland
  • Bundeslandpreise: Tirol überholt Wien, Vorarlberg vor Salzburg. Am billigsten sind Einfamilienhäuser im Burgenland und in der Steiermark. Fünf Häuser im Burgenland kosten so viel wie eines in Tirol
  • Bezirk Kitzbühel: doppelt so teuer wie Innsbruck-Stadt und 2,1x so teuer wie Salzburg-Stadt
  • Weiterhin unverändert das Einfamilienhäuser-Preisranking der Landeshauptstädte: Innsbruck vor Salzburg, Wien, Bregenz, Linz, Graz, Klagenfurt, St. Pölten und Eisenstadt
  • Studie zeigt: erhöhte Pendlerzeit spart Einfamilienhauskosten (Exkurs bei Niederösterreich)
  • Zahlen über Menge, Wert, typischer Preis und Fünfjahresvergleich auf Bezirksbasis sowie Grafiken und Fotos finden Sie im RE/MAX Immospiegel.

RE/MAX Immospiegel
 

Video-Statement zum aktuellen Immobilien-Einfamilienhausmarkt

RE/MAX ImmoSpiegel - Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA über den Einfamilienhaus-Immobilienmarkt 1. Halbjahr 2021
 

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Amstetten, 20. Oktober 2021 – Wie schon im ersten Halbjahr 2019 und 2020 ist der Einfamilienhausmarkt auch im Jahr 2021 spürbar rückläufig. Auf 2020 fehlen -5,1 %, auf 2018 sogar -19,5 %. In absoluten Zahlen wurden 4.763 Einfamilienhäuser von Jänner bis Juni 2021 für neue Eigentümer verbüchert – 2018 waren es noch um +1.156 mehr. Damit liegt das erste Halbjahr 2021, den Verbücherungszahlen nach, hinter den Jahren 2015 bis 2020.

Entspannung erwartet

„Das Einfamilienhaus erfreut sich in Österreich weiterhin großer Beliebtheit. Die Nachfrage hat sich pandemiebedingt nochmals verstärkt, gleichzeitig ist das Angebot im Jahresvergleich weiter deutlich zurückgegangen. Diese Kombination und das historisch niedrige Zinsniveau haben in weiten Teilen des Landes zu spürbaren Preissteigerungen geführt“, erklärt der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA. „Für das kommende Jahr erwarten wir eine leichte Entspannung am Einfamilienhausmarkt, sowohl beim Angebot als auch beim Preis“, sagt Reikersdorfer abschließend.

Gesamtverkaufswert für Einfamilienhäuser um eine Viertelmilliarde höher

Während vom ersten Halbjahr 2019 auf 2020 der Verkaufswert bei sinkenden Mengen (-285) um +40 Mio. Euro gestiegen ist, betrug den RE/MAX-Experten zufolge der Wertzuwachs von 2020 auf 2021 bei ähnlich sinkenden Mengen (-254) um +246 Mio. Euro mehr, im Fünfjahresvergleich um +44,8 %. Fünf Bundesländer verzeichnen zweistellige Wachstumsraten, bundesweit sind es +15,8 %, nur die Steiermark liegt hinter dem Vorjahr.

Preissteigerung für Einfamilienhäuser erstmals zweistellig

Von 2009 auf 2010 und von 2019 auf 2020 stiegen die Einfamilienhauspreise im ersten Halbjahr um mehr als +8 %. Von 2016 auf 2017 waren es mehr als +9 %. In den anderen Jahren lag der Wertgewinn zwischen +2 % und +6 %. Von 2020 auf 2021 jedoch erhöhten sich die Preise um +13,5 % auf typischerweise 307.085 Euro. „Typischerweise“ bedeutet beim RE/MAX-ImmoSpiegel, dass in einem komplexen statistischen Verfahren die billigsten und die teuersten Einfamilienhäuser weniger stark in die Berechnung einbezogen wurden, die in der Mitte der Preisrange jedoch stärker. Im Fünfjahresvergleich ergibt das einen nominalen Zuwachs von +50,4 %, und somit eine durchschnittliche jährliche Preisveränderung von +7,05 %.

Mehrere Ursachen für den enormen Preisanstieg

„Bei der Preisentwicklung für Einfamilienhäuser kommen mehrere Faktoren zusammen“, erklärt der RE/MAX-Research-Experte Mag. Anton Nenning. „Das Angebot ist zurückgegangen, weil nicht nur manche Kaufinteressenten, sondern auch manche Eigentümer ‚Grundbuch statt Sparbuch‘ bevorzugen und dann – aufgrund der Wirtschaftssituation und der Investmentmöglichkeiten – doch lieber auf Sicherheit setzen und einen ins Auge gefassten Verkaufstermin immer weiter vor sich herschieben. Die Alternative zum Hauskauf, der Hausbau ist aufgrund der stark gestiegenen Grundstückpreise und der ebenso explodierenden Hausbaupreise, für so manche außer Reichweite gerückt und das erhöht den Nachfragedruck bei den Gebrauchtimmobilien. In manchen Gegenden standen vor gut zehn Jahren gebrauchte Einfamilienhäuser mit Preisen über 250.000 Euro im Wettbewerb zum Neubau, diese Grenze hat sich mittlerweile auf über 350.000 Euro verschoben. Und nicht zuletzt sind die Immobilien nicht mehr dieselben. Die vor zehn Jahren verkauften Häuser sind meist in den 1950er und 1960er Jahren gebaut worden. Mittlerweile liegt der Schwerpunkt bei Objekten aus den 1970er und teilweise den 1980er Jahren – wesentlich größer und deutlich aufwendiger gebaut und schon allein deswegen wesentlich mehr wert.“

Die Bundesländer im Detail

Sichere Zahlen aus dem Grundbuch

Die Grundlagen für die verlässlichsten verfügbaren Immobilien-Marktdaten in Österreich liefert das Grundbuch mit seinen öffentlich zugänglichen Kaufverträgen, die von der IMMOunited GmbH, den Experten für Immobiliendaten, in der Kaufvertrags-Sammlung vollständig erfasst und von RE/MAX Austria ausgewertet und analysiert werden. Nur diese Kombination erfüllt die drei wesentlichen Kriterien für sichere, valide Daten:

  • lückenlose Erfassung aller Verkäufe und nicht nur eines verzerrten Teils
  • tatsächliche Verkäufe statt angebotener Immobilien
  • tatsächliche Verkaufspreise statt Angebotspreise

„Wir erheben Transaktionsdaten aus dem österreichischen Grundbuch und ergänzen diese z. B. um historisch erfasste Nutzwertgutachten, Flächenwidmungs- und Gebäudeinformationen aus dem Grundstücksverzeichnis sowie Daten aus Immobilieninseraten. So entstehen vollständige Transaktionsdatensätze, die für einen transparenten Immobilienmarkt sorgen und für unsere Partnerunternehmen eine wertvolle Entscheidungsgrundlage darstellen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.

Das Immobilienexperten-Netzwerk RE/MAX

betreibt in Österreich 112 Bürostandorte (in allen neun Bundesländern und allen Landeshauptstädten). 600 MaklerInnen betreuten 2020 über 10.000 Transaktionsseiten. Den jährlichen Untersuchungen des Branchenmagazins Immobilienmagazin zufolge ist RE/MAX nicht nur das mit Abstand erfolgreichste Immobilien-Franchisesystem in Österreich, sondern auch beim erzielten Honorar die ganz klare Nummer 1. RE/MAX Austria ist, wie die einzelnen RE/MAX-Büros, rechtlich und wirtschaftlich unabhängig, gleichzeitig aber Teil des weltweit führenden Franchisenetzwerks RE/MAX. Drei Besonderheiten begründen den langjährigen Erfolg der Marke in Österreich:

  • das unumschränkte Bekenntnis zur Zusammenarbeit unter den KollegInnen und damit mehr Auswahl und besseres Service und größere Erfolgschancen für KäuferInnen, MieterInnen und EigentümerInnen,
  • das einzigartige und für alle Mitglieder laufend verpflichtende Ausbildungs- und Schulungsprogramm der RE/MAX-Akademie und
  • der technologische Vorsprung der RE/MAX-Organisation in vielerlei Hinsicht.

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Bild: Abdruck honorarfrei, © Christian Postl, RE/MAX Austria

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„Das Einfamilienhaus erfreut sich in Österreich weiterhin großer Beliebtheit. Die Nachfrage hat sich pandemiebedingt nochmals verstärkt, gleichzeitig ist das Angebot im Jahresvergleich weiter deutlich zurückgegangen. Diese Kombination und das historisch niedrige Zinsniveau haben in weiten Teilen des Landes zu spürbaren Preissteigerungen geführt“, erklärt der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA. „Für das kommende Jahr erwarten wir eine leichte Entspannung am Einfamilienhausmarkt, sowohl beim Angebot als auch beim Preis“, sagt Reikersdorfer abschließend.

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