RE/MAX Panorama

RE/MAX: Eigentumswohnungsmarkt 2019 und Studie „Corona und der Immobilienmarkt“ - Detailinfo OÖ

Beitrag vom 09.04.2020
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Nach fünf Rekordjahren blieb der Wohnungsmarkt in Österreich 2019 erstmals knapp hinter der Vorjahresmenge zurück.

 

Im Amtlichen Grundbuch wurden lt. RE/MAX ImmoSpiegel 49.832 Wohnungen verbüchert. Das sind um -0,8 % weniger als im bisherigen Rekordjahr 2018. Der Verkaufswert der gehandelten Wohnungen stieg dabei um +711 Mio. Euro, das ist das Doppelte der Vorjahressteigerung und entspricht im Jahresvergleich einem Zuwachs von +6,5 %.

 

Anzahl der Verkäufe 2019 stabil auf hohem Niveau, Wert steigt auf beinahe 12 Mrd. Euro

  • Zweithöchste Verkaufsmenge - knapp unter dem Jahr 2018
  • Gesamtwert trotzdem leicht gestiegen
  • Wohnungspreise: Anstieg deutlich über Inflation 
  • Verkaufszahlen: Rückgänge in Wien, Steiermark, Vorarlberg
  • Stärkste Steigerungen im Burgenland, Tirol, Kärnten
  • Teuerster Bezirk außerhalb Wiens: wieder Kitzbühel
  • Teuerste Bundesländer: Vorarlberg vor Tirol, Salzburg und Wien
  • Teuerste Landeshauptstädte: wieder Bregenz vor Salzburg und Innsbruck
  • Wohnungspreise Fünfjahresvergleich: Österreich: +24 %, Wien: +22 %, Vorarlberg: +47 %, Kärnten: +9 %
  • Wohnungspreise Zehnjahresvergleich: Österreich: +73 %, Wien: +83 %, Salzburg: +92 %, Kärnten +41 %
  • Corona-Krise wird zu spürbarer Entspannung am Immobilienmarkt beitragen

 

CORONA und die FOLGEN für den Immobilienmarkt: aktuell und in Zukunft

Wie werden sich die Preise in Jahresfrist zum Corona-Start entwickeln?

RE/MAX Austria startete am 4. April eine Online-Blitzumfrage unter den 560 Immobilienexperten in ganz Österreich.

 

Die Preisdynamik der vergangenen Jahre wird sich laut den Experten in den kommenden Monaten deutlich einbremsen, auch am Wohnungsmarkt. Die Umfrage ergibt, dass die Preise für Eigentumswohnungen geringfügig stabiler bleiben sollen als die Mieten. Die Erwartungshaltung für die Eigentumswohnungspreise in Österreich lautet: Zentrumslagen (-2,1 %), Stadtrandlagen (-2,8 %) und Landgemeinden (-3,7 %). Die These, dass aufgrund des Ausgehverbotes zukünftig quasi alle auf‘s Land wollen, wird von den RE/MAX-Experten in keinster Weise geteilt. Auch die Preise für Einfamilienhäuser und Baugrundstücke sollen leicht zurückgehen, ein Einbruch wird aber auch hier nicht erwartet. Auch für Ferienobjekte in Seengebieten werden trotz möglicher Urlaubsausreiseverbote keine Preissteigerungen prognostiziert.

 

„Die Anzahl der verkauften Wohnungen hat sich im letzten Jahr auf hohem Niveau eingependelt, die Preise haben nochmals zugelegt. Die Corona-Krise hat der Immobilien- und damit auch der Wohnungsmarkt in Österreich unmittelbar zu spüren bekommen. Speziell in den ersten beiden Wochen nach Beginn der Krise war eine gewisse Schockstarre zu spüren, die Nachfrage nach Wohnungen ist in dieser Phase deutlich zurückgegangen. Mittlerweile hat sich die Situation aber wieder erheblich gebessert“, erläutert der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA. Er geht davon aus, „dass nach Ende der für uns alle schwierigen Situation das Angebot an Wohnungen steigen wird und die Nachfrage aufgrund der erschwerten Rahmenbedingungen (Verunsicherung, Ungewissheit hinsichtlich Arbeitsplätze) nicht so schnell auf das hohe Niveau der vergangenen Jahre zurückkommen wird. Dies wird dazu führen, dass die Preise aus heutiger Sicht nicht steigen werden, in vielen Regionen ist vermutlich auch mit fallenden Preisen zu rechnen. Nichtdestotrotz bleiben Eigentumswohnungen für die Eigennutzung, aber auch als Anlageform und zur Pensionsvorsorge weiter begehrt und vor allem empfehlenswert.”

 

Die solide Datenbasis

Die Basis für die Berechnungen von RE/MAX, Österreichs größtes Immobilienexperten-Netzwerk, lieferte IMMOunited, die Experten für Immobiliendaten, in Form der Kaufvertragssammlung. Diese Datensammlung umfasst alle in ganz Österreich tatsächlich verkauften und verbücherten Wohnungen und nicht wie bei anderen Veröffentlichungen nur Stichproben oder Online-Angebotspreise.

„Perfekte Transaktionsdatensätze generiert IMMOunited vor allem durch die Erfassung von Immobilienkaufverträgen aus dem Grundbuch sowie durch Ergänzungen wie historisch erfassten Nutzwertgutachten, Zusatzinfos aus vorangegangenen Immobilieninseraten, Flächen- und Gebäudeinformationen aus dem österreichischen Grundstücksverzeichnis und Flächenwidmungen aus Flächenwidmungsplänen. All diese Daten ergeben wertvolle Informationen für unsere Makler-Partnerunternehmen“, sagt Mag. Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH.

 

Aktueller Wohnungs-Preisauftrieb über dem Zehnjahresmittel                 

Typischerweise kostete 2019 eine Wohnung in Österreich 211.826 Euro und damit um +7,2 % mehr als 2018. Damit ist die Preissteigerung von 2018 zu 2019 den RE/MAX-Experten zufolge um 1,6 Prozentpunkte über dem Mittel der letzten zehn Jahre. Im Fünfjahresvergleich haben die typischen Preise der gehandelten Wohnungen um +23,9 % zugelegt, im Zehnjahresvergleich um +72,8 %. Daraus ist klar erkennbar, dass der große Preissprung schon mehr als fünf Jahre vorbei ist.

 

Wohnungsmarkt: Jede vierte Wohnung kostet unter 130.000 Euro

Die RE/MAX-Analyse aller Kaufverträge zeigt, dass ein Viertel aller 2019 gehandelten Wohnungen in Österreich weniger als 130.000 Euro kostete. Dieser Wert ist damit in einem Jahr um +10.000 Euro oder +8,3 % nach oben gegangen.

Die Preise im obersten Viertel aller verkauften Wohnungen beliefen sich auf mindestens 284.063 Euro, um +19.000 Euro mehr als zuletzt (+7,2 %).

Entgegen den Jahren zuvor zeigen damit die Preissteigerungen im unteren und im oberen Viertel zuletzt nur geringe prozentuelle Unterschiede.

 

Sozialpolitisch spannend

bleibt die Frage nach dem unteren Viertel: Im Fünfjahresvergleich haben damit die typischen Preise der Eigentumswohnungen bundesweit um +36,8 % angezogen, im Zehnjahresergleich haben sie sich exakt verdoppelt.

Im Bereich des oberen Preisquartils sind die Preissteigerungen geringer: Plus 19,6 % in fünf und +62,3 % in zehn Jahren.

 

Gründe für die unterschiedliche Entwicklung sind vielfältig: Im oberen Viertel sind immer schon viele Neubauten enthalten gewesen. Im unteren Viertel sind aber aufgrund der Neubauten mit kleinsten Wohnflächen auch höherpreisige Objekte dazugekommen. Dazu kommt, dass kleinere Wohnungen als Anlegerobjekte beliebter sind und darüber hinaus schneller und öfter gehandelt werden als größere.

 

Wohnungsgrößen

2017 war das Jahr, in dem die gekauften Wohneinheiten am kleinsten waren. Laut RE/MAX Austria Statistik sind die Flächen über die Jahre mehr oder weniger regelmäßig gesunken. Seit 2018 geht der Bundestrend wieder nach oben. Allerdings nur wirklich befeuert von Wien, Vorarlberg und Kärnten. In den anderen Bundesländern bleiben die Flächen konstant oder sinken wie in Oberösterreich. Aktuell ist eine Durchschnittswohnung 67,3 m² groß, um 0,4 m² größer als 2017. Die Bandbreiten gehen von 64,0 m² in Wien bis 71,9 m² in Oberösterreich.

 

Weitere Details zum Eigentumswohnungsmarkt in Österreich finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise.

 

OBERÖSTERREICH

Drittgrößter Wohnungsmarkt in Österreich

In Oberösterreich wechselten 2019 laut RE/MAX ImmoSpiegel 5.915 Wohnungen die Eigentümer und damit um +2,2 % mehr als 2018. Mit diesem neuerlichen Rekord behauptet Oberösterreich seine Stellung als drittwichtigster Wohnungshandelsplatz hinter Wien und der Steiermark.

Der Gesamtwert dieser Wohnungskäufe belief sich auf 1,17 Mrd. Euro, um +4,4 % mehr als zuletzt. Damit ist das Wachstum 2019 im Vergleich zum Anstieg 2018 nur mehr halb so groß.

 

Linzer Wohnungsmarkt gewinnt wieder an Bedeutung

In der Landeshauptstadt Linz wurden 1.311 Wohnungen gekauft, um +16,1 % mehr als 2018, dem schwächsten der letzten fünf Jahre. Damit liegt der Linzer Anteil an der Landesmenge laut RE/MAX ImmoSpiegel bei 22,2 %. Zum Vergleich: 2018 betrug er 19,5 %, 2014 jedoch 30,5 %. Zweitstärkster Wohnungsmarkt in Oberösterreich ist seit 2018 Wels (Stadt und Land). 2019 wurden dort 780 Wohnungen transferiert, um +0,5 % mehr als 2018. Gmunden hat aufgeholt und liegt auf Rang drei mit 713 Einheiten (+5,8 %). Vöcklabruck muss mit 637 Verkäufen einen Einbruch um -7,5 % hinnehmen, ebenso Linz-Land mit 626 Einheiten bzw. um -12,0 %.

Steyr legt um +20,8 % auf 406 Verkäufe zu, Braunau um +19,6 % auf 324. Dagegen bleiben Urfahr-Umgebung mit 226 (-3,4 %) und Ried/Innkreis mit 191 (-6,4 %) sowie Grieskirchen mit 142 (-21,1 %) hinter dem Vorjahr zurück.

Perg bügelt den Durchhänger von 2018 wieder aus: 133 Verbücherungen (+26,7 %). Der Bezirk Schärding kommt nach dem Höhenflug 2018 im Jahr 2019 mit 115 (-36,1 %) wieder auf sein Normalniveau zurück. Kirchdorf beklagt mit 102 Einheiten den vierten Rückgang in Folge (-3,8 %) und liegt damit nur mehr bei zwei Drittel der Anzahl vom Rekordjahr 2015. Freistadt dagegen feierte mit 87 Verkäufen ein Plus von +10,1 % zu 2017 und von +47,5 % zu 2018. Für Eferding stehen 84 Einheiten in der Statistik (-14,3 %) und für Rohrbach 38, eine Wohnung mehr als 2018.

Somit haben den RE/MAX-Analysen zufolge acht Bezirke in Oberösterreich zugelegt und acht bleiben hinter dem Vorjahr zurück.

 

OÖ-Wohnungspreise: In zehn Jahren um +75 %, in fünf Jahren um +25 % gestiegen

Den Wohnungskäufern in Oberösterreich war den RE/MAX-Experten zufolge nach der Analyse aller Grundbuchseintragungen eine Eigentumswohnung 2019 im Durchschnitt 188.937 Euro wert, um +4,0 % mehr als 2018. Im Fünfjahresvergleich bedeutet das einen Wertzuwachs von +22,3 %, im Zehnjahresvergleich sogar von +77,2 %.

In fünf Bezirken lagen die typischen Verkaufspreise unter jenen des Vorjahres, in elf darüber. Teuerstes Pflaster war die Stadt Linz mit 216.960 Euro je Wohnung (+1,4 %). Rang zwei ging an Vöcklabruck mit 208.252 Euro (+2,6 %), Platz drei mit 206.832 Euro an den Spitzenreiter von 2018, an Urfahr-Umgebung (-3,9 %). Linz-Land lag 2019 mit 200.222 Euro hauchdünn über dem 2017er Niveau und +2,5 % über dem Vorjahr.

Gmunden kam auf 188.704 Euro je Wohneinheit (+12,6 %), Eferding auf 182.428 Euro (+19,7 %) und Wels auf 177.666 Euro (+7,3 %). Freistadt lag mit 174.270 Euro zwar um -3,7 % unter dem Vorjahr, aber trotzdem um +61,4 % über dem Vergleichswert von vor fünf Jahren. 173.240 Euro und damit um +8,3 % mehr als zuletzt kosteten Wohnungen im Bezirk Perg, 169.948 Euro in Kirchdorf/Krems (+29,4 %), 168.424 Euro in Steyr (+1,8 %) und 162.963 Euro in Braunau (+0,9 %). Die Wohnungsschnäppchengegenden 2019 in Oberösterreich heißen laut RE/MAX-ImmoSpiegel Grießkirchen (147.113 Euro, +7,9 %), Schärding (131.482, -21,5 %) und Rohrbach mit 101.171 Euro je Wohneinheit (-18 %).

 

Die Preise im unteren Preisviertel haben im Bundesland um +3,7 % angezogen. Sie lagen bei maximal 127.513 Euro. Im oberen Preisviertel starteten sie bei mindestens 245.000 (+4,3 %). In der Landeshauptstadt lag die Obergrenze vom billigsten Quartil der Wohnungspreise bei 140.000 Euro (+7,7 %) und die Untergrenze vom teuersten bei 293.838 Euro (+2,4 %). Beide Werte waren im Bezirksvergleich die höchsten im Bundesland Oberösterreich.

 

Weitere Informationen zum oberösterreichischen Markt für Eigentumswohnungen finden Sie unter remax.at/presse/immospiegel/wohnungspreise#oberoesterreich.

 

Sie wünschen nähere Informationen? https://www.remax.at/de/ib/remax-panorama-ansfelden/beratung

 

 

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